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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
taubenzärtlichkeit bis täuberling (Bd. 21, Sp. 177 bis 178)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) taubenzärtlichkeit, f. zärtlichkeit der oder wie der tauben:

der friede lauscht im grün der blätter,
von taubenzärtlichkeit umgirrt.
Tiedge werke 5, 14;

man sah die leutchen, die sich jetzt
katzbalgten wie ergrimmte drachen,
nach sieben stunden unverletzt
mit taubenzärtlichkeit erwachen.
Langbein ged. 2, 18.


 
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taubenzecke, f. argas marginatus, sitzt häufig auf jungen tauben, denen sie das blut aussaugt. Oken 5, 664.
 
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taubenzeit, f.:

die taubenzeit ist's und ihr girren,
ich fühle taubenflügel schwirren!
A. Grün ges. werke 4, 121.


 
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taubenzucht, f. das züchten von tauben Hagedorn 2, 72.
 
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taubenzug, m., mnd. dûventugge (Schiller-Lübben 1, 607a), starker zug im trinken, vgl. DWB taubenschluck, -trunk:

nün dubenzüg, und ein bapphart
das ist mit drinken ietz die art.
S. Brant 110a, 96;

er hat einen taubenzug gethan, das ihm die augen ubergehen. Mathesius Sar. 100a; der bawr thet einen guten taubenzug in den malvasier. Kirchhof wendunm. 2, 280 (3, 9) Österley; bis ich sahe, dasz die köchin einen hertzerquickenden taubenzg aus einem groszen irdenen hafen that. Simpl. 3, 325, 3 Kurz.
 
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tauber, täuber, m., von taube abgeleitet (vgl. DWB ganser 2): mhd. tûber tiuber (dûber Mone zeitschr. 4, 232, 49, kirchtûber oder -tiuber Renner 7020), mnd. duffer, die männliche taube, columbus (tuber, tauber, teuber) Dief. 134c, vergl. täuberich, taubert, täubner; s. auch die belege bei täubin: die täuber sind etwas stolz und unbillich, werfen vielmal einen argwohn auf die tauben. Heyden Plin. 405; der tauber setzt sich auf den mittag über die eier. Colerus 2, 520b; wie die tauben sich ... mit ihrem tauber oder bräutigam versöhnen. Albertinus hirnschleifer 395; täuber Rädlein 868b;

(der falke) sieht in einer gruft
des treuen taubers lust, die schönste turteltaube.
Hagedorn 2, 138;

es sei hun, täuber oder han.
Lichtwer 144 (4, 4);

auf dem mosichten dach girrt schon der buhlende tauber.
Zachariä (1767) 4, 10;

wo schon der auerhahn und taube
in dem december girrt und balzt.
Thümmel reise 1 (1771), 235;

[Bd. 21, Sp. 178]


so girret und klagt der dauber. Geszner 2, 22; sie sieht einer hexe ähnlicher als eine taube ihrem tauber. Wieland 11, 226;

und die tauber laufen so
hinter ihre täubchen her.
Göckingk lieder zweier liebenden (1777) 15;

flügelschläge von dem weibchen
trägt des taubers frommer sinn.
Bürger (1778) 32;

(die turteltaube) vergiszt allen kummer in ihres taubers schoos.
F. Müller 1, 199;

wo die taub' in stillen buchen
ihren tauber sich erwählt.
J. G. Jacobi 3, 164;

während der paarungszeit bewirbt sich der tauber sehr eifrig um die gunst der taube, ruckst, girrt u. s. w. Brehm thierl. 4, 259; sprichwörtlich:

wer sein hausz halten wil gar sauber,
ht sich vor pfaffen und vor tauber (vgl. DWB taube 2).
H. Sachs 17, 187, 14.

übertragen:

ach secht den schön saubern zarten,
den gebosten tauber (gecken), den nerrischen fatzn.
Ayrer 2771, 20.


 
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tauberer, m. was tauber und eine erweiterung desselben. Schm.2 1, 579. vgl. DWB ganserer.
 
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täuberich, m., mnd. dûverich (Schiller-Lübben 1, 607a), was tauber und eine erweiterung desselben, vergl. gänserich: gleicht er nicht einem satten täuberich, der mit vollem kropf auf dem kornkasten sitzt? Freytag ges. werke 10, 24; euphemistisch hol mich der täubrich (der teufel, vgl. DWB kukuk II, 3) Hermes Soph. 6, 309. Wander sprichw. 4, 1047.
 
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tauberich, täuberich, m. eine erweiterung von tauber (der taube): der was stumm und ein touberich und was daz blind, ... das ist der hett bei im ein teufel und der selb teufel hatt in stumm, toub und blindt gemacht. Keisersberg post. 2, 53a; do warde er (Zacharias) z einem stummen und daz z einem töuberich, also das er weder reden noch hören kond. 4, 3b; wer aber .. seinen brder lesteret und im spricht, du narr, du gouch, du schelm, du tummer esel, töuberich (s. däuberich th. 2, 830). 3, 57b. vgl. das zweite täubin.
 
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täuberisch, adj. einem tauber angehörend, eigen: erst bittet er (tauber) sanft und liebreich, dann redet er ernsthafter, und .. gebietet mit einem täuberischen tone. Gellert (1839) 4, 185. vgl. taubisch.
 
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täuberling, m., bair. was täubling (pilz) Schm.2 1, 580.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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