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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
täschchen bis taschenausgabe (Bd. 21, Sp. 147 bis 151)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) täschchen, n., demin. zu tasche, vergl. täschlein: am gürtel trugen die damen ein täschchen (aumosnière), in dem sie geld oder wohlgerüche aufbewahrten. Schultz höf. leben2 1, 277, vgl. Weinhold die deutschen frauen2 2, 286;

ich führe hier im täschchen
fläschchen von allerlei blumensaft.
Rückert 3, 412;

postgeld und trinkgeld wurden aus den täschchen rechts und links bequem und reichlich bezahlt. Göthe 23, 96; ungewöhnlich statt taschenbuch, vgl. brieftasche:

durch vermittlung einer theuern
geht ein täschchen bis zur Elbe. 4, 115 u. anmerk. s. 185.


 
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tasche, f. , früher und noch mundartlich auch (mit unechtem umlaut) täsche; ahd. taska dasca dasga tascha, mhd. tasche tesche (Weinhold al. gr. § 15), altn. taska, mnd. taske tasche, mnl. tassche, tessche, nnl. tasche tesche und tas tes (Kramer 211b); die ursprüngliche heimat des wortes, sein verhältnis zum gleichbedeutenden ital. tasca sowie die geschichte seiner weitern verbreitung kennen wir nicht (Kluge4 351a); unsichere vermutungen s. bei Grimm gesch. d. d. sprache 386 und Diez4 317.
1) ein beutel- oder sackförmiger tragbehälter (aus zeug, leder u. s. w.) an kleidungsstücken oder zum tragen, an- und umhängen, gewöhnlich näher bestimmt durch zusammensetzung (arbeits-, brief-, brot-, brust-, gaukel-, geld-, gürtel-, hirten-, hosen-, jagd-, kleider-, mantel-, pilger-, reise-, rock-, sattel-, seitentasche u. a.).
ahd. tasca u. s. w. pera, cistella, mantica, cassidile, sistarcia, capsella Graff 5, 460:

sô wer sekil .. eigi,ni sî imo thui ginuage,
.... neme thia dasgun thârmit.
Otfrid 4, 14, 6 (Luc. 22, 36);

(speise,) die du vil sanfte füerestmit ir in der taschen dîn. Wolfdietr. A 498, 3;

den lîm er dô begunde
her vür ûʒ sîner teschen nemen.
Konrad tr. kr. 9723;

durch heln ich taschen (pilgertasche) unde stap
sâ nam (ein priester mir daʒ gap),
als ich ze Rôme wolde varn.
Lichtenstein 160, 13, vgl.
Schultz höf. leben2 1, 524;

der gaukeler sprichet wider in die taschen. Renner 22500;

ob dem (naschhaften) an ende lære wirt sîn taschen.
Hadamar jagd 399, 7;

frühnhd. do rackete im der brief us der deschen. Königshofen 430, 2; do nam herr Tristrant an sich grae kleider, als ein bilgram, dartz taschen unde stab. Tristr. 160, 12 Pfaff;

er nam das gelt, liesz mir die tasch.
Wolkenstein 5, 3, 10;

ir gurt dan die taschen al ab. fastn. sp. 188, 20;

und weil ich so umb si wird naschen,
raumpt si mir hinten ausz der taschen. 339, 29;

auch hab ich nadeln, pursten und kam,
fingerhut, taschen und nestel vil. 477, 26;

[Bd. 21, Sp. 148]



ich greif in mein taschen geschwind
und gib euch sicher was ich vind. 578, 17;

(ihr seid) notig in der herberg und in der taschen. 651, 3;

nhd. David thet sein hand in die taschen und nam einen stein daraus. 1 Sam. 17, 49; ir solt ... keine taschen zur wegfart haben. Matth. 10, 10, vgl. Marc. 6, 8. Luc. 10, 4; so oft ich euch gesand habe on beutel, on taschen. Luc. 22, 35; der reuter fand ein taschen bei dem bette ligen, da findet er brief drin. Luther 3, 131a; ob er (taschenmacher) im wolt ein grosze hübsche deschen machen. Eulenspiegel 91 (59) neudruck;

seckl und teschen thuet zueschlieszen.
Raber Sterzinger spiele 6, 8;

so er doch hat kein (vom geld) schwere tesch.
Murner narrenbeschw. 69, 15;

die tasch ich zum gelt gewunnen hab.
Schmelzl verl. sohn 21b;

hastu vil gulden in der täschen,
die kan sie dir schon uszher näschen.
Gengenbach gouchm. 1017;

(du) kanst mir auch mein taschen leren.
Weller dicht. des 16. jh. 38;

das sie (die huren) dir raumen deine taschen.
H. Sachs 3, 67, 13;

da wurd im erst geraumbt die daschen. 5, 142, 5;

er hat (aus Italien) ain lere daschen bracht. Zimm. chr.2 1, 243, 13, vgl.
Birlinger 198a;

(er nahm ihm) ein gulden verborgenlicher weise uszer der deschen. 2, 81, 24; es geet wol hin, den kaufleuten die deschen schütlen, aber allain am leben solt ir inen nichts thon. 394, 26;

es ist ain klaine not,
vill pfennig in der täschen. 4, 219, 11;

das gelt (gieng) ausz der täschen. Fischart Garg. 50a; was soll mirs gelt in der täschen. 90b; ausz der täschen kippen, stälen, manticulari Maaler 397d;

da hab ich sie (briefe) in meiner taschen.
Ayrer 370, 16;

die (hirten-)tasch ist noch versehn
mit frucht vor dich und mich.
Gryphius trauersp. 352 Palm;

aus der tasche spielen, ex laxa pera quidlibet protrahere ludificandis sensibus Stieler 2259; gaukler, die aus der taschen spielten. pers. reisebeschr. 4, 32; der Moses gehet mit dem sack und bettelstab durch die stat. lasz uns nachdenken, ob nicht ein mittel seie, dasz wir diesem unserem unglück mögen helfen, also, das .. wir nicht gezwungen werden mit dem stab und taschen (bettelsack) zu spatziren. Schuppius 705;

seind dir gleich in deiner tasche
blanke thaler und ducaten
durch gewerbe wohl gerathen.
Knittel kurtz-ged. 2, 16;

so oft er das buch aus der tasche zog. Moritz A. Reiser 259, 8 neudruck; als ich ... alle meine taschen umwendete, und endlich ... mein einlaszbillet — für verloren erklären muszte. Thümmel reise 7 (1802), 329; er weisz uns das geld ... aus der tasche zu locken. Göthe 18, 209; etwas aus seiner eigenen tasche bezahlen. Niebuhr kl. schriften 1, 38;

der soldat füllt sich nur die tasche.
Schiller 12, 35 (Wallenst. lager 8);

(du hast dich) so schnell hinweggeschlichen diesen morgen,
doch freilich mit gefüllter taschen.
Platen 3, 182.


An tasche knüpfen sich ähnlich wie an sack eine menge von vergleichungen, sprichwörtern und redensarten, s. Wander 4, 1035 ff.:

ir brüste nider hiengen,
die sîten si beviengen
gelîch zwein grôʒen taschen dâ. Wigalois 163, 12;

