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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tapp bis tapperig (Bd. 21, Sp. 139 bis 142)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) tapp, tappe, m.
1) klappender schlag, klaps:

mit sünden gib im einen tapp,
das er vorzweifel.
Brisnicer christl. rittersch. (1533) E 6b;

westerw. er hat seinen tappe, seine tracht schläge, seinen rest. Schmidt 251; kärnt. tappen kriegen, schläge bekommen Lexer 52, wo sloven. tépem schlagen (Jarnik 105a) verglichen ist.
2) fusztritt, spur eines thier- oder menschenfuszes Weber öcon. lex. 583b. Schmidt a. a. o.
3) langsam tappender gang: ein einziger tapp im dunkeln ist oft mehr werth als ein spaziergang am schönsten sonnentag. Göthe br. 66 (2, 24) Weim.
4) täppischer, ungeschickter mensch, bair. tapp und tepp Schm.2 1, 612 f., vgl. DWB taps, diltapp:

du geigenklosz, du app und tapp. fastn. sp. 259, 10;

junge pueben, torichte leut, tapen. östr. weisth. 6, 493, 21 (vom j. 1608); kärnt. der tappe, fem. die tappe und tappin Lexer 52.
 
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täppchen, n., demin. zum vorigen (1): groszmutter, wann ihr mehr redet, ehe die reihe an euch kompt, so müszt ir ein täpchen halten (s. DWB halten I, 7, d). Simpl. (1684) 3, 163; herr Knan, so alt seid ir nicht, ir müsset ein täpgen halten, weil ihr dem monsieur Erich in seine rede gefallen. 202. vgl. täpplein.
 
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tappchen, verb., rheinisch ungeschickt und schwerfällig auftreten Kehrein volksspr. in Nassau 1, 403, westerw. dapche und dappsche Schmidt 250, davon der tapcher. vgl. DWB tappeln.
 
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tappe, m. f. , früher auch dappe, dape, tape, taape (Stumpf 607b. 609b), dôpe (S. Brant 70, 21), entsprechend dem mhd. tâpe, dessen ursprung und vorgeschichte dunkel ist. das geschlecht ist, weil das wort meist im plural vorkommt, nicht immer ersichtlich, doch sind beide geschlechter in den folgenden belegen nachgewiesen, vgl. DWB tapfe.
1) breiter weicher thierfusz, pfote, tatze, verächtlich auch von menschlichen händen und füszen gebraucht:

er hete ûf sînen helm gemaht
nâch sînes schiltes wâpen
die schenkel mit den tâpen
eins löuwen.
Konrad troj. krieg 33100;

im wurden sîne beine
tâpen niht ze kleine.
A. v. Halberstadt 1, 444;

vil stellen ietz nach edeln woppen,
wie sie fren vil löwen doppen,
ein krnten helm und guldin feld.
S. Brant 76, 44;

der ber der was erzürnet gar ..
mit sîner tappen schlg er drin.
Liliencron volksl. 207, 50 (vom j. 1499);

und alles was auf tappen gehet, unter den thieren die auf vier füszen gehen, soll euch unrein sein. 3 Mos. 11, 27, vgl. zeitschr. für deutsche philol. 22, 335; ein katz hat einen glatten balg und dappen. Murner Karsthans 164, 17; het ein katz lang scharf negel under linden dappen verborgen. 164, 33;

(des bären wunden) waren tödtlich und tieff,
darein selbs mit sein tappen grieff.
H. Sachs 9, 235, 20;

die (zunge) ich doch lieber netz als ein katz die tapen. Fischart Garg. 90b; da die schmutzigkolbige buben ... mit beiden tapen inn der bratpfann ligen. 81a; die hund .. sollen grosze tapen und krumme nägel haben. Sebiz feldbau 146; das merkalb hat grosze dappen und füsz. Forer Gesners fischbuch 162a; (der affe) die vordern tapen an statt der arm und henden braucht. thierbuch 1b. 2a; der hasen tapen werden gebraucht an statt der bäsen, den staub und unraht damit auszukehren. 70b; ersahe er den affen, wie er das kind mit seinen tappen hb. buch der l. 4a; schluge ihm (dem bären) mit seinem schwerdt eine tappen herab von seinem leibe. 283c; darumb stond sie (die bären) etwan aufrecht auf ire fsz und beschirmen ihr haupt den merern theil mit den tappen. Esop (1611) 166a; (der löwe) seine scharffe klauen .. in seine tapen einzeucht. eselk. 124; (der löwe soll) den quittenapfel in dem linken fordern tapen halten. anm. weish. lustg. 322; den Urnern sein zur aufjagung eines bären 300 mann zu hülf gezogen, welche zum zeichen .. zwei tappen, ein vordern und hindern zurückgebracht. Scheuchzer 2, 188; wann eine frau ihre katze nicht verlieren will, die schmiere ihr die tapen drei abend mit butter. Philander (1650) 1, 482;

(die bären, wölf und hunde) rissen seine seit behende,
schlugen zähn und tappen ein.
Spee trutzn. 199 B.;

[Bd. 21, Sp. 140]


der elephant .. den cörper mit den ungeheuren tappen zertrat. Zigler Banise 316, 17; auch von pferdhufen:

hier klappen die tappen der rappen.
J. Franke ird. Helicon 54.

vom bären glaubte man, dasz er während seines (vermeintlichen) winterschlafes an den tatzen sauge (s. Brehm 1, 584): das aber ein sonderer und von natur wunderbare art an ihm (dem bären) ist .., ist eben das dappen saugen, schlafen und lang verborgen liegen. Forer Gesners thierbuch 16a; gleich wie der bär, der aus seim verwundten tapen im zur winternarung plut sauget, das er faist würd. Fischart pod. trostb. (1577) 96b; der bär saugte an den tapen. eselk. 178;

der himmel möge ihm (dem bären) nicht taugen,
da er nur mst die tapen saugen. ganskönig D 8b.

übertragen auf einen (faulen) menschen:

und wer im summer nüt wil dn
dann schloffen allzyt in der sunnen,
der msz han gt, das vor ist gewunnen,
oder msz durch den winter sich
behelfen ettwan schlähteklich
und an den dopen sugen hert
bisz er des hungers sich erwert.
S. Brant 70, 21;

nun sitz, sug dapen wie ein bär. trag. Joh. K 3;

hat man nichts so sauget man die tapen. Fischart Garg. 75b. neuere schriftsteller gebrauchen das wort selten:

(der affe) hub bald ein tappen auf und bald den andern
und streichelt mit (damit) des kinds gesicht.
Tieck 1, 117.

botanisch s. v. a. wolfstappe Graszmann pflanzennamen nr. 552.
2) der eindruck von tappen, fuszspur, fusztritt Albrecht Leipziger mundart 221a, vgl. DWB tapfe 2, fusztapfe.
3) die tappe und der tappen, groszer hausschuh, socke. Vilmar 509. Spiesz 251.
 
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tappel, m. was tapp 4 Höfer 3, 212. Lexer kärnt. wb. 52. Albrecht Leipziger mundart 221b.
 
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tappeln, täppeln, verb. , iterativ zu tappen (vgl. DWB dappeln, tappern).
1) intransitiv, plump auftreten, ungeschickt gehen, trippeln: du dappelst mit dem stab der hoffnung. Keisersb. bilg. 35d; bei einigen .. täppelte es in den stuben. Immermann Münchh. 2, 259; es war dunkel in der kammer, es tappelte blind darin umher. Bechstein märchen 134; mit den füszen tappeln Diez4 327; rhein. tappeln, täppeln, unruhig auf und nieder gehen Kehrein 1, 402, westerw. dappeln Schmidt 251, leipz. tappeln, stark geräuschvoll auftreten Albrecht 221b; bair. täppeln von wiederholten kleinen bewegungen der hände und füsze Schm.2 1, 613, schweiz. langsam arbeiten, langsam und trippelnd gehen Stalder 1, 266, henneb. kindisch handeln, spielen Spiesz 252; leipzigerisch es hat ihm getappelt, zufällig geglückt Albrecht a. a. o., vgl. klappen 4, a.
2) transitiv, bair.-östr. steine tappeln, täppeln was datschelspiel (th. 2, 826) Schm.2 1, 613. Schöpf 737, wofür kärnt. steineln (stândeln) Lexer 240; Göthe gebraucht das wort vom unsichern, ungeschulten clavierspiel: wir tappelten unser liedchen, unsern menuet auf dem clavier, und sangen und tanzten dazu; jetzt vergeht den armen kindern das singen und tanzen bei ihren instrumenten, sie werden auf die geschwindigkeit dressirt u. s. w. 57, 108 (11, 2, 140 H.).
 
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tappen, verb. , früher auch dappen (schweiz. tâpen und täppen), mit den tappen plump auftreten oder schreiten, damit ungeschickt oder blindlings greifen, tasten u. s. w.; mhd. nicht nachweisbar (im 15. jh. betappen, betasten in Rosenblut spiegel mit dem pech, fastn. sp. 1179, vgl. DWB ertappen).
1) zunächst von thieren.
a) intransitiv:

hinter drein tappt nun der .. zottige bär.
F. Müller 1, 22;

halb von sinnen tappte der (geblendete) wolf.
Göthe 40, 215;

wir fürchten, sie (die krone) möchte noch endlich platzen,
wenn wir (die thiere) drauf tappen mit unsern tatzen.
Arnim schausp. 2, 50.

auch mit dem schnabel blindlings stoszen, picken:

der storch thet mit dem schnabel tappen,
kund von der speise nichts erschnappen.
Waldis Esopus 1, 27, 11;

die henne die nur tappet,
oft das beste korn erschnappet.
E. Chr. Homburgenis schimpf- und ernsthafte Clio 1, 6.


b) transitiv, mit den tappen treten:

wie nun der herr kam heim gegangen,
wolt in der esel auch empfangen,
mit esels füszen in beschritt ...
dappet in, das er greulich rief.
Waldis Esopus 1, 13, 37.

[Bd. 21, Sp. 141]



2) übertragen auf einen plump auftretenden und einhergehenden, oder etwas plump angreifenden, betastenden menschen: das klopfen oder tappen mit den füszen auf dem boden. Calepini dict. (1570) 1, 507; md. tappen stark, hart, plump auftreten Spiesz 352. Albrecht 221b, tirol. plump einhergehn, auch wie ein tapp sich benehmen Schöpf 737;

unsere reihen störtest du gern, doch werden wir wandeln,
und du tappe denn auch, plumper geselle! so fort.
Schiller 11, 123, s. forttappen;

(die schwärmer) wolten gerne tappen und fülen. Luther 3, 377a; weder vom wein noch vom tappen (betasten) der weiber sich enthalten. S. Frank 51. an jede schürze tappen. Hauff werke (1869) 3, 120; tappen in: mit allen vieren drein tappen, omni impetu in quid irruere. Aler 1873b;

er tappt auch gleich recht täppisch drein.
Göthe 2, 118;

ins mus tappen, plump in die speise greifen, ungeschickt über etwas herfallen. Schönsleder Ff 5. Schm.2 1, 612 (vom jahre 1618);

liebe lappen
meint ir alle ins musz zu dappen.
Murner luth. narr 2761;

davon der tappinsmus, ein plumper ungeschickter mensch Frank sprichw. 1, 50b. Garg. 197b. Wiedemann mai 67. eselk. 123, sieh mus 4; ins wasser tappen Schiller 11, 341; nach etwas tappen (mit), aliquid tentare, palpare, manibus attrectare Aler 1873b; da werden inen erst die augen aufgethan, das sie in ein ander welt sehen, und umb sich tappen nach dem, was sie gesamlet haben. Luther 5, 413b;

bald aber der wirt den (löffel) ersach,
da dapt er mit der hand darnach.
H. Sachs 17, 362, 34.


3) als oder wie ein blinder oder im finstern unsicher und ungeschickt sich fortbewegen oder umherfühlen, tasten, greifen, eigentlich und übertragen.
a) intransitiv: wir tappen als die kein augen haben. Jes. 59, 10; der glaube, der nicht sihet noch tappet, sondern sich an das wort helt. Luther tischr. 89a;

und wie er (im finstern) tappt und wie er fühlt,
sich unter ihm die erd erwühlt.
Göthe 10, 250;

drein greifen, packen ist das wesen jeder meisterschaft ... jetzt versteh' ichs, thue die augen zu und tappe. br. 85 (2, 17) Weim.; die tappende neugier der sterblichen. Lessing 10, 222. — das tappen: ich zog mich, noch früh genug um die thür des tempels ohne tappen zu finden, zurück. Wieland 27, 151; es ist wahr, dasz alle geburthen des genies, so zu reden, ihr tappen haben, bis sie zu ihrer vollkommenheit gelangt sind. Lessing 4, 120; eine populäre philosophie, die nicht weiter geht, als sie durch tappen vermittels der beispiele kommen kann. Kant 4, 33;

die kunst bleibt kunst! wer sie nicht durchgedacht,
der darf sich keinen künstler nennen;
hier hilft das tappen nichts; eh man was gutes macht,
musz man es erst recht sicher kennen.
Göthe 13, 159.


Mit näherer bestimmung
α) durch präpositionen: aber so gehts, wenn das licht des evangelii unterm scheffel steht, da tapt man in der kirchen wie ein blinder an der wand, und ein blinder frt den andern, das sie beid in die gruben fallen. Mathesius Sar. 42b (vgl. antappen);

und tappet und grapst an den grüften.
Göthe 1, 230;

armer Tobias, tappst am stabe. 56, 89;

die vernunft mag nun am psychologischen leitfaden tappen oder ... Kant 4, 324; ehemals tappte er .. auf allen vieren nur so durch die welt hin und sah weder rechts noch links und gehorchte mir blindlings. Göthe 11, 309; im finstern tappen, in tenebris ambulare Stieler 2257; und wirst tappen im mittag (in klaren sachen irren und fehlen), wie ein blinder tappt im tunkeln. 5 Mos. 28, 29; das sie des tags im finsternis lauffen, und tappen im mittag, wie in der nacht. Hiob 5, 14. 12, 25; und also gehets wenn man gottes wort und die schrift verleuret, da dapt man im finstern. Mathesius Sar. 164a; mein fassungsvermögen und meine urtheilskraft tappen im blinden, schwanken, straucheln und stolpern. Bode Montaigne 1, 281;

ein liebender tappt, wie bekannt, im blinden.
Göckingk 2, 172;

hie sihet man, wie die blinde vernunft tappet in gottes sachen, und trost suchet in eignen werken. Luther 6, 517a; das kind kommt (im finstern) in den saal getappt. Göthe 15, 6; du dappest mit dem stab der hoffnung. Keisersberg bilg. 35d; mit der hand tappen, attrectare, scrutari manibus Stieler 2257: welcher aber solchs (die voraus genannten tugenden) nicht hat, der ist blind und tappet mit der hand.

[Bd. 21, Sp. 142]


2 Petr. 1, 9 (grift mit der hand cod. Tepl.); mit den fingern tappen. Luther 3, 455a;

wo sind wir? flüstert er und tappt mit beiden händen.
Wieland Oberon 11, 46;

wir tappen nach der wand, wie ein blinder. Jes. 59, 10;

solt ich auch im tiefen schnee
nach dem wege tappen.
Göckingk lieder zweier liebenden 19;

zum willkomm' tappt ihr dann nach allen siebensachen,
um die ein andrer viele jahre streicht.
Göthe 12, 400 (Faust 2031 Weim.);

wenn ich dann noch halb im taumel des schlafes nach ihr tappe. 16, 77; wie sie .. im finstern nach ihren röcken tappten. Schiller 2, 80 (räuber, schausp. 2, 3);

(der du) doch um ein blindenleiter tapst.
Kirchhof wendunm. 1, 442 (1, 2, 1) Öst.;

auch so das glück
tappt unter die menge,
faszt bald des knaben
lockige unschuld,
bald auch des kahlen
schuldigen scheitel.
Göthe 2, 87.


β) mit adverbien:

(er) fährt mutter-nackt ausz dem betth,
und hin und wider dappen thet.
H. Sachs 17, 283, 11;

so er in der finsternusz nit weiszt wo oder wie er in (gott) schen sol, so tapet er hin und här. Frank sprichw. 2, 68b;

er tappte hin und wieder
verrenkte fast die glieder.
Göthe 1, 10;

man tappte (im finstern) hin und schlug zugleich,
der gegner fiel vor jedem streich. 41, 287 (Faust 10843 Weim.);

als er eines abends spät nach dem schlosse ging, und in dem dunkeln engen wege herum tappte. 18, 296, s.herumtappen; in verbindung mit tasten: die liebe jugend tastet und tappt umher. an Zelter 6, 115;

tief in kerkers nacht ...
stöhnt mein geist nun, tappt und tastet
ohne rath und that umher.
Bürger 44a.


b) reflexiv (im finstern) tappend den weg suchen, schreiten:

ihr werdet nicht hinaus euch tappen
aus dieser bangen finsternisz.
Lenau 2, 188;

er tappte sich vorwärts in dem öden hallengang. P. Heyse ges. werke 5, 338.
4) transitiv,
a) tappend fühlen oder greifen: hindern kanstu sie (die sonne) wol, das sie nicht scheine zum fenster ein, aber tappen und greiffen kanstu sie nicht. Luther 3, 355a; die welt sol solchs nicht achten, weil sie es nicht sihet noch tappet. 5, 413a; solch blindheit und finsternis, die auch ... schier unvernünftige thier tappen und greiffen können. 8, 88a; wenn eine kue vernunft hette, würde sie es greiffen oder tappen können. 190a; wolt ir nu gott kennen, sehen, ja tappen. 325a; ich wollte zur tühr hinaustappen, und kam einen schritt zu weit rechts, tappte papier — es war Lottens silhouette. Göthe br. 114 (2, 45) Weim.; das war jene einfache allgemeine sprache, die aufzufinden mancher grosze kopf vergebens gerungen. in der einschränkung unsrer menschlichkeit ist nicht mehr als eine ahnung davon zu tappen. werke 56, 241.
b) den weg tappen, tappend suchen und schreiten:

(ich blinder) kann den weg nur tappen in den finstern ländern.
A. Meiszner Ziska 145.


c) ein gemälde tappen, mit furchtsam unsicherer hand malen oder copieren. Jacobsson 4, 371a.
 
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tappenstein, m. belemnites colore nigro Stieler 2140, was albschosz Zedler 1, 1040, was luchsstein Jacobsson 4, 371a.
 
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tapper, m. einer der tappt, ein plumper, ungeschickter mensch Stieler 2257. Rädlein 867b. Schm.2 1, 612, schweiz. taper, daaper wer eine sache langsam thut Stalder 1, 265; verächtlich für fusz oder hand Schm.2 1, 613. Lexer 52; tirol. schuh aus filz oder loden Schöpf 737, s. DWB tappe 3.
 
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tapperei, f. das tappen, getappe Stieler 2257.
 
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tapperig, adj., schles. tâprig, unbehilflich, langsam Weinhold 97c; der alte taprige vater. Holtei Lammf. 3, 20.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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