Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sublim bis subsistieren (Bd. 20, Sp. 815 bis 818)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sublim, adj., erhaben, auszerordentlich, köstlich, entlehnt im 18. jh. aus dem lat., zunächst in der verwendung von lat. sublimis zur kennzeichnung eines erhabenen sprachlichen stils: sublime rede dicendi genus sublime, grande et magnificum Apinus gloss. nov. (1728) 519; vgl. sublimität erhabenheit in worten Heinsius 4, 922a: zudeme so ist alles in dem sublimsten stil verfaszt J. J. Schwabe tintenfäszl (1745) 32; (dort) unternahm ich es ..., meine sublimen tropen in gutes derbes deutsch zu übersetzen Thümmel reise in d. mittern. prov. v. Frankr. (1791) 2, 240. sublim bezeichnet weiter die erhabene einstellung im geistigen überhaupt und das ihr in den erscheinungen entsprechende: ich habe hier beyläufig von Wilhelm vernommen, er sähe seine vorlesungen aus einem sehr sublimen standpunkt an Caroline briefw. 2, 4 Waitz; jene sublime einsicht in das nichts, die macht uns erst recht wahr fürst Pückler briefw. u. tageb. 1, 298; für die phantasie ist hier keine auszerordentliche nahrung, wenig sublimes, romantisches, poetisches G. Forster sämtl. schr. 3, 424. von geistigen fähigkeiten mit dem allgemeineren begriff des auszerordentlichen: sublimer verstand ingenium praestantissimum Apinus a. a. o.; wenn es bedeutend ist, sublim in irgend einer art zu sein, so ist es besonders im bösen Göthe I 45, 102 W.; so von personen: es gäbe keine beszre schule als der umgang dieses mannes (Metternich), der sublim, der einzig sei Varnhagen van Ense tageb. 1, 320; jedes (handels) haus hätte ihm freudig eine tochter gegeben, um mit diesem sublimen kopf sich näher zu verbinden W. Hauff sämtl. w. 2, 177. in der sprache der guten gesellschaft enthält das wort zuletzt nur noch den allgemeinen begriff des lobes, s. Seiler lehnw. 4, 224. umgangssprachlich gewann das wort auch den klang von 'köstlich' im sinne von 'erheiternd, belustigend': ich habe einen sublimen einfall! ... er ist himmlisch der einfall Schiller 14, 136 G.; du kennst wahrscheinlich nicht die köstliche geschichte von unserer alten, trefflichen gräfin? ... nun, so höre; sie ist sublim Holtei erz. schr. 7, 183; jetzt brach ein wieherndes gelächter aus: der Clemens ist sublim! ebda 25, 41; hierher die anmerkung zu sublime freundinnen in einer satirischen abhandlung: es sollte mir leid thun, wenn jemand dächte, dasz ich den ausdruck erhaben statt sublim nicht gewuszt hätte. mein freund, ... ich weisz ihn so gut wie du; aber du siehst vielleicht die delicatesse des wortes sublim nicht so gut wie ich Th. Abbt w. 4 (1780) 8.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
sublimat, n., nach dem part. prät. von neulat. sublimare 'durch destillieren erhöhen' im 16. jh. gebildet, s. Weigand-Hirt 2, 1004, bezeichnet allgemein 'was erhöcht, erhebt und reyner gemacht ist, das es dester mehr krafft habe' Roth dict. (1572) p 6b; 'chemisch das erzeugnisz jeder verflüchtigung in starrer, fester oder pulveriger gestalt J. Hübner zeitungslex. (1824) 4, 479a; Mothes baulex. 4, 281: kalialaun gibt im kölbchen wasser aus aber kein sublimat Oken naturgesch. 1, 284; in bildlicher verwendung: viel eher dürfte musik ein sublimat der sprache heiszen als die sprache ein niederschlag der musik J. Grimm kl. schr. 1, 296; E. T. A. Hoffmann 9, 105 G. insbesondere versteht man unter sublimat, vor allem in älterer medizinischer sprache, das quecksilberchlorid, s. Weigand-Hirt a. a. o.: sublimat oder mercurius sublimatus ist ein ... vermittelst der sublimation zu einem dichten und crystallinischen cörper gebrachtes quecksilber, ... von den chirurgis zur beitzung des wilden fleisches gebraucht' Chomel 8, 1785: wiewol sonst auch andere artzneyen vorhanden seind als wundtränck, wundpulfer, sublimaten Paracelsus chirurg. bücher (1618) 14 Huser;

[Bd. 20, Sp. 816]


