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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuchskanzel bis fuchsleber (Bd. 4, Sp. 348)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuchskanzel, f., in der jägersprache, ein in der nähe eines fuchsbaues stehender baum, der dazu geeignet ist, dasz sich der jäger auf ihn setzt, um die den bau bewohnenden füchse abzulauern und zu schieszen. auch blosz kanzel.
 
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fuchskappe, f. eine kappe oder mütze von fuchspelz, im besondern eine solche mit zwei emporstehenden, im nothfalle zum schutze sich über die ohren legenden seitentheilen, zwischen welchen sich der fuchsschwanz hinzieht. mein groszvater trug eine fuchskappe, die ihm den kopf warm hielt. vgl. DWB fuchsmütze.
 
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fuchskaste, m. ein aus starken eichenen bretern gemachter kaste zur fortschaffung lebendiger füchse. Fleming teutsch. jäger 1, 236a, der neben dem pl. fuchskasten auch 2, 120a den falschen fuchskästen hat.
 
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fuchskehle, f. der feine pelz an der kehle des fuchses. s. Nemnich waarenlex. 328.
 
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fuchsklaue, f. die klaue des fuchses. aber auch aus fuchspelz gemachte handschuhe führen den namen fuchsklauen.
 
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fuchskleppern, n. das schieszen des fuchses beim kleppern, d. h. auf der klapperjagd, auch auszerdem im treiben und auf dem anstande.
 
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fuchskopf, m.
1) ein kopf mit fuchsrothen haaren, dann auch ein mensch mit solchen kopfhaaren.
2) ein schlauer, listiger mensch. vgl. DWB fuchs 6).
 
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fuchskoth, m. der koth, den der fuchs von sich gibt.
 
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fuchskraut, n. ein giftkraut zum tödten der füchse. Fleming teutscher jäger 1, 9a, der es ungenau als aconitum bezeichnet.
 
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fuchsleben, n. die art und weise, wie die füchse leben. bilder aus dem fuchsleben. auch ein zähes leben. diese bedeutung stimmt zu der sprichwörtlichen redensart je älter der fuchs, je zäher das leben. Gotter erbschleicher 193.
 
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fuchsleber, f. die leber vom fuchse: die fuchsleber dienet zu allen gebresten wie die fuchslunge. Lonicerus 326a.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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