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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tapperlich bis tappsen (Bd. 21, Sp. 142 bis 144)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) tapperlich, was täppisch Stieler 2258.
 
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tappern, täppern, verb., iterativ zu tappen, vgl. DWB tappeln; schweiz. täppern, däppern, langsam reden oder arbeiten Stalder 1, 266 (davon der täpperi); schles. tâpern, langsam und unbehilflich sein Weinhold 97a; nassauisch täppern, mit den füszen stampfend tanzen Kehrein 1, 402.
 
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tappert, s. DWB tapphart.

[Bd. 21, Sp. 143]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) tappert, m., zusammengezogen aus tapphart, ein plump auftretender, ungeschickter mensch Stieler 2257.
 
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tappfusz, m., westerw. dapfusz was tapp, tapps Schmidt 250.
 
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tapphart, taphart, m. mit den nebenformen tappart, tappert, dapart, tabart u. a. (Lexer 2, 1404), aus frz. tabard, über dessen mutmaszlichen ursprung Diez4 312 zu vergleichen ist. der mit der cappa verwandte tabard war, 'nach den miniaturen des 14. jh. zu urtheilen, ein langer mantel, der auf der rechten schulter geknöpft war und besser als der staatsmantel gegen kälte und unwetter schützte' Schultz höf. leben2 1, 304; nach der Limburger chronik (s. 77) kamen die tapperte um 1370 bei männern und frauen auf, 'sie mögen ein rund geschnittener, langer überwurf gewesen sein, von dem hinten ein langer streif auf die erde fiel' Weinhold d. d. frauen2 2, 234. 290: es sollen auch hinfüro frowen und junkfrowen, inwonerin dieser statt, nit tragen ainichen taphart oder tapharthemdt (s. DWB hemd 1), das mitsambt dem machlon und ander zugehorde über sechs guldin cost oder werdt sei. Nürnb. polizeiordn. 97 (15. jh.); item 3 gulden umb einen swarzen mannes dappart, 16 gulden umb 1 bunten dappartsbelz. Elsen v. Holzhusen inventar vom j. 1410 (Frankf. archiv); rökk und tapphart mit flügeln und offenen armeln. Ulmer gesetze vom j. 1411 (Schmid 114);

er leit im ain groszen tapphart an. teufels netz 4163. 4431;

da gab sie mir ze lon disen tapphart. fastn. sp. 349, 32;

(sie) thut es neunmal ümb ein plapphart
in einem schönn weiszen tapphart,
darinn ir prüstlein aufgerüst. 760, 11, vgl. 304, 5;

der tabbert eines herolds. Ludwig 1932, nd. tabbert Schiller-Lübben 4, 502b. brem. wb. 5, 7. Schütze 4, 242, übertragen (vgl. DWB mantel 9), die äuszere birkenrinde, welche die köhler zum anzünden der meiler brauchen. Nemnich 1, 599.
 
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tappig, täppig, tappicht, adj. und adv.
1) mit tappen versehen und damit tappend: die schwertapigen und greiffklauigen fürsten. Fischart Garg. 54b; tappichte hand, manus praemissa, explorans Stieler 2257.
2) was täppisch: der Aloys ... sieht ja nicht gut in die ferne, und darum ist er ja manchmal so tappig. Auerbach ges. schriften 1, 22; in seinem plumpen, ungeschlachteten tappigen wesen. Gutzkow ritter4 6, 22. henneb. tappig Spiesz 252, westerw. dappich, tappchig Schmidt 250; schweiz. tappig, dappig, langsam in der arbeit, tölpelhaft Stalder 1, 265. Seiler 72a, bair. täppig, täppet (täppicht) Schm.2 1, 612. vgl. tapsig.
 
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täppisch, adj. und adv., mhd. tæpisch (S. Helbling 44, 14), einem tapp (3) eigen, in der weise desselben, plump, ungeschickt, linkisch, einfältig Stieler 2258:

wankelmütig, geschwetzig und deppisch.
H. Sachs 1, 209, 34;

es stürzten,
vor dem täppischen mann, körbchen und blumen hinab.
Göthe 1, 309 (der neue Pausias v. 68);

niemand ist lästiger als ein täppischer mensch vom civilstande. 17, 260. 25. 36 f.; gutmütig, aber täppisch. 24, 255; keineswegs geistreich und heiter, sondern täppisch und mit bösem willen. 36, 181; so haben wir viel zu grosze ehrfurcht vor der natur, als dasz wir ihre personificirte, göttliche gestalt für so täppisch halten sollten, in die schlingen eines sophisten einzugehen. 36, 224;

er war so hölzern und täppisch und links.
H. Heine buch der lieder 57 neudruck;

die hunde selbst, die täppischen gesellen,
sehn, dasz es hier unziemlich sei, zu bellen.
P. Heyse ges. werke 3, 7.

substantivisch:

ihr täppischen! ein artiger schein
soll gleich die plumpe wahrheit sein.
Göthe 41, 51 (Faust 5733 Weim.).

adverb:

und griff hinein so täppisch. 8, 113. 42, 146. 379;

das kind greift täppisch wacker zu. 39, 196;

doch nahet sich täppisch
der philister.
Schiller 11, 128.

kärnt. täppisch (táppisch), sich in alles hineinmengend Lexer 52.
 
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täpplein, n., dimin. zu tappe und tapp, vgl. DWB täppchen: reich mir doch das heilig schmutzhändlin, das liebe täpplin. Fischart Garg. 240a; so lieb haben sie (die esel) ihre schöne ragörlin, wie die katz ihr jungfrautäplin. 213a, schwäb. täple Schmid 114; bair. das táppel, henneb. das täpple, läppischer kindischer mensch Schm.2 1, 612. Spiesz 251, kärnt. tappile (demin. zu tappel) Lexer 52.
 
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tapps, taps, m. , ein intensives tapp, vgl. DWB klacks, DWB klapps, DWB raps.
1) schlag, streich Stalder 1, 266. Spiesz 252.
2) ein täppischer mensch Schm.2 1, 612. Albrecht 221a. Schmidt 250,

[Bd. 21, Sp. 144]


tappes Spiesz a. a. o. Kehrein volksspr. in Nassau 1, 402; Hans Taps Neukirchs samml. 6, 242 f., s. DWB Hans 3;

als ein held kehrt mancher nun,
der ein baarer taps und dampf
zog in den Franzosenkampf.
Immermann ged. (1822) 171;

mein vater war ein trockner taps.
H. Heine 17, 252.


3) schwäb. dapps, tapps rausch Schmid 115. vergl.dampes Schm.2 1, 510 und dampf 6.
 
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tappsen, verb. , ein intensives tappen.
1) intransitiv, plump, ungeschickt auftreten, tapsen Burmann fab. 31, rhein. tappschen Kehrein 1, 402, siebenb. mät den föszen tapschen, stampfen Frommann 4, 402, 62; mit den tappen nach einem gegenstande plump zufahren, zutappen, henneb.

esz topst o talkt gor prächtig
on weiberflêsch sich röm.
Frommann 2, 397, 21.


2) transitiv, mit den tappen hastig etwas ergreifen, an sich raffen: das beste wird sein, dasz ich ihn lasse thapsen (ergreifen), und in das esur stecken. Gryphius horrib. 53 neudr.; weil er nur alles an sich zu rapsen und dapsen suchet. comment. zum Simplic. 1, 521 Keller.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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