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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fangwald bis fänken (Bd. 3, Sp. 1317 bis 1318)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fangwald, m. silva aucupis: im fangwalde seines vaters stand ein einsames jägerhaus. J. P. Fibel 37 (53).
 
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fangwanze, f. cimex erosus.
 
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fangweise, f. modus aucupandi: eine andere jahrszeit brachte Gotthelfen wieder andere freuden, nemlich andere vögel und fangweisen derselben. Fibel 14 (21).
 
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fangzahn, m. dens praedae capiendae. bildlich, in dieser rücksicht sind verschiedene finger fangzähne des gewinstes. teufelsp. 1, 75, vgl. die unter fangeisen ausgehobene stelle.
 
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fangzeug, n. instrumenta piscatoria:

bald war nahe der holm, wo netz und hamen auf gaffeln
trockneten, und für die nacht fangzeug auslegte der fischer. Luise a. l. h. 57.


 
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fank, m. siehe fankel.
 
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fanke, m. scintilla, funke. mhd.

dem vanken in dem fiure
sölher gëlpfheit ie gebrast. Wh. 33, 20;

dô stoup ûʒ dem hëlme, sam von brenden grôʒ,
die viwerrôte vanken von dës heldes hant. Nib. 185, 3;

hei waʒ rôter vanken ob sîme hëlme gelac. 1990, 4;

fiuwer was in tiure, walt heten si genuoc,
ûʒ eim herten vëlsen ër manegen vanken sluoc. Gudr. 104, 2;

und sluoc im einen solhen slac
daʒ viures vanken gelac
vil geströut über rant. Bit. 3642;

den steines vanc mit slage het enzündet. Lohengr. 5463;

sunder feures vanken.
Albr. Tit. 3653;

hôch über alle sunnevanken. 31, 4;

mit starken feures vanken begundeʒ ab in smëlzen. 3734;

daʒ si den feures vanken und sunnen brëhen gâben widerstôʒen 4012;

daʒ chreftig fewr
pegund treiben auch
die vanken und den rauch. Ottocar 375b;

und darûʒ farnt heiʒe fiures fanken. Laber 513.

Walther, Hartman, Gotfrid, Rudolf brauchen das wort nicht, es scheint mehr bairisch, östreichisch, wohin auch die idiotiken weisen. nur Schm. 1, 543 hat heute noch das einfache der fanken (für fanke). s. DWB funke.
 
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fankel, n. scintillula, fünklein, fünkchen. bair. es is kae fankel fuie da, kein fünkchen feuer. östr. das fankarl, ein schwacher funke. Castelli 123.
 
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fankel, fankarl, fänkerl, m. diabolus, der funken sprühende, glühende, wie Loki selbst feuer und lohe bedeutet (myth. 221), der teufel gleich dem feuer los wird (myth. 963). den namen bezeugen Castelli 123. Schmeller 1, 543. Schönwerth 3, 40 und folgende stellen: darüber musz ich erst ein glarten comentari schreibn, sunst möcht der fänkerl (könnte niemand) mein briefel verstehn. Schwabe tintenf. 38; aber stellt es enker (ihr euer) tribuliren nit ein, nacher soll enk der fänkerl slicht haltn, wan ich enk bei der carthausn erwischn thue. s. 50; aber hein! sag mir doch, wo dich der fänkerl schon zwei geschlagne tag hintereinander hat. s. 61; in Leipzig oder Hall, oder wo enk der fänkerl hat. B 6b; bair. e bue wie de fankel, ein teufelsbube;

zumahl wann da bös fankerl uns fechtn wollt an.
Seidl almer 3, 50.

es erscheint aber noch ein verstärktes sperifankel, spirifankel, sperifankerl:

drah dih, williwingerl,
sperifankerl, auweh!
Seidl 3, 6,

wozu Schönwerth das alts. gêrfiund Hel. 32, 2 vergleicht, wobei aber auch das ahd. zi speri, zisperiu, zi spari utique (Graff

[Bd. 3, Sp. 1318]


6, 353. 355) anschlagen könnte. verderbt sind wol spadifankerl, spanifankerl, wo nicht gar entsprungen aus spadifantel, il fante di spada, s. fant.
wie ihm sei, dem fankel identisch zeigt sich der in den sagen von Vorarlberg und Tirol einheimische fank, pl. fanka, dem auch ein weibliches wesen fanka, fanga, fenggi zur seite steht, worunter man sich nicht sowol teufel, als elbe und wilde leute zu denken hat, die später, gleich andern gestalten des heidenthums in teufel vergröbert wurden. elbe und lichtelbe (liosalfar) gelten aber für leuchtende, strahlende geister und keine schwierigkeit hat es auch die benennungen fank oder feng auf fanke funke oder fangen, fängen incendere zu beziehen, selbst ein altn. name des mondes, fengari, der genau zum ngr. φεγγάρι, φεγγάριον und zu φέγγος licht, glanz stimmt, könnte anklingen. die mythen von den fangen, fenken oder fenggen berichten uns Vonbun s. 1—15, Zingerle no 45, Alpenburg myth. s. 67. 68, sagen s. 166. 209. Rochholz kennt die fenka 1, 364. 382 nur aus dem Engadin und Prättigau.
 
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fankeln, fänkeln, scintillare, funkeln. Frommann mundarten 3, 405. 4, 411. anfänkeln, anfunkeln, anreizen. Schmeller 1, 543. Castelli fankarln scherzen, ein wenig schneien, flocken.
 
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fänken, accendere, mhd. venken vancte:

wirt minnen fewer gevenket.
Albr. Tit. 31, 2;

gelîch dem fewer, daʒ sich von kleine venket. 495, 4.

 

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