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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuchskopf bis fuchslied (Bd. 4, Sp. 348)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuchskopf, m.
1) ein kopf mit fuchsrothen haaren, dann auch ein mensch mit solchen kopfhaaren.
2) ein schlauer, listiger mensch. vgl. DWB fuchs 6).
 
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fuchskoth, m. der koth, den der fuchs von sich gibt.
 
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fuchskraut, n. ein giftkraut zum tödten der füchse. Fleming teutscher jäger 1, 9a, der es ungenau als aconitum bezeichnet.
 
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fuchsleben, n. die art und weise, wie die füchse leben. bilder aus dem fuchsleben. auch ein zähes leben. diese bedeutung stimmt zu der sprichwörtlichen redensart je älter der fuchs, je zäher das leben. Gotter erbschleicher 193.
 
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fuchsleber, f. die leber vom fuchse: die fuchsleber dienet zu allen gebresten wie die fuchslunge. Lonicerus 326a.
 
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fuchsleder, n. das von einem fuchsbalge bereitete leder: fuchsleder, so man hosen darausz macht, dienet wol unnd ist sehr gut den podagrischen füssen. Lonicerus 326b.
 
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fuchslehm, m. ein oft in fuchs- und dachsbäuen sich findender gelber mergel. nach Adelung in einigen gegenden, besonders Thüringens.
 
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füchslein, n. , dim. von fuchs. vgl. DWB füchschen, DWB füchsel.
1) der kleine fuchs, der junge fuchs, vulpecula. mhd. müste vühselîn stehn. füchslein. H. Sachs II (1591), 4, 37. junge füchslein, catuli vulpis. Stieler 575; ein schmeichlendes füchslein, pellax vulpecula. ebenda. sprichwörtlich: under einem füchslein steckt oft ein löwe, pellis vulpina saepe leonem tegit. ebenda. Auch kosewort und im spott überhaupt für den fuchs: füchslein, haben wir dich!
2) ein kleines oder junges rothes pferd:

und (Idomeneus) sah ein hurtigs pferd darneben,
war an der farb ein füchszlin eben,
hett an dem kopf ein weisse blassen.
Spreng Il. (1610) 326a.


3) ein kleiner oder blutjunger student im ersten halbjahre.
 
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fuchslendig, adj. an den lenden dem fuchs ähnlich gestaltet. so nennt man ein pferd fuchslendig, auch froschlendig, wenn es wegen zu groszer krümmung und einer zu starken richtung der dickbeine nach vorn eine zu lange keule hat.
 
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füchslich, adj. was fuchsmäszig. mhd. füchselich, vüchselich:

zuozim ein vuchs gegangen kan (kam)
mit vüchslîchem (Benecke: füchselîchem) sinne.
Boner 55, 7;

dër vuchs ir beider richter wart
und sprach nâch vüchslîcher (Benecke: füchselîcher) art. 71, 34.

nhd. scheint das wort erloschen.
 
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fuchslied, n. das studentisch zur begrüszung angehender studenten (s. DWB fuchs 7) und beim fuchsritt übliche lied, welches anfängt:

was kommt dort von der höh?
was kommt dort von der ledernen höh,
ça, ça ledernen höh,
was kommt dort von der höh? u. s. w.

auch fuchsenlied mit dem gen. sg. fuchsen zusammengesetzt, wie denn fuchs in diesem liede schwache biegung hat:

was bringt der postillon? u. s. w.
»er bringt nen fuchsen mit«.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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