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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
faltenreich bis falter (Bd. 3, Sp. 1301 bis 1302)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) faltenreich, sinuosus, rugosus: als sie nach farbe und pinsel grif und ein faltenreiches gewand mit soviel reinlichkeit als geschicklichkeit anlegte (zeichnete). Göthe 17, 217.
 
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faltenrock, m. was faltenjuppe.
 
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faltenschlag, m.
1) sinuum adornandorum ratio: der künstler fand für gut, einen theil dieses mantels über den einen schenkel zu werfen, um einen schönen faltenschlag zu zeigen. Winkelmann 5, 36; da nun der faltenschlag nach den ältesten und folgenden zeiten der kunst verschieden ist. 5, 47.
2) der faltenfall selbst, die art und weise wie die falten am gewande fallen: alle die schönen formen, die ich aus jedem faltenschlag ihres florkleides mir abzog. Thümmel 3, 75 vgl. 3, 557. 4, 158; der vortheilhafte faltenschlag ihres halstuchs. 6, 33; der faltenschlag ist sehr zierlich. auch fehlt es nicht an schönem faltenschlag. Göthe 44, 87; der flatternde mantel von sehr gutem faltenschlage. 44, 89. die belege zeigen, dasz sich beide bedeutungen des kunstmäszigen und natürlichen faltenschlags mischen oder schwer zu sondern sind. falten werden geschlagen und das kleid schlägt sie selbst.
 
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faltenschwamm, m. agaricus plicatus, ein pilz mit inwendig gefaltenem kopf.
 
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faltenträger, m. lacerta plica.
 
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faltenvoll, plenus sinuum, rugarum.
 
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faltenwalze, f. voluta plicaria, eine muschel.
 
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faltenweise, adv. plicatim, laciniatim, in falten
 
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faltenwurf, m. wie faltenschlag: ein reicher faltenwurf; die schöne mode, dasz die weiber durch einen kleinen faltenwurf ihre wade vorzeigen. J. P. Tit. 1, 67. figürlich, wie der himmel den faltenwurf seiner wolken versuchte und färbte. uns. loge 3, 76; so steht sie am rande der erde und blickt

[Bd. 3, Sp. 1302]


ihren groszen vor ihr stehenden frühling an, dessen faltenwurf thäler sind.
 
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falter, m. papilio, weil er ruhig sitzend die flügel faltet, wie man ein zelt (it. padiglione, sp. pabellon, fr. pavillon) entfaltet, passenderer name als schmetterling. vgl. DWB tagfalter, DWB nachtfalter, DWB sommerfalter, fenchelfalter, weinfalter, besonders aber zweifalter und feifalter, fifalter, wo mehr gesagt werden soll. Henisch, Stieler, Steinbach, Frisch haben noch kein falter, doch nach Schm. 1, 530 leben feurfalter, beinfalter, weinfalter u. s. w. unterm volk, vgl. Schmid 175.
 
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falter, n. abgeschwächtes fallthor, oft in wetterauischen urkunden, z. b. ein schlosselicht (einen schlüssel bildender) acker, vor dem obersten falter gelegen. Polgönser kirchenacten von 1569 s. 11; von der hobreide bei dem falter zu Kirchguns. ebenda s. 32.

 

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1) erwandern
 ... erwandern , invenire, experiri, wie erfahren sp. 789. 790: