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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
täschler bis tasteln (Bd. 21, Sp. 155 bis 156)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) täschler, m., spätmhd. teschler was täschner Beheim buch von den Wienern 40, 11. 31.
 
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täschner, m., früher taschner (Lexer 2, 1407), taschenmacher, marsupiarius Stieler 2259, täschner Aler 1874a. Jacobsson 4, 376a; täschnerkram, -laden Ludwig 1943.
 
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täschnerin, f. taschenmacherin oder frau eines täschners, taschnerinn Stieler 2259.
 
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tase, f. und tause, schweiz. was dause, tanse Stalder 1, 274.
 
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tasig, täsig, s. däsig.
 
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tasse, f. kleine (leere oder gefüllte) trinkschale zu kaffee, thee u. s. w., aus franz. tasse, span. taza, ital. tazza (davon bair. tatze Schm.2 1, 635, bei Stieler tatse), vom arab. 'tassuh napf, becken, und dieses von 'tassa eintauchen Diez4 318: die tassen ist ein trinkgeschirr oder schalen. Maaler 399a; silberne, vergüldte tasse. Stieler 2259; in unsern tassen oder schallen darf niemand drinken. Elis. Charl. (1879) 38; ich hatte einen glüenden wein bereitet, von welchem er 4 oder 5 tassen (voll) zu sich nahm. Felsenburg 2, 303; eine tasse kaffee trinken. Göthe 15, 15; er bemerkte auf dem tische eine doppelte portion caffee und zwei tassen. 25, 262;

er schlürft acht tassen aus.
Bürger (1778) 135;

und wenn die liebe hand sich ausgestreckt,
wird sie die (thee-)tasse nun zum munde lenken.
Rückert 2, 244;

ihre augen sehen aus wie zwei tassen schwarzer kaffee. H. Heine 1, 305; eine tasse mit brühe (oder eine tasse brühe). Freytag ges. werke 6, 351; dem besuchenden werden schälchen kaffee vorgesetzt, noch ist es brauch, zur dritten und vierten tasse zu nöthigen. 17, 12. vgl.ober-, DWB untertasse.

[Bd. 21, Sp. 156]



Zusammensetzungen: tassen förmig, pateriformis Nemnich 3, 590; das mit einem weiszen tuch belegte und tassen geschmückte klavier. Auerbach ges. schriften 14, 130; tassenglöcklein, schweiz. tassenglöggli, obertasse. schweiz. idiot. 2, 618, tassengupf m. dasselbe 2, 392, vgl. DWB köpfchen; tassenhenkel, den die mädchen abbrechen. Freytag ges. werke 7, 313; tassenköpfchen, obertasse Spiesz henneb. idiot. 252; tassenpaar (vorher zwei tassen) Göthe 25, 262; ein mit tassenringeln und dintenflecken übersäeter schreibtisch. Matthisson schriften 6, 328; tassenschälchen, hannöverisch die untertasse.
 
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tast, s. DWB test und DWB antast.
 
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tastbar, adj. was getastet werden kann: die farbe ist nicht, weil sie nicht getastet werden kann, oder sie ist nur insofern, als sie allenfalls tastbar werden könnte. Göthe 53, 18; das wesen dieser (plastischen) kunst ist dargestellte, tastbare wahrheit. Herder lit. 11, 252; davon die tastbarkeit.
 
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taste, f. werkzeug zum tasten, finger- oder griffbrettchen an clavieren u. s. w., gewöhnlich im plural (ital. tasti): bei einigen werden diese tasten schlüssel genennet (s. klave th. 5, 1040), weil sie durch berührung der saiten den laut gleichsam aufschlieszen, besser aber scheint es man nenne sie tasten, weil sie begriffen und betastet werden. Mattheson kleine generalbaszschule 69; die langen tasten sind gemeiniglich von schönem ausländischen brasilien- oder ebenholz gemacht und die kurzen, die etwas erhaben über den langen liegen, sind gemeiniglich mit elfenbein belegt. Jacobsson 4, 376b; sie haben lernen müssen die tasten zu treffen und auf den saiten herumzuspringen. Göthe 36, 34; seine stimme ging wie der wind, und seine finger flatterten über den tasten. 36; er probirte erst die einzelnen töne und tasten. Heinse Hildeg. (1857) 43; Franz Liszt hatte sich ans fortepiano drängen lassen, strich seine haare aufwärts über die geniale stirn, und lieferte eine seiner brillantesten schlachten. die tasten schienen zu bluten. H. Heine 4, 267. bildlich: wie traurig! dasz an diesem harmonisch gestimmten klaviere (dem talentvollen studenten) sich doch zuletzt eine taste (die intoleranz) fand, welche nicht ansprach. Matthisson schriften 2, 78.
 
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tasteln, verb. ein wenig oder leicht tasten, s. betasteln Lexer nachtr. 74 und vgl. täschtlen bei tätscheln; scherzhaft für klavierspielen: da ich denke, dasz ihr ... wieder tasteln und singen werdet. Göthe an Zelter 193 (2, 79).

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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