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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuchsprellen bis fuchsschecke (Bd. 4, Sp. 350 bis 351)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuchsprellen, n., s. oben sp. 334 einen fuchs prellen. (bis) ein fuchsprellen gehalten werden soll. Fleming t. j. 2, 120a.
 
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fuchspulver, n., ein bei den alchymisten des 16. jh. gebrauchtes pulver. aber ein new wesen zumachen unnd ein metal zuverandern haben sie (die alchymisten) noch in der warheit nicht alle beweist, ausserhalb ires fuxpulvers unnd weiden rütlein, darein sie oft ir gold verbergen. Mathesius Sarepta (1567) 49b. hatte das pulver seinen namen von der farbe?
 
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fuchsquäke, f. das reizen oder anlocken des fuchses durch den nachgeahmten ton eines hasen oder auch einer maus.
 
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fuchsraude, f. eine krankheit der schafe, die der raude gleicht, wie sie die füchse haben. auch bei menschen das ausfallen der haare des kopfes, des bartes und der augenbraunen, alopecia. vgl. DWB fuchssucht.
 
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fuchsrecht, n. das bezahlen mit der eignen haut, indem diese abgezogen wird, wie es beim fuchse geschieht: das (dasz) man mit im (ihm) und allen cardinelen das fuchsrecht spielete, die haut über die köpfe streifete und also mit der haut bezalen lerete. Luther 8, 245a. sprichwörtlich: mit füchsen spielt man das fuchsrecht. Lehmann 1, 249; füchs wissen oft nicht, mit wem sie spielen, und müssen drüber das fuchsrecht leiden. 793. fuchsrecht mit einem spielen, deglubere aliquem. Stieler 1550.
 
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fuchsriedgras, n. carex vulpina. der name, weil die ähre ihrer gestalt nach sich einem fuchsschwanze vergleichen läszt.
 
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fuchsritt, m. der unter dem gesange des fuchsliedes und vorreiten des fuchsmajors bei der aufnahme der füchse herkömmlich übliche ritt derselben auf fortbewegten stühlen und bänken in dem zimmer, in welchem die studentische feierlichkeit angeordnet wurde. morgen abend ist fuchsritt.
 
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fuchsrock, m. ein aus fuchspelz gemachter oder mit solchem gefütterter oder auch nur besetzter rock. es wil on das iez ein ieder baur ein wolfsbelz oder fuchsrock tragen, als weren sie edel worden. Schade sat. u. pasq. 2, 71, 16.
 
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fuchsroth, adj. wie ein fuchs roth, gelbroth, lichtroth, rufus. fuchsroth, fewerroth, color rufinus. Henisch 1273, 14. ein fuchsrother kopf, der »fuchsrothes haar« hat; ein fuchsrothes pferd; das silbergeld ist fuchsroth d. h. das silber daran ist durch den gebrauch so abgeschliffen, dasz das kupfer der mischung zu sehr durchblickt. der fuchsrothe dreieckige militairhut. Arnim 2, 396. Vom adj. das gleichlautende adv.
 
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fuchsruthe, f.
1) der schwanz des fuchses.
2) das zeugungsglied des männlichen fuchses, das weidmännisch auch fruchtglied heiszt.

[Bd. 4, Sp. 351]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuchsschecke, m. ein pferd mit groszen fuchsfarbigen oder doch röthlichen flecken auf weiszem grunde und weisz an mähne und schweif. Weber ök. lex. 173a.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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