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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fallübel bis falmisch (Bd. 3, Sp. 1291)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fallübel, n. epilepsia, das fallende übel, weh, Stieler: denn auch die Deudschen sagen, das fallübel gehe den an, ders besser macht, denn er kan. Luther 6, 146a; und nachdem er das fallübel oder die fallende seuche hatte. 8, 28a; was hastu mich zu lehren? lehre deine kinder und hab dir das fallübel umb dein angesicht! Alberus Esop s. 13;

du werst werth ... dasz ich
mein scharpfe zän an dir versucht
und dir das fallend ubel flucht. s. 78;

und zusammengezogen:

komm dich das falbel an! 47.

vorhin sp. 1268 hatten wir falbel m. in einer mehr dunkeln bedeutung. vgl. DWB fallend übel 1286.
 
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fallung, f. lapsus, ahd. fallunga: dieweil unser seele wol von im (gott) abweichen kan und sich zur sünde begeben, on gleichwol schwerliche vergreifung oder fallung in den zorn gottes. bienenk. 105b. bei Stieler 420 debilitas, labefactatio, solutionis dies.
 
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fällung, f. caesura, erlegung, tödtung.
1) fällung des holzes, der bäume, des ankers, der menschen und thiere:

ein vellunge und ein gift.
Teichner 32.


2) fällung des urtheils, spruches.
3) praecipitatio, fällung der eisentheile, die in allem thierblute enthalten sind. Kant 10, 37.
 
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fällungsmittel, n. praecipitans.
 
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fallversuch, m. versuch über das fallen der körper: Benzenbergs fallversuche. Brandes vorl. über die astronomie 1, v.
 
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fallwasser, n. decidens aqua. Stieler 2444. wasserfall.
 
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fallwild, fallwildpret, n. umgekommnes wild, besonders im winter und zumal von rehen geltend. im Zillerthal heiszt der steinbock fallwild.
 
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fallwind, m. landwind, der heftig zwischen bergen herfällt.
 
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fallwunde, f. laesio ex casu, durch einen fall verursachte wunde. Stieler 1388. vgl. fällig 4.
 
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fällzeit, f. die jahreszeit in welcher das holz gefällt wird. als beste fällzeit bezeichnet man die wintermonate, nemlich den november, december, januar:

wer sein holz im winter fällt,
dem sein gebäude zehnfach hält.


 
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falmisch, f. favilla. Henisch 991, 35 entstellt aus falwisch, ahd. falawisca, mhd. valwische, die fahle, glimmende asche. vgl. m für w in mir für wir, schwäb. mo, morum für wo, worum, Muot für Wuot. bei Schottel 1312 falmsch.

 

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1) erwandern
 ... erwandern , invenire, experiri, wie erfahren sp. 789. 790: