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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
frauenvolk bis frauenwut (Bd. 4, Sp. 83)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) frauenvolk, n.
1) sexus muliebris, das frauenzimmer:

jetzt trägt das frauenvolk auch grosze stutzerkrausen,
die müssen vor der hand wie dicke wolken brausen. jungfernanatomie s. 116;

der fächer ward dem frauenvolk gegeben.
Zachariä poet. schr. 1772. 2, 295.

Brockes 2, 549. Wieland 18, 85. 22, 213.
2) steht aber auch für frau, wie ehevolk für ehefrau: alljetzo bitte ich demütigst um erlaubnisz. dasz ich kann drei frauenvölker zu ehefrauen heiraten, dasz sie mich können ernähren und mit leben erhalten. jurist. vademecum 1, 36.
 
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frauenwaare, f.

ein handel ist, der heiszt 'ich gebe dasz du thust' (do ut facias),
drum kümts, dasz frauenwaar als andre mehres kost.
Logau 2, 126, 36.


 
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frauenwasser, n. lotium feminae, vgl. Herodot 2, 111:

frauenwasser aus dem brunn, einem manne nur bekannt,
soll ihm Pheron, wil er sehn, würklich bringen zu der hand,
zweifelhaft und ungewis, ob und wo er solches find,
geht er vor zu seiner frau, bleibet aber dennoch blind.
Logau 2, 196, 1.


 
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frauenweise, f. ebenso wichtig ist es, dasz sie (Maani) unterwegs mit den sämmtlichen frauen in berührung kommt, und ihr gatte daher von den männern gut aufgenommen, bewirtet und unterhalten wird, indem sie sich auf frauenweise mit den gattinnen zu bethun und zu beschäftigen weisz. Göthe 6, 194. s. mannsweise.
 
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frauenwelt, f. wie nun diese richtung seines geistes, unterstützt von einer edlen erscheinung und freien sitten, ihn in der frauenwelt ungemein empfahl, so unterschied er sich von fast allen seinen zeitgenossen durch die zartheit mit welcher er dieses verhältnis behandelte. Dahlmann fr. rev. 28.
 
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frauenwerk, n. consuetudo feminarum carnalis: dasz sich e. gn. ein jahr lang oder doch den sommer und winter hinaus enthalte vor frawenwerken. Paracelsus 1, 688c.
 
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frauenwirt, m. leno:

er sol des frauenwirts diener sein. fastn. 158, 22;

ich wil werden ein frauenwirt
und ein padknecht, der leszt und schirt. 659, 11.


 
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frauenwirtin, f. lena:

hielt bei den frawenwirtin haus,
mit gmeinen weibern lebt im haus.
H. Sachs II. 3, 109a.


 
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frauenwort, n. asseveratio mulieris:

ach wer hat euch der sinn beraubt,
das ir den frawenworten glaubt?
H. Sachs I, 115a.


 
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frauenwürde, f. dignitas feminae, würde der frauen. Schiller 80b; ein Jupiter mit einem donnerkeil im schosz, eine Juno, die auf ihrer majestät und frauenwürde ruht. Göthe 38, 39;

allein auch reiz der anmut währt nicht immer,
doch ewig wird auf deiner stirne glänzen
das reine diadem der frauenwürde.
Gries ged. 1, 198.


 
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frauenwut, f. furor muliebris:

schuldlos sank Orpheus einst durch frauenwuth ins grab.
Gotter 3, 394.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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