Wirsung artzneybuch (1588) reg.; Blancard arzneiwb. (1788) 3, 141a; aber auch noch in neuerer zeit ist das quecksilberchlorid unter dem namen sublimat bekannt (19. jh.) bei Sanders 3, 1264b.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
sublimieren, vb. vereinzelt spätmhd. im übertragenen sinne von lat. sublimare 'erhöhen':

hilff mir den tempel werden
durchwehen und baliern,
mit farben sublimiern
usz diner alchimy
H. v. Sachsenheim 234 lit. ver.;

mit farwen sublimirn derselbe in meister Altswert 130 lit. ver. seit dem 16. jh. aber entspricht es neulat. sublimare (s. unter sublimat) in der bedeutung 'in die höhe treiben, in der chemie die festen theile eines körpers durch das feuer in die höhe treiben' Adelung 4, 493; Roth dict. (1572) p 6b: biss der sulphur an dem boden bleibt und nicht mehr steigen oder sublimieren wil Thurneyszer alchym. (1583) 24; tartarische kranckheiten ... kommen von dem sublimieren und deren seind viel, ein sonders vom mercuri sublimieren Paracelsus op. (1616) 1, 478 Huser; Mathesius Sarepta (1562) 43b; Oken naturgesch. 1, 314. seit beginn des 18. jh. in übertragener verwendung, zunächst noch im vergleich:

... durch die sinnen in gedanken
die seele stetig frucht gebiert,
da (wie durchs feur im helm der geist sich sublimirt)
gewisse theilchen auch gemach des cörpers schranken
sich zu entziehn, sich zu entcörpern scheinen
Brockes ird. vergnügen (1739) 1, 335;

menschliche zustände, gefühle, ereignisse in ursprünglicher natürlichkeit (lassen) sich nicht in dieser art aufs theater bringen ..., sie müssen schon verarbeitet, zubereitet, sublimirt sein Göthe I 41, 1, 353 W.; die zu abstracten begriffen sublimirten ... vorstellungen Schopenhauer 3, 115 G.; mag hier und da das urtheil und der geschmack der einzelnen selbst feiner und sublimirter geworden sein Nietzsche w. (1895) 1, 318; in ähnlicher verwendung auch noch heute: sublimierte erotik, sublimierte gefühle u. ä.; auch: in den sublimirten kreisen der gesellschaft Immermann 1, 191 H.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
sublunarisch, adj., nach lat. sublunaris seit dem 17. jh. gebräuchlich, zunächst astrophysikalisch: (die elemente, die) diese gantze sublunarische oder unter den monden gelegene welt erfüllen J. B. Porta natürl. magie (1617) 45; F. Th. v. Schubert verm. schr. 2, 203. dann überhaupt irdisch, wirklich, vgl. J. Kinderling reinigk. d. dt. spr. 433: dieser karakter ist ein eigenes universum, das ich gern jenseits der sublunarischen welt ... einquartiert wissen möchte Schiller 2, 364 G.; (die liebe) erhebt uns über das sublunarische empor Heinse 3, 126 Sch.; doch itzt zurück aus unsern utopischen theorien in die wirkliche, sublunarische welt G. Forster sämtl. schr. 5, 201.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
submission, f. , eine bildung nach lat. submissio 'herablassung, unterordnung', möglicherweise unter einflusz von frz. soumission 'unterwerfung, unterwürfigkeit, ehrerbietung, lieferungsanerbieten', seit dem 17. jh. bezeugt, vgl. Seiler lehnw. 4, 129.
1) unterwürfigkeit, ehrerbietung: ewrer königl. majestät ich abermahl diesen andern theil meiner histori mit gebührender submission und reverentz presentire B. Ph. v. Chemnitz schwed. krieg 2 (1653), vorr. 7; ich beantwortete alle ihre fragen ... mit sittsamer bescheidenheit, keineswegs aber mit einer sclavischen submission J. G. Schnabel insel Felsenburg 13 lit.-denkm.; Gaudy 22, 118; jetzt veraltet.
2) vergebung öffentlich ausgebotener arbeiten auf grund eines eingereichten kostenanschlags, die seit dem 19. jh. übliche bedeutung, s. Sanders 3, 1264b; hwb. d. staatswiss. (1898) 6, 1172.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
submisz, adj., meist in adverbieller verwendung, 'demütig, unterthänig' Sperander à la mode-spr. (1727) 694b. nach lat. submissus gebildet, wohl durch frz. soumis beeinfluszt, vgl. Seiler lehnw. 4, 143, bei Wächtler comm.

[Bd. 20, Sp. 817]


manual (1703) 301 noch submisse: er hat auch schon den vorsatz gefaszt, recht submisz zu seyn portraits (1779) 266; vielleicht (könne) aus dem submissen diener ein entschiedener herr werden Holtei erz. schr. 6, 60. häufig in ergebenheitsformeln, meist im superlativ: es bleiben nunmehro noch einige punkte zurück, ... welche ich ... submissest in anfrage stelle Göthe IV 4, 3 W.; ob ich ... bei dem hohen consistorio um versetzung in den ruhestand tief submissest einkomme Gaudy 4, 119.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
subordination, f., verdeutscht unterordnung (s. d.). zugrunde liegt frz. subordination, das nach mlat. subordinatio gebildet, seit dem 17. jh. belegt ist Gamillscheg 819b; zuerst scheint es die militärische sprache übernommen zu haben, vgl. Seiler lehnw. 4, 81; auch heute noch mit vorwiegend militärischem beiklang: wie ... die adelichen cadets auch ihren vorgesetzten unterofficierern ... mit allem gehorsam ..., wie es die subordination im kriege fordert, zu begegnen haben v. Fleming vollk. teutsche soldat (1726) 136; (der prinz von Homburg) gewinnt diese (schlacht) im unsoldatischen streite gegen subordination Holtei erz. schr. 27, 215; die bestimmungen über die rechte, pflichten und befugnisse der vorgesetzten und untergebenen zueinander heiszt subordination Wilhelm i. militär. schr. 1, 273. in allgemeiner bedeutung 'der stand, da einer unter dem andern steht, z. e. der unterthan unter dem magistrat, der knecht unter dem herrn, die kinder unter den eltern' Sperander à la mode-spr. (1727) 695b: die subordination in allen ständen M. I. Schmidt gesch. d. Deutschen 4, 515; (die) nur respect und subordination verlangenden, hochgelahrten amtsphilister Hoffmann von Fallersleben ges. schr. 7, 164; (das mädchen erscheint nur vor seinem erzieher als) ein geschöpf des blinden gehorsams, (während) deren wesen garnichts mit dieser subordination weiter gemein (hat) Caroline briefe 1, 42 Waitz. in der logik 'unterordnung, namentlich eines engeren unter einen weiteren begriff' Eisler hwb. d. philos. (1922) 640; J. Hübner zeitungslex. (1824) 4, 479a: (der geschichte) fehlt der grundcharakter der wissenschaft, die subordination des gewuszten, statt deren sie blosze coordination desselben aufzuweisen hat A. Schopenhauer 2, 516 G.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
subordinieren, vb., unterordnen, wahrscheinlich nach frz. subordonner gebildet, das auf mlat. subordinare zurückgeht, s. Gamillscheg 819b; untersetzen, unterordnen Wächtler comm. manual (1707) 301; 'res diversas sic inter se ordinare ac disponere, ut aliae aliis subiectae sint' S. J. Apinus gl. nov. (1728) 519; von dienstverhältnissen: diesen landescollegien sind subordiniert die kriegscommission, das civilamt C. F. Nicolai reise d. Deutschl. 1, 79; die stelle (war) ... so subordinirt, dasz sie nur für anfänger paszte Caroline briefe 1, 67 Waitz; häufiger in hinblick auf einen bestimmten geistigen zusammenhang in der kunst wie in philosophischer betrachtung: ich ... verstehe (in der oper) die poesie der musick zu subordinieren Göthe IV 8, 245; die absicht jeder rolle (ist) wiederum der absicht des ganzen subordiniert O. Ludwig ges. schr. 5, 263; der geschmack wird also immer eine subordinierte sache bleiben müssen, die höherer ursachen wegen aufgeopfert werden darf Herder 5, 650 S.; die besonderen begebenheiten (sind) ... der zeit nach subordinirt, dem begriff nach coordiniert A. Schopenhauer 1, 106 G.; seltener bei sachlicher anschauung: wir halten diesen bergzug ... für einen der mehr subordinirten stufenabfälle der nubischen terasse nach norden Ritter erdkde 1, 576. von personen mit dem begriff des mittelmäszigen: subordinirte talente der Bologneser schule Göthe III 12, 135 W.; Holtei vierzig jahre 1, 110; ein solcher subordinirter handlanger (ein mittelmäsziger schauspieler) erz. schr. 11, 83.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
subsidien, nur in pluralischer verwendung wie das zugrundeliegende lat. subsidia 'reservetruppen, hilfsmittel' 'diejenigen gelder, welche einem potentaten oder staat von dem andern zu unterhaltung des krieges ausgezahlt werden' J. R. Fäsch kriegs-, ingenieur-, seelex. (1726) 244a: (der abgesandte der Niederlande) that dem herrn reichscantzler

[Bd. 20, Sp. 818]


vertröstung auf einige subsidien B. Ph. v. Chemnitz schwed. krieg 2 (1653) 90;

... auch mit subsidien
kann Frankreich schon genug dem spanschen hofe dienen
Ramler fabellese (1783) 1, 71;

Fr. Meineke v. Boyen 2, 54. häufig componiert: subsidiengelder Wächtler comm. manual (1703) 301; J. R. Fäsch a. a. o.; B. Ph. v. Chemnitz schwed. krieg 1 (1648) 193; Uhland tagb. 178.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
subsistenz, f., eine seit dem 17. jh. bezeugte bildung nach lat. subsistentia, das als philos. begriff 'bestand, realität, substanz', s. Georges lat.-dt.8 2, 2880, bis in die scholastik gängig war und in der verdeutschung nur in philosophiegeschichtlichem zusammenhang begegnet, s. Eisler hwb. d. philos. (1922) 460. sonst in abweichenden bedeutungen, die sich auch nicht im mlat. belegt finden. 1) 'aufenthalt' Wächtler comm. manual (1703) 302, ausgehend von subsistieren 1 (s. u.): seine subsistentz an einem orte nehmen Wächtler a. a. o. 2) 'lebensunterhalt' in derselben gleichalt bezeugten bedeutung wie frz. subsistance, das wohl den ausgangspunkt bildet, vgl. die schreibung subsistence v. Fleming, Apinus s. u., im übrigen Seiler lehnw. 3, 71; 4, 268: fundament ihrer subsistentz Heider reichsvogt. (17. jh.) bei Gombert bem. u. ergänz. zu Weigands wb. 3, 6; von dem lebensunterhalt eines einzelnen: er bekömmt jährlich 100 thlr. zu seiner subsistenz Wächtler a. a. o.; wenn seine untergebenen in noth gerathen ..., so musz er (der kapitän) ihnen ... mit vorschusz seines eigenen geldes behilflich seyn und solches nicht auf einmahl wieder einfordern, sondern nach und nach ... ohne schaden der nöthigen subsistence v. Fleming d. vollk. teutsche soldat (1726) 156; diese familie (muszte) durch den handel mit alten hosen und Hamburger lotteriezetteln ihre subsistenz erwerben Heine w. 3, 297 Elster; am gebräuchlichsten vom 'unterhalt der kriegsvölker, sowol im felde als den quartieren' Fäsch kriegs-, ingenieur-, seelex. (1726) 244a; dem feind die subsistence benehmen agros depopulando hostem commeatu privare Apinus gl. nov. (1728) 520; dasz ihn aber nunmehr der mangel der subsistenz nöthige ... nach Preuszen in die winterquartiere zu gehen Lessing 18, 409 L.-M. für den plural steht häufig subsistenzmittel: das land (kann) weder einer zahlreichen reisegesellschaft noch einem kriegsheere die gehörigen subsistenzmittel bieten Ritter erdk. 3, 878; ein erwerbsunfähiges weib, dem so zu sagen die quellen der subsistenzmittel abgeschnitten sind M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 2, 401. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
subsistieren, vb., nach lat. subsistere seit dem 17. jh. bezeugte bildung. 1) entsprechend der lat. bedeutung 'haltmachen' Georges lat.-dt.8 2, 2880 'sich auffhalten' Wächtler comm. manual (1703) 302; woselbst ... er in deliberation stand, ob er subsistiren oder weiterrücken wolte B. Ph. v. Chemnitz kgl. schwed. krieg 1 (1648) 89; er kann nicht mehr auf universitäten subsistiren, er will hier eine zeitlang subsistiren Wächtler a. a. o. 2) entsprechend subsistenz 2 'seinen unterhalt haben' Wächtler a. a. o.; Heinsius 4, 923a; unstreitig also (ist), dasz eine ... klasse von menschen sich blosz diesem gewerbe ergeben und davon allein subsistiren könnte G. Forster schr. (1843) 3, 103; mit dem gehalt ist hier garnicht zu subsistieren O. v. Bismarck an s. braut u. gattin 341. 3) in philos. verstande, entsprechend lat. substantia s. o.: (von den engeln unterscheidet Thomas von Aquino) die intellektuellen substanzen oder unkörperlichen subsistirenden formen, welche ... der körper bedürfen Dilthey einl. in d. geisteswiss. (1883) 1, 8.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 21 bis 30 von 41 Nächste Treffer Vorherige Treffer
21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
Artikel 21 bis 30 von 41 Nächste Treffer Vorherige Treffer