Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuchsjäger bis fuchskraut (Bd. 4, Sp. 347 bis 348)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuchsjäger, m. einer der die fuchsjagd betreibt, namentlich einer der füchse schieszt: wen er für vernünftig halten soll, dessen vorfahren müssen wenigstens zu Wilhelm Conquestors zeiten schon hochgeborne fuchsjäger gewesen sein. Rabener sat. 2, 278 = (1760) 2, 237; als knaben wurden sie (die Hiongnu) fuchsjäger. J. Müller allgem. gesch. (1817) 1, 506; das joch der fuchsjäger (es sind die junker gemeint) und der pfaffen. Lichtenberg 4, 311.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuchskaninchen, n. mephitis chinche, eine stinkthierart, die sich wie das kaninchen hölen gräbt und den buschigen schwanz

[Bd. 4, Sp. 348]


ähnlich, wie der fuchs mit harn, mit einem stinkenden drüsensaft benetzt, den es dem feinde dann durch eine heftige bewegung eben des schwanzes fünf fusz weit entgegenspritzt.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuchskanzel, f., in der jägersprache, ein in der nähe eines fuchsbaues stehender baum, der dazu geeignet ist, dasz sich der jäger auf ihn setzt, um die den bau bewohnenden füchse abzulauern und zu schieszen. auch blosz kanzel.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuchskappe, f. eine kappe oder mütze von fuchspelz, im besondern eine solche mit zwei emporstehenden, im nothfalle zum schutze sich über die ohren legenden seitentheilen, zwischen welchen sich der fuchsschwanz hinzieht. mein groszvater trug eine fuchskappe, die ihm den kopf warm hielt. vgl. DWB fuchsmütze.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuchskaste, m. ein aus starken eichenen bretern gemachter kaste zur fortschaffung lebendiger füchse. Fleming teutsch. jäger 1, 236a, der neben dem pl. fuchskasten auch 2, 120a den falschen fuchskästen hat.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuchskehle, f. der feine pelz an der kehle des fuchses. s. Nemnich waarenlex. 328.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuchsklaue, f. die klaue des fuchses. aber auch aus fuchspelz gemachte handschuhe führen den namen fuchsklauen.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuchskleppern, n. das schieszen des fuchses beim kleppern, d. h. auf der klapperjagd, auch auszerdem im treiben und auf dem anstande.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuchskopf, m.
1) ein kopf mit fuchsrothen haaren, dann auch ein mensch mit solchen kopfhaaren.
2) ein schlauer, listiger mensch. vgl. DWB fuchs 6).
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuchskoth, m. der koth, den der fuchs von sich gibt.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuchskraut, n. ein giftkraut zum tödten der füchse. Fleming teutscher jäger 1, 9a, der es ungenau als aconitum bezeichnet.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer
11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer