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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
freide bis freien (Bd. 4, Sp. 102 bis 104)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) freide, m. transfuga, apostata, abtrünniger, überläufer, flüchtling, ahd. freideo, freido, N. Bth. 161 ist von einem asyl die rede 'daʒ Romulus ze Romo machota freidên ze gniste', flüchtigen zur rettung. dieser dat. pl. eines adj. freid oder freidi liegt der substantivbildung freideo zum grunde. mhd. vreide flüchtig, nur in éiner stelle:

iedoch was vil vreide
dër küneginne hôher muot. klage Holzm. 3862.

freidi, freid liesze sich auf ein goth. fraaiþis, fraaiþs, eidbrüchig, treulos zurückführen, wie ufaiþis, ufaiþs Neh. 6, 18 ἔνορκος ausdrückt, dieser steht unter dem eid, jener ist davon abgefallen. fra verhielte sich aber wie in fraitan, abessen, fressen, ahd. frëʒʒan und in fraliusan, mhd. vliesen, verlieren. das subst. könnte goth. lauten fraaiþja, ags. frâþa, und dem ahd. gieido = gaaiþja conjurator, consacramentalis gleichen.
dieser noch unsichere deutungsversuch durfte gewagt werden wegen des folgenden freidig und weil das uns erloschene appellativ freide noch in eigennamen fortdauert, fast alle unsere groszen städte, z. b. Berlin und Hamburg haben einen Freide oder Frede aufzuweisen, Lexer 101 bringt Jacob Fraid aus einer urkunde von 1569 bei, der stammvater wird ein flüchtling, verbannter oder ketzer gewesen sein. in vielen ahd. urk. des 8. 9 jh. begegnet Freido, vgl. tr. wizenb. no 112. tr. fuld. no 110. 123. 198. Förstemann 1, 410. wie aber aus recke, ursprünglich exul, extorris sich die vorstellung eines mutigen helden entfaltete, geschah es auch bei freide, s. freidig.
 
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freide, f. transfugium, periculum, audacia, in langobardischen glossen fraida refugium. Haupt 1, 553. 555. mhd. vreide, nhd. ganz fehlend.
1) audacia, vehementia. arge, strenge, swinde freide:

mit strengin vreidin.
Jeroschin 796;

die geslechte beide,
di in argir vreide
kegin in gesament wârn,
begundin dâ einander vârn. 2397;

in argin vreidin. 4421;

in swindin vreidin. 9770.


2) periculum, refugium:

vil maniger gesunder gestuont sîns lîbes an dër freide. Gudr. 495, 4;

ich wæn euch niemer mêr ergê,
daʒ under helden daʒ geschëhe,
daʒ man sô manigen recken sëhe
sîns lîbes in dër freide. Bit. 11376,

wie es sonst heiszt sîns lîbes an der fluht;

wan ër was sô manhaft,
daʒ ër dehein vreide schûhte. krone 1526 (al. keinen grûwen);

nâch manchis sturmis vreidin.
Jeroschin 346.

die abstraction freide leitet sich schwer aus dem persönlichen adj., fluht entspringt nicht aus fluhtîc, sondern umgedreht.
 
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freidenker, m. liberioris judicii, man versteht aber impius, freigeist.
 
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freidenkerei, f. impietas: man weichet allem verdacht der freidenkerei aus, wenn man von der religion überhaupt nur fein enthusiastisch zu schwatzen weisz. Lessing 6, 125.
 
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freidig , profugus, audax. ahd. freidac, freidîc (Graff 3, 793), mhd. freidec, nhd. freidig, in den vocabularen bei Dasypodius 72d, Maaler 142b, freydig, bei Henisch 1215 vermischt mit freudig, frewdig. das wort mangelt den schweizerischen idiotiken, lebt aber in der bairischen, tirolischen, kärntnischen volksprache bis auf heute fort, bei Schmeller 1, 600 fraedig, freidig, bei Schöpf 149 fraidig, froadig, bei Lexer 101 frâdig, sodann schles. freidig bei Weinhold 23a. es galt aber weiter im mittlern Deutschland, namentlich in Thüringen. Luther braucht es oft, belege aus der bibel folgen unter freudig. nd. idiotika liefern kein fredig, woher rührt das dän. freidig?
1) flüchtig: swer fraidigen fuoʒ setzet seinen geltern. Münchner stadtrecht (um 1350) art. 263; ob jener, des das werk ist, seinen geltern fraidigen fuoʒ gesetzet hat. art. 347.
2) wie frech, wild, von thieren:

der bër, der vor frêdig was. Reinhart s. 440;

und swie si (die katze) wære freidic. s. 365;

frêdig also ein lewe.
Joh. Rothe cap. 86;

[Bd. 4, Sp. 103]



siben dinc sol ein kluoger man merken an eime hunde,
daʒ êrste, daʒ ër vreidic ist. MSH. 3, 106b;

stillen sol man fraidigen hund,
das er nit grein z aller stund.
Wolkenstein s. 86;

als ein saw sahe ein schönes ros,
jung, welig, freidig, stark und grosz.
Waldis Es. II, 78;

und was vor futter musz ich geben
mein hengsten und mein besten pferden,
das sie feiszt, glat und freidig werden? III. 94, 276;

frewdige pfawen, pavones exsultantes bei Henisch, eher freidige als freudige. nach Lexer wird frâdig besonders von pferden gebraucht.
3) von menschen, in gutem sinn, kühn, mutig, tapfer:

ob einer gërne vreidic wær,
dën heiʒ wir einen tokzær.
Helbl. 15, 41,

vgl.tokzen 15, 235. 329. 410 und Wh. 398, 13;

der winter sprach, ich bin auch gar ein fraidig man,
und welcher wel, der leg sich da in harnasch an. Germania 5, 286;

lobistu en her si gesunt und starg
und freidig an deme libe,
eʒ mag mit eme wol werdin arg
wel her vele unfur tribe.
lobistu danne sin ritin und stechin
und sin freidigis torniren.
Joh. Rothe ritterspiegel 2029—34;

der frêdiger, starker Hercules. Joh. Rothe chronik cap. 29; Friedrich der freidige, mit der gebissenen wange;

mancher der will gar freidig sin,
wagt sich an löwen, beren, schwin.
Brant 74, 19;

der gtar allein wol vier bestan
und usz der fläschen freidig sin. 87, 16;

(viele haben gedacht) es were nie kein schedlicher lere auf erden komen (als die lutherische) und würde nimermehr so freidig sein, das sie für dem keiser und reich sich türste darstellen und lassen ansehen. Luther 5, 202b; Christus sterke euch mit seinem freidigen geist. 5, 264b; der mit seinem freidigen geiste dem antinomo Eisleben und andern widersprochen. Joh. Wigand die neuen Wittenberger 16b; gott nam inen bald das freidig herz. Frank chronik 218b und oft; Alexander bezwang als ein junger und freidiger held mit wenig volks fast alle reich auf erden. Mathesius 85a; wo sein nu eure kriegsleute? seid ihr freidig, so thut es noch. Stenzel script. rer. siles. 4, 51. man könnte leicht an unser heutiges freudig laetus denken, wie man ein freudiges herz, ein freudiger held sagt, da aber weder ahd. aus frouwida ein frouwedîc, noch mhd. aus fröude ein fröudec gebildet wird, so scheint umgekehrt freudig aus freidig entstellt, wie denn auch die folgende üble bedeutung nicht recht mit der vorstellung von froh und freude besteht, wenn schon ein trotzig herz vorkommt. mehr noch unter DWB freudig.
4) für trotzig, frech, unverschämt:

sîn volc ist gar ze freidic. tr. kr. 24740;

sît daʒ got unde dër künec nu gescheiden sint,
sô wil dër sëlbe künec dën tiuvel ûʒ dër helle twingen,
dâ hebt sich ein gemürde von, daʒ ist niht ein wint,
sô sint si beide freidig, hërre, wëm sol dâ gelingen? MS. 2, 93b;

vreidic sam die Beier
sî wir mit gevræʒe.
Helbl. 14, 40;

und secht, wie freidig ist der man,
als da der Berner Ecken erschlug. mörin 19b;

und werden so stolze freidige geister draus, die niemand weichen, noch einen meister leiden, auch gott selbs nicht. Luther 6, 44b; freidig und framstreck (in der sp. 59 angezognen stelle Franks); fraidig im maul (maulfrech). loszbuch ed. Zingerle no 374; fraidiges (schnippisches) mädchen.
es hat nun freilich sein bedenken, dies adj. aus der unter freide dargelegten vorstellung herzuleiten, doch gibt die unter 1 enthaltne bedeutung den übergang. schwieriger wäre das goth. freidjan parcere, friþôn reconciliare und fridu pax, oder das altn. frîðr heranzuziehen, welches zwar fortis, aber auch formosus ausdrückt. die begriffe der abtrünnigkeit und des trotzes bleiben von diesen wörtern unberührt, man müste sie denn durch frei vermitteln, das auszer liber auch formosus bedeutet.
 
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freidigkeit, f. audacia, temeritas, alacritas: circumcelliones ist ein geschlecht der menschen, einer unmenschlichen kühnheit und freidigkeit. Frank chronik 363b. Maaler 142b.
 
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freidiglich, adv. audacter, truculente: wen die hund fraidicleichen anlaufent, vellt er auf die erd, so wirt ir zorn gesänftigt. Megenberg 125, 14. vgl. freidig 2.
 
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freiding, n. judicium liberum, oft für femgericht, freigericht. Möser patr. ph. 3, 140.

[Bd. 4, Sp. 104]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) freie, f. apertum, wie das freie (sp. 96), die freie luft, engl. open air:

einsam wallt er hervor aus dämmernder gänge gewölben
in die freie des himmels. Messias 16, 130;

durfte sein engel, bevor er ihn brachte zum richtenden mittler,
ihn in die tiefe, die höh, in die freie der himmel ihn führen. 16, 539;

du hast mich herausgeführt an den tag, das goldne licht und die unermeszliche freie haben meine augen entzückt. Schiller 752.
 
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freieigen, proprius: ein freieignes gut; ein gut freieigen besitzen.
 
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freien, liberare, kommt goth. nicht vor, das persönliche ἐλευθεροῦν ist Joh. 8, 32. 36. Röm. 8, 2 ausgedrückt frijana briggan, frijans briggan, wie auch Luther in diesen stellen frei machen setzt. vielleicht bestand doch ein frijan, frijaida? unterschieden von frijôn, frijôda amare. ags. freogan, es scheint für beide bedeutungen, engl. free liberare; fries. friaia, frîa liberare (Richthofen 764); altn. frîa liberare, schw. fria, fridde, dän. frie, friede; mnl. vrîen, nnl. vrijden (wie vlieden für vlien). ahd. mangelt das verbum, lautet aber mhd. vrîen und ist häufig genug (mhd. wb. 3, 403b). die sache wird bald im gen., bald mit der praep. vor oder von ausgedrückt, ganz wie beide fügungen bei dem adj. frî eintraten (sp. 98), z. b.

wâfen über die schande sî geschrîet,
diu wil êren vrîet
alter unde jugent. MS. 2, 204a;

swêm ër ëʒ gap, dër wart armuot gevrîet. Lohengr. 2490;

daʒ ich everunge wërde gevriet. 7668;

si was gefrîet und geschelt
vor wandelbærem meine. tr. kr. 19982;

ouwê Dêidamîe,
wie gar ich vröuden vrîe
dîn hërze und dînen reinen muot. 29346;

sus wurdens vor gewalte schôn gevrîet. Lohengr. 2100;

si wënt sich vor allen vögten vrîen. MS. 2, 57a;

gefrîet was daʒ hundelîn
von dër justiere. Wigal. 63, 9.

