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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
blauen bis blaufusz (Bd. 2, Sp. 83 bis 84)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) blauen ,
1) intr. blau sein: der himmel blaut nieder;

so weit der himmel blaut.
Wieland 23, 133;

lau war die luft, der tiefe himmel blaute.
Geibels ged. 284.


2) trans. blau färben: ein klarer duft blaute alle schatten. Göthe 28, 89; mag ich denn auch meinem schwager ein biszchen den fuhrmannskittel auswaschen und blauen. causenmacher 128. Tobler 56b hat bläua auch im sinn von nachlässig kauen.
 
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blauente, f. anas boschas fera. vgl. DWB blau 1.
 
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blauer, m. schönfärber. der färber hebt die blaue hand. Lessing 1, 16.
 
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blauerz, n. argentum nativum.
 
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blaufarb, blaufärbig, mhd. blâvar.
 
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blaufarbe, f. schmalte, schmelz.
 
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blaufärber, m. was blauer, schwarzfärber.
 
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blaufelche, f. salmo, s. 1, 1439.
 
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blaufen, für belaufen, currere, wie blangen, bleiben für belangen, beleiben:

[Bd. 2, Sp. 84]


an lacht sie mich und sprach, so blauf!
Haupt 8, 511;

sie im behent ein platten schar
und sprach, plauft herr vor allen dingen! 8, 525.


 
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blaufeuer, interj. adm., vgl. DWB blau 1: potz blaufeuer! das kind hält mich für den kaiser. Göthe 42, 343. blaufeuer heiszt auch das im blauofen.
 
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blaufusz, m. falco cyanopus, mhd. blâfuoʒ; nhd. das grosz gefügel der adeler, plafusz, geir, habich, falken u. sperwer. fastn. sp. 1302; ein eul hecket kein blawfsz. Frank spr. 2, 56a; ich hab in langer zeit kein guten gerfalken bekommen, der mir recht abtgemäsz gehäupt auf der hand stund, wiewol ich gen Heinburg nach plofüszen geschickt hab. Garg. 244a.