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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuchsfett bis fuchsgeile (Bd. 4, Sp. 345 bis 346)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuchsfett, n. das fett vom fuchse. Fleming t. j. 2, 121a. man gebraucht es als heilmittel z. b. bei erfrornen oder durch krämpfe gelähmten gliedern u. s. w., die damit eingeschmiert werden.
 
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fuchsfetzer, m. der goldschmid. in der gaunersprache. zusammengesetzt aus rothwelsch fuchs = gold und fetzer von rothwelsch fetzen = arbeiten, eigentlich flicken (s. DWB fetzen). man sagt auch rothwelsch fuchsfreier und fuchsmalochner. freier im rothwelschen ist der ehemann und dann der meister, malochner aber ableitung von malochnen arbeiten, welches von hebr. melachah () verrichtung, arbeit herkommt.
 
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fuchsfleisch, n. das fleisch vom fuchse. fuchszfleysch, caro vulpina. Brack (1487) e ija (vgl. Diefenb. 102c). fuchsfleisch ist warmer und truckner natur. Lonicerus 326a. bei Megenberg 163, 28 heiszt es noch fühsein flaisch füchsen fleisch und ist also das zusammengesetzte wort noch nicht gebildet.
 
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fuchsfreier, m. was fuchsfetzer, s. d.
 
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fuchsfutter, n. ein aus fuchsbälgen bestehendes futter, pellis vulpina subducta. Stieler 526.
 
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fuchsgabel, f. eine zwei- oder dreizinkige gabel, mit welcher beim ausgraben der füchse das thier im baue festgehakt und herausgezogen wird. auch dachsgabel, weil damit beim ausgraben des dachses dieser gleich dem fuchse aus seinem baue gezogen wird.

[Bd. 4, Sp. 346]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuchsgans, f. anas tadorna, die brandente, erdente. nnl. vossegans. der name, der dem thiere zukommt, weil es in fuchsbäue und kaninchenhölen seine eier legt, stimmt mit gr. χηναλώπηξ bei Herodot 2, 72, wo Goldhagen (1756) s. 150 übersetzt diese (der schuppenfisch, der aal), sagen sie, sind im Nile heilig: unter den vögeln aber die fuchsgans. es fragt sich jedoch, ob diese fuchsgans nicht die nilgans, anas aegyptiaca, ist, welche dann jenen namen führen würde, weil sie oben bräunlichrothes und unten gelblichrothes gefieder hat.
 
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fuchsgarte, fuchsgarten, m. eine zum fuchsfange gemachte etwa 5 fusz hohe umzäunung, in welcher löcher mit schlagbäumen (s. DWB schlagbaum) zum fange der füchse angebracht sind. auszerdem befinden sich in der umzäunung einander gegenüber zwei thorwege, damit durch einen das luder bis mitten in den garten gezogen werden und durch den andern der es schleifende hinausgehn oder reiten kann.
 
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fuchsgebell, n. das bellen eines fuchses oder von füchsen:

er geht zum forst, die nacht ist hell,
er hört voll angst geheul von wölfen,
miaun der katz und fuchsgebell.
Boie die elfenburg, in
Matthissons lyr. anthol. 8, 130.


 
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fuchsgebräme, n. die einfassung und der besatz von fuchspelz an einem kleidungsstücke, limbus ex pelle vulpina. Stieler 216.
 
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fuchsgeile, f. was fuchshode. Lonicerus 306a.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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