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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stutzerkopf bis stutzerwelt (Bd. 20, Sp. 786 bis 787)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -kopf, m.: und aus den wohlfrisirten stutzerköpfen den wurm der tödtenden langeweile zu vertreiben Fr. A. Weisshuhn satyr. u. scherzh. aufs. (1788) 195; sie haben doch vielleicht von dem satyrischen geist gehört, der sich seit einiger zeit gar der hiesigen, parfümirten, entsetzlich frisirten, leeren stutzerköpfe bemächtigt hat Lichtenberg br. 1, 3 L.-Sch.
 
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-mode, f.: die nase schob ich nach damaliger stutzermode tief hinab ins dicke halstuch Zschokke sämtl. ausgew. schr. 24, 55. —
 
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-röckchen, n.: (ein herr) der mit weiszem sommerhute und kurzem stutzerröckchen auf einem schimmel ... seine visiten abritt Steub bilder aus Griechenl. (1841) 1, 37. —
 
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-rolle, f.: spielte die jungen helden, die schmachtenden liebhaber und die stuzzerrollen J. F. Schink das theater zu Abdera (1789) 2, 252. —
 
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-schwank, m.:

erwuchsen deutsche fräulein zart,
in enger, stiller häuslichkeit,
von stutzerschwänken nie entweiht
Blumauer gedichte (1782) 7.


 
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-sinn, m.: gegen die letzteren (kunstkenner) wiederhole ich nur, dasz man in Italien einen gewissen stutzersinn in beurtheilung der werke der kunst ablegen müsse

[Bd. 20, Sp. 787]


Chr. Fr. Schulz reise eines Livländers (1797) 7, 103. —
 
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-staat, m., schmuck, kleidung des stutzers: von dem er dafür die phantastische miene, den wohlausgesonnenen stutzerstaat, und die mit einer schleife prangende scheitel annahm J. A. Ebert Youngs nachtgedanken (1760) 2, 137. —
 
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-stand, m.: er ruhete auch nicht, bisz er durch einen seiner landsleute ... bei meiner liebsten mich wieder aus den sattel hube, dasz als mein stutzerstand über ein halbjahr nicht dauerte polit. grillenjäger (1682) 285. —
 
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-tracht, f.: dahingegen hat ein schwarzes abbékleid für sie unwiderstehliche reize. dies ist die stutzertracht des neuen Roms Archenholz England u. Italien 2, 318; einen jungen mann, in der stutzertracht der zwanziger jahre des vorigen jahrhunderts v. Gaudy 22, 83. —
 
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-volk, n.:

ihr höhnet was getreu und sittsam euch erzieht,
und laszt euch schmäuchlerisch vom stutzervolk verleiten
Arist schilderungen (1764) 168;

doch dein gespräch,
o wie sehr zieh ich es vor dem stutzervolk!
Platen w. 1, 194 Hempel.


 
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-welt, f.:

überlasz ihn nur dem spotte der verbuhlten stutzerwelt,
denke, dasz ein ehrenbogen wie ein kartenbau zerfällt
Gottsched anmuth. gelehrsamk. (1751) 3, 505;

es schimmerte voll glanz die junge stutzerwelt
J. Fr. W. Zachariä poet. schr. 1, 33.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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