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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
eulenart bis eulengeschlecht (Bd. 3, Sp. 1194)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) eulenart, f.

Rousseau,
der stets verfolgt von einer hohen grille,
nach eulenart, der mitternächte stille
und Lunens schein nach Platos art genosz.
Thümmel 3, 318.


 
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eulenauge, n. das funkelnde auge der eule, wonach Athene γλαυκῶπις, dann aber auch das geblendete, blinzende: mhd.

unser hërzen stênt gên gotes tougen,
als gên der sunnen iulen ougen. Renner 18633;

nhd. zur sonne schaut der aar mit muth,
die weh dem eulenauge thut.
Rückert ges. ged. 2, 447.


 
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eulenbad, n.

nun war ihn klent (beschmiert) kopf, lend und brust,
das sich ihr jeder ducken must
unters wasser, den dreck abwusch,
ein jeder zittert und sprach husch, husch!
der glaser sah das als gerad
und schrei 'gsegn euch das ewlenbad!'
H. Sachs II. 4, 80d.


 
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eulenbart, m. scrophulae cicatrices sub mento.
 
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eulenbeisze, f. jagd mit eulen:

der eulenpaisz wil ich geraten.
H. Sachs I, 517a.


 
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eulenfist, m.

heisz Ott Eulenvist vom Pirntan. fastn. 818, 35.


 
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eulenflucht, f. crepusculum, tempus quo evolant noctuae phalaenaeque, für eulenflug: in der ulenflucht kam ek erst weer in. Schambach 239a; in der späten eulenflucht zu ihm gieng. Celanders verliebter student. 1709 s. 12. nnl. uilenvlugt. ein westfälischer volksreim lautet:

det obends in der ulen (zeit, flucht)
dan spinnet de fulen,
dan geit dat rad klip und klap,
dan hedden se geren upn haspel wat.

man nennt auch eulenflucht das dreieckige loch unter der giebelspitze des hauses, wo die eule ihren aus und eingang hat, vgl. Petersen die pferdeköpfe auf bauerhäusern s. 15.
 
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eulenflug, m. volatus noctuae, welcher schwer, aber sehr leise ist:

begraben hort, verborgen sin dër wërlte frumt
alsam der iuweln fluc. MS. 2, 174a;

das zerrbild meines ichs,
das gestern Morpheus mir, in schwerem eulenflug,
gleich einem savoyard auf seinem breiten rücken,
als wärs ein murmelthier in träumendem entzücken,
mit mohn bekränzt, vorüber trug.
Thümmel 5, 282.


 
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eulenflügel, m. ala noctuae:

um den geist des trübsinns zu beschwören,
der, wenn die flur in dumpfer stille traurt,
im schneegewölk mit eulenflügeln laurt.
Wieland 23, 99;

otterzungen, stacheligel,
eidechspfoten, eulenflügel,
zaubers halber, werth der müh,
sied und koch die höllenbrüh.
Schiller 572b.


 
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eulengebühr, f. loch, das der eule unterm giebel gelassen wird. Petersen a. a. o. 16.
 
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eulengeschlecht, n., eulenart: sie halten sich bei ihrer unwissenheit für glücklich, sie scheuen das licht der gelehrsamkeit. 'das eulengeschlecht!' Lessing 1, 250;

o wie viel neue feinde der wahrheit! mir blutet die seele,
seh ich das eulengeschlecht, das zu dem lichte sich drängt.
Schiller 93b.

 

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