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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
biszedelmann bis bitsche (Bd. 2, Sp. 50 bis 51)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) biszedelmann, m. so nennt Vintler einen edlen, der seinem stand unehre macht (Haupt 9, 82), der ausdruck ist aber dunkel. vielleicht hilft ihn das schweiz. biszmünz, herba pedicularis, pituitaria, läusekraut (Maaler 69d. 269a) deuten, wie auch lauskerl gescholten wird. Zarncke (a. a. o. 9, 87) vergleicht bisz, scabies (Tobler 54) und räudige, lausige edelleute träfen zusammen, bisz aber liesze sich aus beiszen oder pituita erklären.
 
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biszgurre, cobitis fossilis, wurde schon 1, 1402. 1403 unter beiszker erklärt, die form piszgurrn findet sich bei Schmelzl lobspr. 92; biszgurren bei Hohberg 2, 512b und Höfer 1, 87.
 
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biszhaft, morsu factus: solche biszhafte schäden (vom schlag des wilden schweins) aber sein fast durchausz unheilbar. Sebiz 589.
 
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biszlein, n. offula, was biszchen: du edle, zarte welt, wie ein lieblich, niedlich biszlin bistu doch. Luther 3, 334; ach auf ein solch biszlin solt eim ja ein trunk schmecken. 3, 335;

ja soltens unser weiber schmecken,
was guter biszlin in büchsen stecken.
Haupt 3, 261;

ein biszlin über not essen. Petr. 97b; ein guts biszlin zum schlaftrunk. Garg. 79b; mit guten biszlin ihn tractiert hetten. Kirchhof wendunm. 419a;

wer ist begirig ihres specks,
dem will ich bald ein biszlein schneiden.
Weckherlin 538;

mit küzlend scharfen bisselein. 775.

auch wie bisse zur verstärkung der negation:

du hast mir zugeschrihen kein wort,
dann ich hab je kein biszlein ghort.
Ayrer 386a.


 
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biszmann, was biszedelmann. Haupt 9, 83.
 
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biszwunde, f. vulnus morsu illatum, wunde vom bisz.
 
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bit, f. mora, ahd. pita (nicht pîta, wie Graff 3, 64 ansetzt), mhd. bite (Ben. 1, 175a), ein seltnes wort, von dem gleich seltnen beiten, morari, exspectare (oben 1, 1403). vgl. bitig, bitschuldig:

[Bd. 2, Sp. 51]


der tewerlich man der het kein pit (: nit). Teuerd. 92, 44;

drei wochen ist ein kurze bit.
H. Sachs IV. 3, 25b;

es hat noch bitt und zeit genug,
noch nicht aller tag abend worn.
Eyering 2, 96.


 
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bitebau, m. wird von Fischart im Garg. 119b neben dem werwolf, garausz und pilosus als ein wilder geist angeführt, aus dessen haut handschuhe geschnitten werden sollen. das wort ist aber unhochdeutsch, aus nl. quelle entnommen, in einer durch van Hasselt zu Kilian beigebrachten aufzählung geisterhafter wesen heiszt es

schim, daemons, tuimelaars, dwaallichtjes, bijtebauw,

und man erklärt bietebauw manducus, larva, spectrum.
 
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bitig, morans, verweilend: bist so unbitig (eilig, festinans). Wirsung Cal. g 1a.
 
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bitschaft, n. sigillum: mit der evangelischen warheit bitschaft. bienenk. 245b. s. DWB petschaft.
 
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bitsche, f. orcula lignea, hölzernes trinkgeschirr mit deckel, vgl. poln. beczka, böhm. bečka, fasz, kufe, russ. pivnaja botschka, wahrscheinlich nach dem deutschen bottich. Schm. 1, 226 schreibt bütsche, Adelung pütsche für salzkufe. bierpitsche ein bierfasz von 6—8 masz.

 

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