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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stützgabel bis stutzhuhn (Bd. 20, Sp. 791 bis 792)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stützgabel, f., aufrechtstehende gabel als träger, wie 1stütze A 4b: ein stützen, stützgablen oder staglen cervus Frisius (1556) 215b; wir schneiden uns aus dem buschwerk stützgabeln für unsere angelruten zurecht, stellen den köder auf zwei drittel wassertiefe und legen in die stützgabeln die angelruten, damit wir sie bei dieser geruhsamen angelei nicht dauernd in den händen halten müssen C. Benedek anglers abc 55; zum auflegen eines schweren gewehrs, s. Müller-Mothes ill. arch. wb. 894a. —
 
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stützgerüst, n., zur abstützung von gebäudeteilen, s. Lueger 7, 578: schon war vorgekommen, dasz diese ... rinnen durchgebrochen waren und die tiefer liegenden gänge überfluteten. an diesen stellen befanden sich stützgerüste Gutzkow zauberer v. Rom (1858) 4, 336; uneigentlich: wird im deutschen minnesang die alsbald einsetzende, allgemeine poetische produktion ermöglicht durch das stützgerüst überall bekannter wendungen A. Daur d. alte dtsche volkslied (1909) 16.
 
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stützger, m., stotterer, von stutzen 'anstoszen' (sp. 761): ein stützger versteht einen stamler Seb. Franck sprüchw. (1541) 1, 47a; ebenso statzger beim gleichen autor (teil 10, 2, 1068); vgl. auch zungenstützig 'stotternd': einen zungenstützigen polizeirat qu. a. d. 19. jh. bei Sanders erg.-wb. 541c.
 
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stutzglas, n., kleines, kurzes trinkglas ohne fusz, zu 2stütze; auch: 'trinkglas mit kurzem dicken fusz' Bucher kunstgewerbe 390b. mundartlich, s. Hofmann niederhess. 236; Hertel Thür. 240; stutzenglas Schmeller-Frommann 2, 802. seit dem 17. jh. bezeugt: stutzgläser vitra mutila, obtusa, sine pede Stieler stammbaum 662;

man säufft der höchsten heil aus keinem stutzglasz nicht;
der trunck sei zu der lust, zum schlemmen nicht gericht J. Cats sinnreiche wercke (1711) 2, 334;

wie es nun anfieng nachts auf 11 uhr zu gehen, so trank er ... ein gutes stutzglas brandtewein v. Gemmingen poet. u. pros. stücke (1769) 154; aus welcher (flasche) Reinwald sich ein stutzglas voll einschenkte und den rest dem aufwärter wieder in verwahrung gab C. L. Costenoble tagebücher 1, 67; ein waghals unter den mansfeldischen ... nahm einstmals ein stutzglas bier, gieng auf den stadtgraben zu und brachte den belagerten eins G. Freytag bilder a. d. deutschen vergangenh. (1897) 3, 77; er trank nur noch aus dem wasserglase, denn das 'stutzglas', das

[Bd. 20, Sp. 792]


sonst beim branntweintrinken dient, war ihm bald zu winzig geworden Sohnrey im grünen klee (1903) 69. auch stutzenglas, so wie stutzen, m. (sp. 753): die ihr bald an gar nichts mehr glauben werdet als an den heurigen, der aus dem grossen stutzenglas blinkt Seb. Brunner ges. erz. u. poet. schr. 2, 180.
 
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stutzgrind, m., 'trotzkopf, eigensinniger kopf', aus stutzen trotzen (sp. 759) und grind kopf (teil 4, 1, 6, 370): er war ein hochmüthiger, unerfahrener lapp und unverständiger narr, der kein hirn noch verstandt hatte, und demnach mit seinem eygnen stutzgrind und scorpionpeutschen machte, dasz zehen stämme auf einmal von ihm abfielen Conr. Dieterich Ecclesiastes (1642) 1, 283; nimb nicht zu hertzen alles was man sagt, du neidischer, heimtückischer groller! ... du jähzorniger stutzgrind ebda 2, 198; stutzgrind capito Dentzler clavis ling. lat. (1716) 281a.
 
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stutzgut, n., lexicographisch häufig gebucht für das obersächs. als 'lehnbares bauerngut, das sowohl geteilt wie vertauscht werden kann', wohl zu 2stutzen tauschen, s. Schwan nouv. dict. (1783) 2, 745b; Krünitz 177, 568.
 
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stützhaken, m., von 1stützen fulcire, zum einhängen von türen und fensterflügeln, s. Hoyer-Kreuter 1, 750; Chomel 8, 1764; auch stutzhaken, s. Campe 4, 744.
 
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stutzhaube, f., kleidungsstück, zu 3stutzen 'beschneiden, kürzen': stutzhaube mozzetta Kramer 2 (1702) 1031c; stutzhaube a womans commode Ludwig teutsch-engl. lex. (1716) 1918. —
 
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stutzholz, n., kurzes holz, zu 3stutzen, vb.: talca, zweigholtz, stutzholtz Apherdianus tyrocinium (1580) 134.
 
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stützholz, n., stützender bauteil, s. 1stütze A 2, von 1stützen: als ... durch verbrennen der stützhölzer ... die barbarkane (brustwehr) einstürzte, stürmte der angreifer v. Alten handb. f. heer u. flotte 2, 683; alsdann würden die stützhöltzer mit verbrennen G. Forberger warhafftige beschreibungen (1570) 345; stützbalck, stützholtz Kramer 2 (1702) 1032a.
 
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stutzhuhn, n., huhn mit kurzem schwanz, zu stutzen, stutz 'stumpf' (sp. 755), ebenso wie stützlein (sp. 800): ich bestelle von den neuen stutzhühnern, die sollen dir freude machen A. Pichler allerl. gesch. a. Tirol (1897) 1, 58. —

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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