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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
freigeisterei bis freigesinnt (Bd. 4, Sp. 109 bis 110)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) freigeisterei, f. der grundsatz gar keine pflicht mehr zu kennen. Kant 1, 136; eine freigeisterei in diesem fache müste von schlimmen folgen für das weibliche geschlecht sein, weil dieses zu einem bloszen mittel herabsinken würde. 10, 346; er ist auch ein wenig von der freigeisterei angesteckt. Lessing 1, 256; dasz der graf endlich Jarno bei seite nahm, ihm seine freigeisterei verwies. Göthe 18, 318.
 
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freigeisterisch, liberius sentiens, impius: der freigeisterische unglaube. Kant 2, 28.
 
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freigeistig, liberalis: weltgang nach freigeistigen gesetzen. J. P. dämm. 7.

[Bd. 4, Sp. 110]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) freigeistin, f. femina libere sentiens: unterdes ist es gewis, dasz ich frauenzimmer kenne, die sich vornehmen eine christin, eine zweiflerin und eine freigeistin zu sein, auf dieselbe art, wie sie sich vornehmen eine mode mitzumachen. Klopstock 11, 200.
 
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freigeistisch, wie freigeisterisch: einen solchen wechsel von heftigem schrecken und stiller betrübnis empfand einst der freigeistische Desbarraux, als er sich zur fastenzeit einen eierkuchen erlaubte. Thümmels Wilhelmine 56 (83); ein kanzelredner, der bei den abgesonderten frommen nicht im besten ruf stand, vor der menge hingegen sich durch die bekehrung eines bis zum tode blessierten freigeistischen generals berühmt und gleichsam heilig gemacht hatte. Göthe 24, 227.
 
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freigelassen, manumissus, e carcere dimissus, überhaupt solutus, losgelassen: es graut mir vor dem anblick zweier junger, erst freigelassener prinzen. Göthe an fr. v. St. 2, 189.
 
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freigelassenheit, f. Lohenstein Epich. 30.
 
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freigericht, n.
1) freiding, jurisdictio libera.
2) frei dargebotne kost, speise:

ja zu diesem freigerichte
ludest du mich selber ein.
Günther 264.


 
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freigerinne, n. freiarche, freilauf, freischutz.
 
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freigeschenk, n. freigabe:

wol konnt er alles nehmen, doch begnügt er sich
mit wenigen freigeschenken, nennt ers, nicht tribut.
Göthe 41, 202.


 
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freigesinnt, libere sentiens: an der spitze der freigesinnten. Göthe 14, 271; eine höhere, freigesinnte, fruchtbare bildung. 39, 324.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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