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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tänzlerei bis tanzmeister (Bd. 21, Sp. 128 bis 129)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) tänzlerei, f. das tänzeln (vgl. DWB tänzeln 3, tänzen 2):

(der sich) nicht wie ein schwermer nerrisch ziert,
mit possenreiszen, tenzlerei.
Rebhun hochz. zu Cana (1546), schluszgespräch.


 
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tanzleute, plur. tänzer:

die weil wir die tanzleut han. fastn. sp. 454, 10.


 
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tanzlied, n., mhd. tanzliet, mnd. danzelêt, lied, das zur begleitung des tanzes gesungen wird, vgl. DWB tanzgesang, DWB tanzweise und Weinhold die d. frauen2 2, 158. 167. Schultz höf. leben2 1, 545 f.:

tanzliet, leich er kan.
L. v. Seven 258, 4 Wackernagel;

tanzlied, choreuma Stieler 1161.
 
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tanzlust, f. die lust des tanzens und die neigung dazu, saltationis studium Stieler 1188:

wenn nun die tantz-lust an sol gehn,
die stillet ihr verlangen.
S. Dach 487 Öst.;

unter der dorflinde erst die ernste versammlung der ältesten, verdrängt von der heftigeren tanzlust der jüngern. Göthe 26, 157; die unbefriedigte tanzlust. H. Heine 4, 266; ergriffen von der unbändigsten tanzlust. 7, 158; üppige tanzlust. 197.

[Bd. 21, Sp. 129]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) tanzlustbarkeit, f.: durch die abermalige ankunft von fremden prinzen werden unsere theater- und tanzlustbarkeiten verruckt und gehäuft. Göthe an Schiller 154 (2, 26); unter den tanzlustbarkeiten des meklenburgischen volkes bei erntebier und hochzeiten spielt der sogenannte käkentanz (küchentanz) eine grosze rolle. Böhme geschichte des tanzes in Deutschland 1, 207.
 
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tanzlustig, adj. tanzlust habend, zeigend, erweckend: die tanzlustigen Niederbayern. Bavaria 1, 997;

(singen) zu der zitter tanzlustigen tönen.
Schiller 6, 205.


 
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tanzmädchen, n.: die tanzmädchen der Indier. Küttner bei Campe. vgl. DWB tanzjungfer, -tochter.
 
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tanzmahl, n.: ain tanzmahl oder freidenfest halten. S. Bürster 116.
 
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tanzmantel, m., demin. tanzmäntelchen: item 1 gulden um ein alde rode kogiln und rot danzmentelchin, etzwaʒ gesticket als man vor zyten plag zu tragin. der edlen von Holzhausen inventar u. s. w. (vom j. 1410, Frankf. archiv).
 
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tanzmasz, n. f. takt des tanzes, tanzmelodie: der tantzmaasz nach tantzen, ludere in numerum. Maaler 399a; übertragen:

ich wolt dir wol (zum hinausjagen) ein tanzmasz geigen. fastn. sp. 255, 22;

obscen:

kein tanzmasz er ir nit wolt leieren,
als sich des nachts im pett gepurt. 234, 26.


 
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tanzmeister, m.
1) leiter und aufseher beim tanze, choraula Dief. 150b, choragus Dasyp. (1556) B 8d; solche leiter der tanzvergnügungen wählten auf ihren zunftstuben die einzelnen zünfte, z. b. in Straszburg und in Freiburg Mone zeitschr. 16, 383. 17, 65; auch die gemeinden bestellten tanzmeister zur beaufsichtigung der tänze: in gemainen und andern tanzen wiert alle leichtfertigkeit und unerbarkait eingestelt und wüerd den tantzmeistern sonderlich auferladen, das si solchen kainen tanz bewilligen. östr. weisth. 6, 498, 31 (vom jahre 1608); dantzmeister bei einem balle Elis. Charl. (1867) 131.
2) tanzlehrer, saltandi magister Stieler 1378: die tantzmeister, welche die jugent im tantzen abrichten. Albertinus narrenhatz 253; ein tantzmeister, der uns allerhandt täntz lehrte. landstörzer 232; die füsze setzte er so auszwerts, dasz man augenscheinlich abnehmen muste, der mensch wäre über vier monden zum tantzmeister gegangen. Weise erzn. 32 neudruck; der tantzmeister schwur hoch und theuer, dasz er dergleichen sprünge zeitlebens nicht gesehen hätte. Schelmufsky 31, neudruck der vollst. ausgabe; frau, die .. den kopf nicht gerade und den leib nicht so einwärts hielt, wie es der französische tantzmeister den guten Deutschen ohne unterschied befiehlt. Möser 1, 136; das kommando - geiglein des tanzmeisters. J. Paul Levana 1, 107; der tanzmeister kommt der wahren anmuth unstreitig zu hülfe, indem er dem willen die herrschaft über seine werkzeuge verschafft. Schiller 10, 84; er hatte in allen bewegungen ein natürliches geschick, welches ihm bald die lobeserhebungen des tanzmeisters (vorher tanzlehrer) eintrug. Freytag ges. werke 12, 188. — 'einen tanzmeister nennt man ein pferd, welches auf- und mit den zehen des hufes auswärts steht' Weber öcon. lex. 583.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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