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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuchsritt bis fuchsschmalz (Bd. 4, Sp. 350 bis 351)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuchsritt, m. der unter dem gesange des fuchsliedes und vorreiten des fuchsmajors bei der aufnahme der füchse herkömmlich übliche ritt derselben auf fortbewegten stühlen und bänken in dem zimmer, in welchem die studentische feierlichkeit angeordnet wurde. morgen abend ist fuchsritt.
 
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fuchsrock, m. ein aus fuchspelz gemachter oder mit solchem gefütterter oder auch nur besetzter rock. es wil on das iez ein ieder baur ein wolfsbelz oder fuchsrock tragen, als weren sie edel worden. Schade sat. u. pasq. 2, 71, 16.
 
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fuchsroth, adj. wie ein fuchs roth, gelbroth, lichtroth, rufus. fuchsroth, fewerroth, color rufinus. Henisch 1273, 14. ein fuchsrother kopf, der »fuchsrothes haar« hat; ein fuchsrothes pferd; das silbergeld ist fuchsroth d. h. das silber daran ist durch den gebrauch so abgeschliffen, dasz das kupfer der mischung zu sehr durchblickt. der fuchsrothe dreieckige militairhut. Arnim 2, 396. Vom adj. das gleichlautende adv.
 
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fuchsruthe, f.
1) der schwanz des fuchses.
2) das zeugungsglied des männlichen fuchses, das weidmännisch auch fruchtglied heiszt.

[Bd. 4, Sp. 351]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuchsschecke, m. ein pferd mit groszen fuchsfarbigen oder doch röthlichen flecken auf weiszem grunde und weisz an mähne und schweif. Weber ök. lex. 173a.
 
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fuchsscheide, f. drei lange flache oben in eine spitze zusammengehende hölzer, den fuchsbalg darüber auszuspannen und so zu trocknen. bei den kürschnern.
 
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fuchsschieszen, n. , s. oben sp. 334 einen fuchs schieszen.
1) das schieszen der füchse, indem der jäger sie durch reizen anlockt, dann ihnen in der schieszhütte (s. DWB fuchshütte) auflauert, sie auch erst in tellereisen fängt u. s. w.
2) bergmännisch: das herausfahren des entzündeten pulvers zum bohrloch ohne sprengung des gesteines. Frisch 1, 302b.
 
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fuchsschlau, adj. überaus schlau. davon das gleichlautende und gleichbedeutende adv.
 
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fuchsschleppen, n. , s. oben sp. 333 den fuchs schleppen.
1) das schleifen einer gebratenen katze, eines gebratenen fuchses, in frischer butter gebratener heringe, des frischen gescheides von hasen oder anderem wilde nach einem platze, um den fuchs zum fange dahin- und anzulocken. weidmännisch.
2) das faule, lässige arbeiten. Frisch 1, 302b, der aber fuchsschlappen schreibt. zunächst bergmännisch.
3) eine art des trinkens, die oben sp. 333 angegeben wurde. die dort angezogene stelle lautet facet. facetiar. 74 vollständig: ... qualis est permagna illa humpa, quam vocant das römische reich, cujus potentia non est exigua in prosternendis etiam viris fortissimis. sic in inferioris Saxoniae locis quatuor ex uno et quidem pleno vino vel cerevisia repleto cantharo bibunt, ita ut tres priores semel tantum bibant, quartus vero solus totum quod reliquum est exsiccet, quae forma potandi vulgo nominatur den fuchsz schleppen.
 
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fuchsschlinge, f. eine zum fange des fuchses befestigte schlinge, in welche derselbe durch einen vogel, eine traube u. dgl. gelockt wird.
 
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fuchsschmalz, n. zubereitetes fuchsfett. fuchsschmalz ist gut den zitterenden gliedern, für den krampf unnd für das gesücht oder schmerzen der glieder, warm darmit gerieben vnd geschmieret. Lonicerus 326a.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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