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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
freimaurerei bis frein (Bd. 4, Sp. 118)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) freimaurerei, f.
 
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freimaurerlieder, pl. Göthe 44, 280.
 
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freimeister, m.
1) unzünftiger meister: durch tausend freimeister, welche in Hamburg auf einer ihnen angewiesenen freiheit wohnen, entgeht dem staate kein pfennig, und zunftmäszige handwerker werden durch sie in der billigkeit erhalten. Möser 1, 119.
2) carnifex. unw. doct. 262.
 
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freimeisterei, f. die alten hatten zwei wege dem eigensinn und der übertheurung der handwerker zu wehren. dieses war ein jährlicher freier markt und die freimeisterei. Möser 1, 118.
 
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freimesse, f. wie freimarkt: seine (Antwerpens) freimessen zogen aus allen ländern negotianten herbei. Schiller 782b.
 
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freimilde, liberalis, frei und milde: seine freimilte miltigkeit. Wirsung Cal. z 2.
 
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freimildigkeit, f. liberalitas: in freimiltigkeit sol under andern herren diser künig gleichen nicht leben. Frank weltb. 206b.
 
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freimut, m. hiesz in der alten sprache fortitudo animi, freier, kühner mut, später mehr offenheit, ofner, freier sinn.
 
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freimütig, fortis, constans, standhaft, mhd.

vrîmüetic under schilde.
Helbl. 1, 515;

nhd. werden uns die feinde entgegen kommen, seid nur freimütig. Hans Stade 53. in der jüngeren sprache ingenuus, offen, frei: ein freimütig wort in den öffentlichen angelegenheiten fallen lassen. Joh. Heinr. Schlegel gesch. Coriolans 38; ein freimütiges bekenntnis ablegen; jene hiesz den gast sogleich freimütig willkommen. Göthe 21, 175.
 
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freimütigkeit, f.
1) fortitudo animi: o könig, wir unsere ordensleute sind zwar auf dieser welt geringer als deine soldaten zu schätzen, aber viel höher von freimütigkeit unsers lebens. pers. rosenth. 2, 38.
2) ingenuitas, offenheit: wenn sie selbst mit unbefangener freimütigkeit, das man sonst gegen einen andern aus anstand zu verheimlichen pflegt, vor ihm nicht zu verheimlichen suchte. Göthe 18, 89.
 
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frein, pulcher, nitidus, eigenthümlich schweizerisches, bernisches wort, nicht bei Frisius und Maaler, auch nicht bei Tobler stehend, von Stalder 1, 395 als fortbildung von frei (fri!) betrachtet, Schmidts id. bern. 26b hat frein ingenuus: ein freines kleid, zimmer, ein hübsches, artiges, ein freiner mann, eine freine frau, lieblich, gefällig; aber hübsch müste er sein und frein. Uli der knecht 223; dem Vreneli von Uli zu reden, wie er ein hübscher und freiner sei. 228; zähle darauf, ich will ein freines fraueli werden, wenn du ein mann bist, wie es sich gehört. 342; es sei ein gar freiner kurzweiliger nachmittag gewesen. schuldb. 128. Rüte s. 25 erklärt gutherzig, friedliebend. man denkt doch ans altn. frânn nitidus, splendidus oder ans nl. fraai.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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