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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fraubaserei bis frauenbauch (Bd. 4, Sp. 76 bis 77)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fraubaserei, f. garrulitas, superflua dubitatio: und nun sitzen sie hinter ihren mauern, eingefangen von ihren gewohnheiten und gesetzen, ihren fraubasereien und philistereien. Göthe 16, 198.
 
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frauchen , n. muliercula, nnl. vrouwetje.
1) nd. fröken, fräulein, edeltochter. frawchin, domicella. cod. dipl. Silesiae 2, 185 (a. 1404).
2) groszmutter, wie herrchen, herrlein groszvater, weil hohes alter die leute verkleinert und den kindern ähnlich werden läszt. diese früher mehr verbreitete bedeutung heute nur landschaftlich, z. b. in der Wetterau erhalten.
3) zärtlich und kosend zu oder von der ehfrau, besonders einer kleinen:

so pack denn ein, lieb frauchen, lasz noch heute
zurück uns kehren nach der stadt.
Gökingk 2, 135;

ja, lasz auch heut
zehnmal mit ehren
Silvester sein,
das frauchen mein
wird mirs nicht wehren
mich hoch zu freun.
Kl. Schmidt neue poet. br. 33;

sucht, wenn frauchen kochen will,
körbel, petersilj und dill.
Schmidt von W. 1802 s. 92.


 
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frauenacker, m. arvum genitale:

weiber sind äcker zum ruhen mit nichten,
weiber sind äcker zum bauen und früchten.
Logau 2, 110, 56.


 
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frauenader, f. vena saphena, von σαφηνής, weil sie auf der oberfläche deutlich und sichtbar, also leicht zu schlagen ist.
 
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frauenantheil, m.

gibts eine grosze that, die frauenantheil leidet?
Gotter 2, 127.


 
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frauenapfel, m.
1) art schöner äpfel, nnl. vrouwetjes appel.
2) mamma, frauenbrüste (1, 533):

gartennutz von frauenäpfeln wird in anschlag nicht gestellt,
weil es ist ein solcher nutzen, welcher steigt und welcher fällt.
Logau 2, 86, 40.


 
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frauenarbeit, f. opus muliebre, weiberarbeit.
 
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frauenart, f.

frauenart
greift dem mann an den bart.
Simrock 261.


 
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frauenbad, n. balneum feminarum, oder Marienbad? denn in groszen städten gibt es Marienbäder.
 
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frauenbalg, m. wie mag ein reicher frawenkremer sein in der welt, dan ein bischof? wer wolt nu die geistlich vetter

[Bd. 4, Sp. 77]


verdenken, das si hrerei zlassen umb gelt und lebendig frawenbelg verkaufen und die eelichen weiber verbieten, die in nicht gelt tragen? narung ist mancherlei. Luther wider den falsch genanten geistl. stand des bapts und der bischöffen. F 3.
 
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frauenbauch, m. ein kaufman hat würz und tuch feil. die bischof müeszen hrnfleisch feil haben, wie solten si sich sunst erneren? über das alles. wann einem pfaffen sein magt fallet über den schüsselkorb und bricht in zwei stück, das man ein teil musz zum tauf tragen, so wechst der zins über den jerigen guldin und hat der bischof aber ursach sein barmherzigkeit zu erzeigen und verkauft dem armen pfaffen nun ein mter. selig seind hie die beuche, die da kinder tragen, ob die brüste auch selig seind, die da seugen, da sehe der vater z. der geistliche bischof hat seines von dem bauch zweimal erlanget. seind das nit edel theure frawenbeuche, die man zweimal des jars kaufen musz und die zweimal dem geistlichen herren schwanger werden mit gelt? daselbst.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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