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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fangschürze bis fangzeug (Bd. 3, Sp. 1316 bis 1317)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fangschürze, f. bergmännisch, die kette am schachtgestänge.
 
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fangspiel, n. siehe fangstein.
 
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fangstahl, m. setzt Voss irgendwo für fangeisen.
 
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fangstein, m. ein jeder stein beim datschelspiel (2, 826), weil er vom spielenden, der ihn in die höhe wirft, mit der hand wieder aufgefangen werden musz. in der Wetterau datschstein. hochdeutscher ist zu schreiben tatschspiel (s. DWB tatschen, tätscheln). am anschaulichsten hat Ernst Meier in seinen schwäbischen kinderspielen s. 145—147 das auftätscherles, auftätzeles oder steinles geschildert, es wird fast nur von mädchen gespielt und nach verschiedner weise. gewöhnlich dienen dazu fünf glatte steinchen, unter welchen jedoch eins gröszer und kugelförmiger zu sein pflegt; bald heiszen sie alle fangsteine, bald nur der gröszere, wie er auch hopper, hacker, dopser oder schlägerin genannt wird. die vier kleineren wirft das kind auf den boden neben sich, so dasz sie nicht allzu weit auseinander liegen, und den fangstein in die höhe; während er fliegt, müssen die übrigen flink in die hand gestrichen und der aufgeworfne dazu gefangen werden, ohne dasz

[Bd. 3, Sp. 1317]


einer niederfällt. es kann auch erst ein stein hinzugenommen und mit dem fangstein in die luft geworfen werden und so allmälich der zweite, dritte, vierte, bis sie alle zusammen aufgefangen sind. alles aber geschieht mit einer und derselben hand und die andere (linke) darf sich nicht einmischen. zuweilen läszt man den fangstein durch die gekrümmten letzten finger gleiten, und er heiszt dann in der Wetterau 'eileger'. zwar kann sich ein einzelnes mädchen mit dem spiel ergetzen, meistens spielen mehrere zusammen und kommen nach einander an die reihe, wie verschiedne gänge des spiels abwechseln und besondere namen führen. Rochholz kindersp. 391 leitet das auftätscherles von einem ballspiel, balledätsche her, so dasz arme kinder statt der bälle steinchen genommen haben müsten; umgekehrt scheint die vornehme welt ihr fangballes dem einfacheren steinles abgesehn zu haben. im arabischen heiszt das spiel lakud d. i. fangen. bei uns führt es noch manche andere namen, vgl. DWB knöcheln, DWB entschnicken.
 
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fangstrick, m. laqueus, tendicula, fange.
 
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fangvogel, m. avis rapax, habicht, stoszvogel.
 
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fangwald, m. silva aucupis: im fangwalde seines vaters stand ein einsames jägerhaus. J. P. Fibel 37 (53).
 
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fangwanze, f. cimex erosus.
 
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fangweise, f. modus aucupandi: eine andere jahrszeit brachte Gotthelfen wieder andere freuden, nemlich andere vögel und fangweisen derselben. Fibel 14 (21).
 
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fangzahn, m. dens praedae capiendae. bildlich, in dieser rücksicht sind verschiedene finger fangzähne des gewinstes. teufelsp. 1, 75, vgl. die unter fangeisen ausgehobene stelle.
 
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fangzeug, n. instrumenta piscatoria:

bald war nahe der holm, wo netz und hamen auf gaffeln
trockneten, und für die nacht fangzeug auslegte der fischer. Luise a. l. h. 57.

 

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1) erwandern
 ... erwandern , invenire, experiri, wie erfahren sp. 789. 790: