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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fällbarkeit bis fällchen (Bd. 3, Sp. 1276 bis 1277)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fällbarkeit, f. beschaffenheit der bäume.
 
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fallbaum, m.
1) starker, gespitzter baum zum sperren.
2) ein baum neben dem vogelherd, worauf die vögel fallen = sich setzen können.
 
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fallbeil, n. machina capitibus detruncandis, guillotine, ein werkzeug mit fallender schneide zur enthauptung. schw. fallbila f. das wort findet sich aber schon früher, in anderm sinn:

so bald die uhr ausläuft, fällt auch mein fallbeil ein.
Lohenstein Cleop. 80, 795;

hängt fallbeil in das schlafgemach. 102, 676.


 
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fallbereit, zum fall bereit, fallfertig.
 
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fallblock, m. rammklotz (1, 1124).
 
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fallblume, f. papaver caducum, wilder mohn, wozu sich ir. codlainean, gal. codalan papaver vergleicht von cadaim, cado, weil der mohn in schlaf fallen macht.
 
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fallbock, m. dasselbe, wie fallblock: das bürgerliche leben, in dem sich der arme expeditionsrath von Mensch herumtreibt, bis ihn der fallbock des pflasterers (tod) auf den morastigen drehplatz einrammt. J. P. Hesp. 3, 64.
 
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fallbret, n. asser mobilis, das niedergelassen werden kann, um zu sinken und sperren, oder aufgelassen, um zu fangen: alleine die sicherheit einer herschaft auf reichthum bauen, halte ich vor eine grosze eitelkeit, weil dieses so vieler mächtigen reiche fallbret, armuth aber des so groszen römischen grundfeste gewesen ist. Lohenstein Arm. 1, 179; rückte darmit recht gegen das ihm gestellte fallbret. 1, 956; dasz sie auf ein fallbret treten würden. 1, 1045; der grundstein des eigennutzes ist insgemein ein fallbret des gemeinen. 1, 1155; dasz wir in unser eigen unglück auf der post rennen und über auszimmerung unseres eigenen fallbrets schwitzen. 1, 1275;

es braucht da keinen zauberkreis,
noch zauberrauch, noch zauberworte,
noch fallbret, noch geheime pforte.
Wieland 9, 151.


 
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fallbrücke, f. pons versatilis, ziehbrücke, zugbrücke, engl. drawbridge, nnl. vallebrug: aber sie trauten nicht mehr auf

[Bd. 3, Sp. 1277]


diese fallbrücke zu treten. Lohenst. Arm. 1, 984; David ging auf dem dache seines hauses spaziren, um frische luft zu schöpfen und siehe, der teufel hatte ihm eine fallbrücke bereitet, dasz er einen schweren fall that mit der Bathseba. Scriver seelensch. 1, 895;

het meisje al over de vallebrug reed,
het buideltje van haar zijde gleed,
het zonk al na den gronde;

läge mir noch viel an seiner gunst, so hätte ich den auftrag sie zu begleiten in keinem fall angenommen, er ist eine fallbrücke. Arnim 2, 338.
 
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fallbund, m. munimentum capitis, fallhut:

und sah dich gleich ein dorf in kapp und fallbund gehn.
J. E. Schlegel 4, 118.

s. bund 1.
 
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fällchen, n. bergmännisch, erz, das in nestern oder nieren (klüften und fällen) bricht, nicht in den groszen gängen. s. DWB fall 1, h.

 

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 ... erwandern , invenire, experiri, wie erfahren sp. 789. 790: