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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
freibillet bis freidank (Bd. 4, Sp. 101)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) freibillet, n. tessera gratuiti spectaculi: was mir meine besuche auf dem theater sehr erleichterte, war, dasz mir mein freibillet den weg zu allen plätzen öfnete. Göthe 26, 146.
 
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freibirsch, freibirsche, f. venatio libera.
 
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freibitter, m. qui vacationem scholae petit.
 
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freiblatt, n. im kartenspiel.
 
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freibrauer, m. der freibier zu brauen berechtigt ist.
 
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freibrief, m. literae privilegii concessi: aber die tugend gibt keinen freibrief gegen das urtheil der gesunden vernunft. Wieland 9, 250; da witz und beredsamkeit einen freibrief haben die gesunde vernunft zu mishandeln. 14, 146; freibriefe, vor keinem obern gerichtshofe belangt zu werden. Göthe 26, 129;

wer zählet sie, die fehl und muttermale,
freibriefe der natur zum seelenhospitale?
Gotter 1, 333.


 
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freibrüstig, ingenuus, freimütig, offen.
 
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freibrüstigkeit, f. ingenuitas, freimütigkeit.
 
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freibürger, m. liberae reipublicae civis.
 
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freibusch, m. gehölz, in dem frei geholzt werden kann.
 
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freidank. treffende, eindringende sprüche werden im mittelalter einem dichter Frîdanc beigelegt, namentlich von Hugo im Renner und von Seifried Helbling. noch im 16 jh. von Joh. Nas, der in der groszen glocke 16 den spruch aus 167, 24 anführt und das 'sagt Freidank' beizufügen nicht unterläszt. nun läge nahe Freidank auf die gedankenfreiheit zu ziehen, wie diesen sprüchen fast lauter wahre, freie gedanken zum grunde liegen.

[Bd. 4, Sp. 102]


in unsrer sprache sind aber dank gratia und gedank cogitatio streng von einander gehalten und selten in den hss. heiszt es Frîgedanc, was sich auch Frîge-dank nehmen liesze, so dasz der name wol freien, schönen dank ausdrücken musz. als eigenname erscheint er seit dem 14. 15 jh. öfter, ahd. nie, bei Förstemann weder 418 noch 1149. auch in den ahd. eigennamen Filudanch, Gotadanch lag die vorstellung gratia.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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