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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tapferlich bis täppchen (Bd. 21, Sp. 138 bis 139)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) tapferlich, adv. wie tapfer II Dasyp. (1556) B 7d. Maaler 86d. Stieler 2355:

es stat im tapferlichen (nd. drepichliken) an.
S. Brant 5, 21 u. anm.;

er msz die ding tapferlich angriffen. Keisersb. post. 3, 60a; ein prediger sol .. dapferlich sagen die warheit. emeis (1516) 33c; ein freigebiger gibt dapferliche. Cyrillus 69b; solcher sachen sich ernstlich und tapferlich annehmen. Luther br. 5, 422;

und streit im orden dapferlich,
darmit verdienst das himelrich.
Weller dicht. des 16. jh. 99 (vom j. 1533);

wo sind ir har,
dasz irs so tapferlich wagend dar?
Salat verl. sohn v. 598;

dem keiser z'Rom bin ich lieb man,
der wirt mir dapferlich bystan. trag. Joh. G 5;

er weret sich dapferlich. Aimon B 4; dapferlich arbeiten. F 2; denen eilten die Gasconier dapferlich nach. l 4; er sasz dapferlich zu pferdt. b 1; er hat sich dapferlich gehalten; fry und dapferlich reden und antworten u. s. w. Maaler 86d; so sind die Griechen dem h. vater von Rom allezeit tapferlich widerstanden. Fischart bienenk. (1580) 10b; comparativ: darum griffen sie iren krieg dester dapferlicher an. Carbach Livius 75; von neueren nur selten und alterthümelnd gebraucht: hast so tapferlich meinem schlauch zugesprochen. F. Müller 1, 177; die heiden aber wehrten sich tapferlich. Tieck 13, 95.
 
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tapfermut, m. was tapferer mut und daraus zusammengerückt: er hat nicht ruw, wo friden ist, wo geduld und tapfermut. Zwingli 2, 391; ohne diesen moralischen tapfermut kann kein menschenleben wahrhaftig gut .. sein. Bürger 394a. 400b.
 
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tapfermütig, adj. und adv. strenuus, strenue Stieler 1300, vgl. starkmütig: hochgebohrner und tapfermüthiger herr! Ettner unw. doctor 489; diese ziemlich vernünftige und sehr tapfermütige rede. Felsenburg 1, 578;

das unbändige volk, wie die jüngsten Spartaner. tapfermüthig und schön.
A. L. Karsch 157;

sich zu einem kriege tapfermüthig entschlieszen. Hahn hist. 2, 26; den feinden tapfermüthig widerstehen. 140.
 
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tapferthäter, m. einer der tapfer handelt, ein held:

Roma, deine tapferthäter ..
gingen all aus ihr hervor.
Bürger 3b.


 
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tapferzeit, f. heldenzeit: die schönsten einfachsten menschenverhältnisse und verwickelungen der tapferzeit, der liebe .. nahmen die glücklichen (die griechischen dichter) weg und lieszen den spätern dichtern blos deren wiederholung übrig. J. Paul vorschule 1, 106.
 
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tapfrigkeit, s. tapferkeit.
 
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taphart, s. DWB tapphart.
 
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tapisserie, s. tapezerei.
 
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tapp, interj. zur bezeichnung eines durch tappen hervorgebrachten lautes:

[Bd. 21, Sp. 139]


schwer wie blei ist der patron,
doch ich hör ihn auf den stufen,
tapp! tapp! tapp! tapp!
wie sich das langsam vorwärts schleicht.
Kotzebue dram. sp. 2, 251;

sein schläfchen war nicht voll gethan,
und humpelt also tippe, tapp
durchs haselholz ins thal hinab.
Mörike ged. 77.


 
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tapp, tappe, m.
1) klappender schlag, klaps:

mit sünden gib im einen tapp,
das er vorzweifel.
Brisnicer christl. rittersch. (1533) E 6b;

westerw. er hat seinen tappe, seine tracht schläge, seinen rest. Schmidt 251; kärnt. tappen kriegen, schläge bekommen Lexer 52, wo sloven. tépem schlagen (Jarnik 105a) verglichen ist.
2) fusztritt, spur eines thier- oder menschenfuszes Weber öcon. lex. 583b. Schmidt a. a. o.
3) langsam tappender gang: ein einziger tapp im dunkeln ist oft mehr werth als ein spaziergang am schönsten sonnentag. Göthe br. 66 (2, 24) Weim.
4) täppischer, ungeschickter mensch, bair. tapp und tepp Schm.2 1, 612 f., vgl. DWB taps, diltapp:

du geigenklosz, du app und tapp. fastn. sp. 259, 10;

junge pueben, torichte leut, tapen. östr. weisth. 6, 493, 21 (vom j. 1608); kärnt. der tappe, fem. die tappe und tappin Lexer 52.
 
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täppchen, n., demin. zum vorigen (1): groszmutter, wann ihr mehr redet, ehe die reihe an euch kompt, so müszt ir ein täpchen halten (s. DWB halten I, 7, d). Simpl. (1684) 3, 163; herr Knan, so alt seid ir nicht, ir müsset ein täpgen halten, weil ihr dem monsieur Erich in seine rede gefallen. 202. vgl. täpplein.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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