Esopus pfleget zu sagen, der mensch habe zwo täschen an im hangen, die eine auf dem arsz, darin hat er seinen mangel und laster, die ander fornen im angesicht auf dem bauch, darin liggen der andern läster; dise sehe ein jeder alle zeit, die seinen nimmer. Frank mor. encom. 36, 20 Götzinger;

das man und frauen wol zusammen fügen
reht sam ein gürtel zu einer taschen. fastn. sp. 694, 21;

sein maul zur (gaukel-)taschen machen, pro thesauro dare carbones, inficiari sua dicta. Aler 1874a: er sagt die weiber wachsen bälder dann die männer, hie macht er sein maul zur taschen, indem er spricht, die meidlin werden umb virtzig tag später witzig. Fischart groszm. 75; nichts schändet einen mann mehr, als wann er ein lügner ist, und so oft er was spricht, sein maul darüber zur täschen machet. Moscherosch chr orr. 201;

was mit der langen zeit sol wachsen und bestehn,
das musz nicht okes boks, wie aus der taschen gehn.
Rachel 8, 144;

[Bd. 21, Sp. 149]


des vatters täschen thut manche wäschen, et genus et formam regina pecunia donat. Denzler 283b; taschen fegen, manticulari Aler 1874a; aus leeren taschen ist böse gelt zahlen. Henisch 1469; in die tasche stecken, in der tasche tragen, haben:

das ich der aller meister wer
und nur von in mein tasch wurd schwer. fastn. sp. 141, 2;

mag er (Doria) Genua in die tasche stecken .., was kümmerts uns? Schiller 3, 24 (Fiesko 1, 7); der meister Adam .. steckt sie alle in die tasche (ist ihnen allen überlegen). P. Heyse ges. werke 4, 63; er hatte .. sich lange und viel in der welt umhergetrieben, hatte .. seine augen nie in die tasche gesteckt (hatte alles genau beobachtet). Engel 12, 115;

mein glücke trag ich in der tasche
und kan hinlauffen wo ich will.
Stoppe ged. 1, 5;

die tasche voll hoffnung. 1, 66;

hat gut fragen, wer die antwort schon in der tasche trägt. Börne 2, 333; wenn ich sie (die weltleute mit ihren ideen) einmal in der tasche habe, werde ich auch dieses als drama verkehren. Göthe br. 878 (4, 160); der deutsche herr war fertig (mit dem vorzeigen der gemälde) und sagte zu den männern mit einer miene voll sieg, er habe doch noch etwas in der tasche, was es mit den Raphaels aufnehme, und er bitte sie, ins nebenzimmer zu folgen. J. Paul Tit. 2, 209; der hat das maul nicht in der tasche (wie ist nicht aufs maul gefallen). Auerbach ges. schriften 1, 180; etwas wie seine tasche kennen (ganz genau): ich wünschte nun aber auch diese stadt bald zu verlassen, die ich nachgerade wie meine tasche kenne und genug davon habe. Niebuhr leben 1, 392; die faust in der tasche machen, ballen (zu offener drohung und entgegnung nicht den mut haben): wir haben lange genug die fäuste in der tasche gehabt, jetzt gilts, sie ihnen unter die augen zu strecken. Freytag ges. werke 11, 283; einem immer auf der tasche liegen (bald diesz, bald jenes von ihm haben wollen), einem nicht von der tasche (seite) gehen: aber ich hatte doch den ganzen tag grosze sorge und ging ihm nicht von der tasche. 5, 372; bair. in die taschen mähen, zu einem schlage gras u. s. w. noch einen hinzumähen (wobei der mäher sich nur umkehrt und in entgegengesetzter richtung zurückmäht) Schm.2 1, 627, vgl. J. Grimm gesch. der deutschen sprache 985.
2) etwas taschenähnliches.
a) die weiblichen schamtheile, zunächst die thierischen (der kuh Weinhold schles. wb. 97a), dann auch die menschlichen Frisch 2, 363b. Schm.2 1, 627:

wir haben gewont die frauen zu tasten
und greifen gern an die milchflaschen
und spiln mit in in der untern taschen. fastn. sp. 729, 11;

das ich mit ir solt essen und paden
und mit ir spiln in der taschen. 756, 2.


b) darnach bair. ein weibliches schwein, dann im niedern scherz, verächtlich oder scheltend für eine (zunächst wol unzüchtige) weibliche person Schm.2 1, 627. Neubauer Egerländer mundart 48b. vgl. schachtel:

gee, du faule tasch,
die schüssel wasch.
Wolkenstein 39, 2, 7;

aber siehe da unsere gnädige tasche sagt der hausknecht Ruppert Plumprian zu seiner prinzipalin Jütte Mürbeloch, der unzüchtigen und mit allen gasthalterischen qualitäten begabten frau hospita. ped. schulfuchs 82. kunst über alle künste 136, 7; ihr schlumpigen faulen taschen! rockenphil. 190 (2, 31); das ist eine lose tasche Kramer hoch-nidert. wb. 211b; das musz eine verflümerte täsche sein. Gotthelf erz. 1, 294, vgl. Stalder 1, 269.
c) ein groszes, weites, klatschendes maul (vgl. DWB fotze für vulva und maul), dann auch ein klatschweib, eine plaudertasche Schmidt 251. Kehrein 1, 402. Spiesz 252. Pfister nachtr. 295. Weinhold schles. wb. 97a; einem eins auf die tasche geben Stieler 2259:

so werd ich euch schlagen auf die taschen.
Gryphius P. Squentz 22 neudruck;

die allzeit wällen schwätzen,
als die bösen taschen und hätzen.
Weller dchtungen des 16. jh. 55.


d) der beutel der beutelthiere: die tasche kann ein vollkommener beutel sein, aber auch bis auf zwei hautfalten verkümmern; unter allen umständen jedoch genügt sie ihrem zwecke, indem sie sich wenig über die an den zitzen hängenden jungen hinweglegt. Brehm thierl. 2, 2; die backentasche der taschenratte 2, 97.
e) s. v. a. stollbeule, eine kalte geschwulst, die sich oft auf der ellbogenspitze der pferde befindet. Nemnich 3, 577.

[Bd. 21, Sp. 150]



f) s. v. a. taschenkraut Nemnich 3, 589; hülse der hülsenfrucht, samenschote 2, 359. Weinhold schl. wb. 99a.
g) s. v. a. taschenkrebs Nemnich 3, 589; eine schneckenart, murex rana Oken 5, 488; die französische tasche, buccinum plicatum Nemnich 1, 703.
h) östr. eine art voller dicker pflaumen Höfer 3, 212 (vergl. täschelbirne); anderwärts tasche oder klapptasche, eine durch insektenstich (oder vielmehr durch die pilzgattung exoacus pruni) verkrüppelte und taschen-, schotenförmig wachsende pflaume Fromm. 5, 298 (mundart um und in Fallersleben), vgl. DWB narr 13, b; eine traubensorte und der daraus gewonnene wein (vgl. taschenwein) Bech aus Pegauer handschriften 19, 29 u. anm.
i) bergmännisch s. v. a. grubentasche, dann auch jedes der in bestimmten abständen von einander an den ketten der taschenkünste angebrachten behältnisse zum ausschöpfen der wasser, siebenbürgisch ein fördergefäsz zur ausförderung von salz Veith 488. Scheuchenstuel 241; in zuckersiedereien ein sack von leinwand, der in dem korb liegt, durch den der zuckerschaum gegossen wird, um daraus den syrup zu ziehen 372b; egerländisch die ofen- und bratröhre in einem kachelofen Neubauer 48b.
k) nautisch 'eine verdoppelung von plankengängen, die in der gegend der wassertracht an die auszenseiten des schiffes gespickert wird, um seine breite und damit seine segelsteifheit zu vermehren' Bobrik 686a; auch s. v. a. falsche gallerie 686b.
l) tegula hamata vel scutulata in supremitate muri crassioris Stieler 2259; bair. ein glatter dachziegel, überhaupt eine dachplatte oder platte (flache, meist sehr regelmäszig behauene bruchplatte Bavaria 1, 985) Schm.2 1, 627: esterich von ziegelstein und gips, zum lesten mit pleien taschen und schindeln überdeckt. Aventin. 4, 95, 18.
 
