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bin bis bindebock (Bd. 2, Sp. 31)
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[Bd. 2, Sp. 31]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bin, sum, die erste pers. sg. des praes. verb. subst., ahd. pim und pin, mhd. bin, alts. bium, biun, mnl. bem, nnl. ben, wofür ohne labialanlaut goth. im, ags. eom, engl. am, altn. em, doch besteht ags. neben eom sum ein beom und beo ero, was zum sl. praes. iesm', fut. budu, so wie zum litt. praes. esmi, fut. búsu höchst merkwürdig stimmt. das lat. verb. subst. hat die labialis in fui, fuam und fuero. oben 1, 1748 wurde sie auch im goth. bijands = ags. beond, engl. being aufgewiesen.
Die fügungen und redensarten werden unter sein angegeben. ich bin weil ich bin. Schellings phil. schr. 1, 9; ich bin ich, ich bin. 1, 24; ich bins. 1 Mos. 17, 4; ich bins der herr. Es. 41, 4; ich bins und sonst keine. 47, 10; binichsicht? nonne? voc. 1482 d 8a; ich bin des todes. Schiller 192a; ich bin des herrn. Es. 44, 5.
 
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bindahle, f. subula, stahlnadel der riemer und sattler zum stechen von löchern.
 
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bindaxt, f. ascia, securis fabrorum, axt der zimmerleute zum beschlagen und abbinden der baumstämme, litt. bindókas: von einem zimmermann ein bindaxt zu wegen bracht. Kirchhof wendunm. 383b;

es kompt zu hand der zimmerman,
mit seiner bindaxt greift dich an.
Waldis 2, 3;

dar auch die zimmerleut setzen,
welch die bindaxt auf den dachern wetzen.
Wolgemut 2, 416.


 
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bindbast, m. ulmus campestris.
 
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bindchen, n. fasciola, kleine binde.
 
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binde, f. fascia, ahd. pintâ (Graff 3, 136), mhd. binde (Ben. 1, 131b), poln. binda, von leinwand oder seide,
1) um die wunde: ich wil den arm des königes zubrechen, er sol nicht verbunden werden, das er heilen möge, noch mit binden zugebunden. Es. 30, 21; den arm in binde tragen.
2) um den leib: geben i. f. gn. mir eine binden und langen mantel, wie den andern junkern. Schweinichen 1, 110;

und zu vermehren mehr ihr götliche gestalt,
liesz sie von ihrem leib, die augen zu bekriegen,
dem regenbogen gleich ein schöne binden fliegen.
Weckherlin 724.


3) auf den helm: die seiden binden, die solt du von meinetwegen auf deinem helm führen. Galmy 118; die binde war von schöner köstlichen blauwen seiden. 119.
4) um den hals, cravate: einen hinter die binde gieszen, einen schluck nehmen.
5) figürlich, die binde der teuschung fällt mir von den augen;

abgeschüttelt ist, Selinde,
meine fessel, meine binde.
Gotter 1, 205;

du, dessen rechte mir des irrthums binde kaum
vom auge nahm. 2, 447;

des irrthums binde fällt. 2, 482.


6) in der wapenkunde ein streif oder balke. vgl. DWB armbinde, DWB augenbinde, DWB hauptbinde, hemdbinde, helmbinde, halsbinde, kopfbinde, leibbinde.
 
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bindebalke, m. ein durch die ganze breite des hauses gehender, vorder- und hinterwand verbindender.
 
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bindeband, n., ein band, womit jemand zum namenstage angebunden wird.
 
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bindebank, f., ein gestell, worauf etwas festgebunden wird.
 
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bindebaum, m. pertica foenaria, heubaum.
 
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bindebock, m. was bindebank.

 

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41) zweiglein
 ... die spitzen an der buch und zweiglein an der tann D. v. d. Werder ras. Roland
 
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