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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
blasenzins bis bläsig (Bd. 2, Sp. 70 bis 71)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) blasenzins, m. branntweinsteuer.
 
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blasenzug, m. clematis flammula.
 
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bläser, m. flans, inflans, so sagt man von einem, der die nasenlöcher aufbläst, auch von einem ohrenbläser; dann heiszt der wallfisch bläser, der magnet bläser, weil er die asche anzieht. üblicher sind die zusammensetzungen flötenbläser, hornbläser, lärmbläser, trompetenbläser.
 
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bläserlein, n. fistula organi, orgelpfeife: discantbläserlein. Garg. 68a.
 
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bläsern, blasen werfen: wenn sich das wasser bläsert, regnet es bald. Simrock 11254.
 
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blaserohr, n. ein langes rohr, wodurch man kugeln auf vögel bläst: ferner muste ich auch i. gn. geschosz, das ist das blaserohr nebst küchlein und bolzen, sowol die nagel dazu, wenn mit dem blasrohr geschossen ward, in verwahrung haben, und wenn i. f. gn. fremde leute, so mit schossen, hatten, welcher gewann und den vogel nunter schosz, hatte

[Bd. 2, Sp. 71]


ich einen kreuzer, welches mir manchen tag 6 auch 7 weiszgroschen brachte. Schweinichen 1, 30; meine gröszte lust hatte ich an dem blaserohre. sobald ich denn aus der schule kam, so schmisz ich meine bücherchen unter die bank und nahm mein blaserohr, lief damit auf den obersten boden und schosz da entweder die leute auf der gasse mit auf die köpfe oder nach den spatzianern, oder knapste denen leuten in der nachbarschaft die schönen spiegelscheiben entzwei, und wenn sie denn klirrten, kunte ich mich recht herzlich drüber zulachen. Schelmufsky 1, 9.
 
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blashorn, n. buccina. Maaler 70d. Winkelmann 6, 59.
 
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bläshuhn, n. fulica atra, poln. łyska, böhm. lysica, ein schwarzes wasserhuhn mit einer weiszen haut über dem schnabel. also von bläs macula alba. vgl. Schm. 1, 238.
 
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bläsi, m. Blasius: so musz man zuvor sehen, ob Bläsi zu haus sei (sagt der dieb, indem er seinen hut durch ein loch in den schafstall steckt). Simpl. 1, 254; damit wann Bläsi an einem ort nicht zu haus wäre, er ihn am andern finden könte. 1, 413 (419). der name bezeichnet nach Schmeller 1, 238 auch den wind, als anspielung auf blasen, und einen kleinen rausch. spielleute nennt Schuppius 190 blasiasten.
 
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blasicht, plenus foraminum. Kant 8, 516.
 
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bläsig, dasselbe: bläsige conditorwaare. Claudius 4, v.