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tasche, f. klatschender schlag mit flacher hand auf einen weichen körpertheil, besonders maultasche (wofür auch maultatsche), von taschen = tatschen: Lucifer gibt der magd ein daschen (vor- und nachher mauldaschen) Ayrer 2695, 5; Titius ein waghalsz ... hatte gehört, dasz auf eine lugen eine daschen gehörig sein solte. Abele gerichtsh. 2, 91; wenn einer einem eine maulschell gibt, so mag ich ihm eine täsch dargegen geben. Philander (1650) 2, 501; schwäb. däsch ohrfeige Schmid 120, bair. die taschen, klatschender schlag und werkzeug zum schlagen (fliegentasche) Schm.2 1, 627.
 
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tasche, m. kärnt. tasche und taschge ein unbehilflicher, ungeschickter, dummer mensch Lexer 53; schon mhd. tasch als schelte:

ir vil veiger tasch (: asch). liedersaal 3, 225, 291.

vgl. DWB tatsch, DWB tost und Stalder 1, 253.
 
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täschel, s. täschlein.
 
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täschelbirne, f. volle birne zum täscheln, weibliche brüste:

si hat zwu gut teschelpirn,
het ichs ain nacht an meiner prust,
für war das wer meins herzen lust. fastn. sp. 653, 7.


 
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täschelkraut, n. das seckelkraut (augsb. geldbeutel) thlaspi bursa pastoris Dief. 85a. Maaler 357d, täschleinkraut Denzler 283b (trägt den samen in teschlin Bock kräuterb. 70a), vergl. hirtentasche 2 und taschenkraut: bursa pastoris, von den Tütschen teschelkrut oder seckelkrut oder seckelabschnyd genant. Braunschweig apothek (1534) 110, taschelkraut herbarius (1485) 28, däschelkrut oder bltkrut (wegen der blutstillenden kraft) Gersdorf feldbuch der wundarznei (1528) 101;

Reinick (aus der nase blutend) must auch in henden haben
radenwurtzel und teschelkraut.
Rollenhagen I. 2, 24 (R 1b);

dieser arten blumen hegen
kal, wo man sie häufig schaut,
täschel- und das löffelkraut.
Brockes 9, 130.


 
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täscheln, s. DWB dätscheln th. 2, 826 und Schm.2 1, 627. Fromm. 3, 343; tescheln oder grappeln, palpitare voc. 1437 bei Lexer 2, 1429; täschlen, blanda manu caedere Weismann lexic. bipart. 2, 371b; mhd. ablautend tiseln, taseln, unter betastungen schäkern, tätscheln:

bint ûf dîn hâr,
er hât sô vil getiselt und getaselt
mit dir: daʒ ist wol offenbâr.
Neidhart 129, 5.


 
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taschen, verb. sich berührend mit tatschen und tasten (vgl. Lexer 2, 1408), klatschend auffallen oder treffen, schlagen, betasten Schm.2 1, 627. Höfer 3, 213 f. Lexer kärnt. wb. 53. Weinhold schles. wb. 97. einer taschte, der ander naschte. Philander (1650) 1, 350; der medicus taschte mir den puls. 647; taschen an:

wo ir einer zum pusem nascht
oder ein an den ars tascht. fastn. sp. 261, 17. 340, 9;

[Bd. 21, Sp. 151]


klatschen, schwatzen (s. DWB tasche 2, c) Weinhold a. a. o.; kärnt. austaschen, austäfeln (vgl. DWB tasche 2, l) Lexer a. a. o.
 
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taschenartig, adj. nach art einer tasche.
 
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taschenausgabe, f. ausgabe eines buchs in taschenformat: man kauft sich groschenübersetzungen oder wohlfeile taschenausgaben, um doch eine bibliothek zu haben. Hauff werke (1869) 4, 403.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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