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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tatsch bis tattel (Bd. 21, Sp. 160)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) tatsch, interj. zur bezeichnung eines klatschenden schlages oder falles: tatsch! tatsch! unw. doctor 336.
 
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tatsch, tätsch, m. was datsch th. 2, 825; kärnt. tatsch (der breite schlag mit der hand, schall, breiartige masse, dummer mensch) Lexer 53, schweiz. tätsch, einfältige person Gotthelf Uli der knecht (1854) 252 u. öfter, vgl. DWB totsch, DWB tost.
 
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tatsche, f. mit palatalem tsch statt tz, was tatze (vgl. Weinhold bair. gr. § 150, alem. gr. § 192) Stieler 2260. Alberus r 3a. Spiesz 252. Albrecht 221b. Weinhold schles. wörterb. 97b: gerathen mit jagen den wilden rasenden thiren in die pfoten und tatschen. podagramm. trostbüchlein (1577) K 4a.
 
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tätscheln, s. DWB dätscheln th. 2, 825 f.: er halst und küszt in, tätschelt in. Fischart Garg. 136a; die schneiderin tetschelet dem bock das euter. Simpl. 4, 254, 3 Keller; der tätschelnde vater reichte seinem sohne die schleckerei. Musäus 4, 140; da ihm .. ein niedliches kammermädchen .. die backen tätschelt. Lichtenberg 3, 241;

wen das glück zu weichlich tätschelt,
wird zuletzt es bitter büszen.
Rückert 2, 397;

früher auch täschtlen, tetstlen (vgl.tasteln): begirlich er die fünf linien der liebin erzelet: sehen, mitreden, täschtlen, nach dem kusz das förschlen (zugleich ein älterer beleg für förscheln). Terent. deutsch (1499) 47b;

wie dasz ein alter groppler sei,
die weiber thetstlen kann so frei.
Frischlein Susanna 271.


 
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tätschelspiel, s. datschelspiel theil 2, 826; die aus den memoiren des ritters v. Lang (1, 35) citierte stelle lautet: ... so griff man zum tätschelspiel. jedes kind hatte einen haufen kiesel vor sich; der reihe nach war nun einem jeden erlaubt einen stein etwas in die höhe zu werfen, mit derselben hand einen stein vom haufen des andern hinweg zu nehmen und mit ihr im nämlichen augenblick den zurückfallenden stein noch aufzufangen, welches auf kosten des fremden steinhaufens so lange fortgesetzt werden durfte, bis einmal ein wurf miszlang. vgl. Lexer kärnt. wb. 240.
 
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tätschelung, f. das tätscheln Stieler 2260.
 
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tatschen, verb., s. DWB antatschen theil 1, 497; tatschen für tasten Stieler 2259, schles. tâtschen Weinh. 97b. vgl. DWB taschen.
 
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tätschig, adj. weich wie ein tätsch: will ich etwas gehässiges und gräszliches anzeigen, so musz ich ja auch ein rauhes und barsches wort dazu gebrauchen, sonst wird die rede tätschig und weibisch. Reiske Thucyd. vorr.
 
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tätschler, m. einer der tätschelt Stieler 2260.
 
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tatta, tatte, tate, m. der vater, ein in den indogermanischen sprachen unverschoben erhaltenes und weitverbreitetes kinderwort, s. darüber Grimm gesch. der deutschen sprache 272.
 
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tattel, s. DWB dattel theil 2, 826 (als er nun einen sack mit tatteln und mandeln fand. Luther tischr. 45. Waldis Esop 3, 38, 10).

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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