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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
taschenspielerin bis tascher (Bd. 21, Sp. 154 bis 155)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) taschenspielerin, f. praestigiatrix Hederich 2198; taschenspielerin heiszen diejenigen im lande herum vagirenden und auf die jahr-märkte reisenden liederlichen weibes-bilder, so dergleichen wunderliche profession treiben und denen zuschauern allerhand blendwerk durch ihre kunst und geschwindigkeit, sowohl mit der karten als auch andern darzu verfertigten künstlichen instrumenten vormachen. Amaranthes frauenzimmerlex. 1981.
 
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taschenspielerisch, adj. und adv. nach der art eines taschenspielers: taschenspielerische operazionen. Wieland 36, 145; (die experimente) sind complicirt, wodurch sie sich der beurtheilung entziehen und also durchaus taschenspielerisch. Göthe 54, 128; wie captiös und taschenspielerisch dieser versuch angegeben worden. 59, 28; taschen- und wortspielerische geschwindigkeit der sprache. J. Paul vorschule 2, 10.
 
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taschenspielkunst, f. die kunst des taschenspiels, vgl. taschenspielerkunst: vielvermehrte hocus pocus, taschenspiel-kunst (1668). Alemannia 17, 70.
 
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taschenstein, m. oder taschenmuschelstein, periodilithi, kleine muscheln, welche die gestalt einer patrontasche haben. Nemnich 2, 911.
 
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taschenterzerol, n., vgl. taschenpistole, -puffer: auf dem tische lag .. ein niedliches, kostbar ausgelegtes taschenterzerol mit zwei läufen. Freytag ges. werke 4, 403.
 
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taschentuch, n. was sack-, nas-, schnupftuch: sie hat ihm selbst ein taschentuch gesäumt und gestickt. Freytag ges. werke 6, 303;

dasz ich sehnsuchtsthränen wollte
trocknen mit dem taschentuch.
H. Heine buch der lieder 16 neudruck:

demin. Christel wickelte den blutenden stieglitz behutsam in sein kleines weiszes taschentüchlein und trug ihn davon. Holtei Lammf.2 2, 30.
 
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taschenuhr, f. eine kleine uhr die man in der tasche trägt, sackuhr Jacobsson 4, 373a: der würdige Semler erwarb erst, als er bereits professor war, durch beihilfe eines buchhändlers seine silberne taschenuhr; er klagt um 1780, dasz damals schon jeder magister, ja jeder student eine solche uhr haben müsse; jetzt erhält in familien von ähnlicher lage der quartaner eine silberne, der student eine goldne. Freytag ges. werke 21, 138;

er griff wohl zehnmal in die ficken
und guckte nach der taschenuhr.
Günther 166;

du klagst, er habe dir die taschen - uhr entführt.
Stoppe ged. 2, 105;

(er) gehört zu jenen menschen, welche sich
zu leben nach der taschenuhr gewöhnt (pünktlich zu leben).
Platen 3, 228;

du ordentlicher, bedächtlicher, der die ganze welt nach seiner taschenuhr stellen möchte. Tieck 4, 53; bildlich: kinder sind

[Bd. 21, Sp. 155]


taschenuhren von Forrer, die sich selber aufziehen, wenn man blos mit ihnen geht. J. Paul Lev. 1, 105.
 
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taschenwein, m.: do (in Cypern) wechset gemeinlichen der beste und sterkste wyn den die werlt hat. do legit man brot inn wyn und lesset das zwier oder drei stunt getrocknen an der sonnen, unde das brot stecket her in seine tasche, unde wenn her denn trinken wil, so bricht her des brotis einen bissen in wasser, unde obir eine cleine weile so hadt her guten starken wyn dorvon, dis ist der taschenwyn. Rothe dür. chron. cap. 559 s. 471.
 
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taschenwerk, n. 1) das gewerbe eines täschners: eʒ sol nimant taschenwerk wurken (ausüben), er sei dann purger oder hab purkreht empfangen. Nürnb. polizeiordn. 166 (14. jh.). 2) was paternosterwerk (vgl. DWB taschenkunst) Eggers kriegslex. 2, 364. 3) 'ein gehäus von starkem eisen mit unterschiedlichen rädern, in welchem die münzstöcke befestigt und darauf das geld gepräget wird' Hübner naturlex. 1838.
 
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taschenwörterbuch, n. wörterbuch in taschenformat: geographisches taschenwörterbuch (Leipzig 1807). Göthe tageb. 3, 349 Weim.
 
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tascher, m. salzburgisch ein unbehilflicher mensch Fromm. 3, 343, bair.-östr. ein guter tascher, ein gutmütiger, doch unbehilflicher mensch Schm.3 1, 627. Lexer kärnt. wb, 53. Schöpf 738. vgl. DWB tasche m. und taschen.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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