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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
füchsisch bis fuchskleppern (Bd. 4, Sp. 347 bis 348)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) füchsisch, adv. vom vorigen adj., vulpino more. Henisch 1271, 33 und danach Stieler 576. in dem sinne von schlau, überaus listig: bei einem fuchs sich füchsisch stellen, das ist, mit arglistigen soll man arglistig handlen, vulpinari cum vulpe. Henisch ebenda 35 ff.;

greift alles füxisch an,
dasz er des volkes herz mit list erstelen kan.
Rompler gebüsch 18.


 
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fuchsjagd, f. die jagd auf füchse. nnl. vossejagd.
 
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fuchsjagen, n. was fuchsjagd. dann auch ein bekanntes bretspiel in Tyrol. Schöpf 158.
 
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fuchsjäger, m. einer der die fuchsjagd betreibt, namentlich einer der füchse schieszt: wen er für vernünftig halten soll, dessen vorfahren müssen wenigstens zu Wilhelm Conquestors zeiten schon hochgeborne fuchsjäger gewesen sein. Rabener sat. 2, 278 = (1760) 2, 237; als knaben wurden sie (die Hiongnu) fuchsjäger. J. Müller allgem. gesch. (1817) 1, 506; das joch der fuchsjäger (es sind die junker gemeint) und der pfaffen. Lichtenberg 4, 311.
 
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fuchskaninchen, n. mephitis chinche, eine stinkthierart, die sich wie das kaninchen hölen gräbt und den buschigen schwanz

[Bd. 4, Sp. 348]


ähnlich, wie der fuchs mit harn, mit einem stinkenden drüsensaft benetzt, den es dem feinde dann durch eine heftige bewegung eben des schwanzes fünf fusz weit entgegenspritzt.
 
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fuchskanzel, f., in der jägersprache, ein in der nähe eines fuchsbaues stehender baum, der dazu geeignet ist, dasz sich der jäger auf ihn setzt, um die den bau bewohnenden füchse abzulauern und zu schieszen. auch blosz kanzel.
 
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fuchskappe, f. eine kappe oder mütze von fuchspelz, im besondern eine solche mit zwei emporstehenden, im nothfalle zum schutze sich über die ohren legenden seitentheilen, zwischen welchen sich der fuchsschwanz hinzieht. mein groszvater trug eine fuchskappe, die ihm den kopf warm hielt. vgl. DWB fuchsmütze.
 
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fuchskaste, m. ein aus starken eichenen bretern gemachter kaste zur fortschaffung lebendiger füchse. Fleming teutsch. jäger 1, 236a, der neben dem pl. fuchskasten auch 2, 120a den falschen fuchskästen hat.
 
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fuchskehle, f. der feine pelz an der kehle des fuchses. s. Nemnich waarenlex. 328.
 
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fuchsklaue, f. die klaue des fuchses. aber auch aus fuchspelz gemachte handschuhe führen den namen fuchsklauen.
 
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fuchskleppern, n. das schieszen des fuchses beim kleppern, d. h. auf der klapperjagd, auch auszerdem im treiben und auf dem anstande.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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