nhd. davor ist nieman gefreit. Keisersberg post. 4, 3; Luther an vielen stellen (doch nicht in der bibel): ich wil mein gewissen für gott gefreiet haben und unschüldig sein an dem blut und seelen, die durch den bapst und papisten verfürt werden. 1, 549b. br. 2, 56; durch denselbigen (Christus) werden alle gleubigen mit dem glauben und andern geistlichen gaben gezieret, vom tod auferwecket, von sünden gefreihet. 3, 511b; du machest dich solches alles mit schüldig und hilfest den bapst sterken und freien, das er solchs ewiglich und sicher thun möge. 5, 284a; er hat uns durch seine menschwerdung, geburt, leiden und auferstehung gefreiet und erlöset von dem ewigen tod. 6, 333a; der ist wol gefreiet von der anfechtung. tischr. 224a; von allen gesetzen gefreiet. 303b; durch das evangelium sind wir gefreihet von allen Moysis ceremonien. Melanchthon im corp. doctr. chr. 198; mit geding, das frawen und man, doch irs lebens gefreit, allein ewig verkauft und gefangen dienen möchten. Frank chron. 109b; vom tod und gesatz erlöst und gefreiet. kriegsb. d. fr. 28; die weise man zum zeugnis, das sie brief auflegen, das sie davor gefreiet sein. Agricola spr. 48; denn gott hat die ehe zugelassen allen, die er selbs nicht von der noth gefreiet hat. spr. 234; so sind wir des ubernatürlichen ellends gefreiet und gesichert. Paracelsus 1, 364c; wer wolt mich denn vor solcher gewalt gefreiet haben? Galmy 21; der quartiermeister aber freiet zuvor etliche häuser, pfarrhäuser, edelleuthäuser. Kirchhof mil. disc. 122; ritter, was bewegt euch, diese fraw also schendlich zu hochmuten? 'wie, antwort der ander, verhoft ir diese zu freien, so mich mein leib und seel zu verlieren bewegt?' Amadis 35; ich komme zu e. k. m. einer zusagung mich zu freien, in kraft deren ich verbunden bin heutigs tags vor e. m. zu erscheinen. 224; denn obwol ich sie von einem hurer gefreiet, so hab ich sie in eines ärgern gewalt geraten lassen. 282; es sind allein zwei ding, so ihn vor dem tod freien mögen. 291; wo ich euch wolt für mein bulen kiesen und der gefengnus freien. 339; und ist nichts auf erden, das euch darvor freien möcht. 336; so ist unmüglich, dasz ich mein haupt freien und erhalten möge. 343; mit dem geding, dasz er das kampfs mit dem schwert uberhebet und gefreiet sei. 395; dann Christi blut freiet uns fortan vor der strafe. bienenk. 106b;

sie aus des todes nöten freien.
Waldis Es. 2, 50;

wenn ich dich von dem thier wurd freien. 4, 99, 35;

sein haus in Israel wil ich freien.
Schmelzl David 17a;

[Bd. 4, Sp. 105]



so wöll wir euch zwen bischof bstellen,
darzu mit gnad und ablasz freien.
Ayrer 350c;

durchleuchtiger fürst, ich bin ein bot,
gefreit vor aller gfahr und not. 433d;

wan wir uns, sprechen diese thoren,
nicht freihen von der heuchlerei
last und gesatz.
Weckherlin 3;

darumb mich auch jetzund zu freihen
von aller forcht, gefahr und schand. 10;

und mich von disem löwen frei! 20;

die städte freien sich, die felder sind genesen,
es lebet jederman für sich in stiller ruh.
Opitz 1, 8;

der wird des Hannas spiel,
der uns vom ewigen gespötte freien wil.
Fleming 8;

ich musz doch einmal fort. Machaon kan uns fristen,
nicht freien vor dem tod. 127;

wer hätt euch wollen bürge sein,
dasz ihr, des weinens euch zu frein,
auf éinen blick hin würdet sterben? 318;

drum, wann gott die blaue burg öfnet und ihm beut die hand,
freit ihn von der trotzer trotz.
Logau 1, 180, 61;

wissen wir ob mensch und vieh sich wird sicher künnen freien
für der seuchen schneller gift! 2, 47,

tag, der von dem erdeklumpfen und der laster last uns löst,
ist der beste tag der tage, der uns freit, erfreut und tröst. 2, 199, 24;

gewonheit wird gebot, durch brauch und lange zeit.
krieg hat durch dreiszig jahr gewalt in recht gefreit. 3, 11, 38;

die süsze liebeskrämerei, was führet die für waaren?
sie machen ihren kaufman glat und freien ihn von haaren. 3, 30, 42.

im 18 jh. wird freien sparsamer verwandt und durch befreien ersetzt, vielleicht wollte man der verwechslung mit dem folgenden freien, nubere ausweichen, von welchem doch auch befreien gebildet wird:

denn, dasz er starb und aufersteht, das freit uns vom tode. Messias 11, 492;

das vaterland
ist spreu dem feigen! sclave, dich freite nicht
die Römerschlacht.
Stolberg 1, 21;

sie zu erretten
zu freien aus der laster ketten.
Herder 4, 152;

mein machtwort freit die mörderischen schwerter
und mir zu dienen stürzt die wilde wut
der kämpfer auf den feind, den ich ihr zeige.
Robe Ludwig der fromme 1862 s. 73.

s. befreien, entfreien, erfreien, gefreiter.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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