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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stützen bis stützenwechsel (Bd. 20, Sp. 781 bis 783)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stützen, vb., seemännisch, 'die durch das ruder eingeleitete drehbewegung des schiffes zum stillstand bringen; kurs halten', jung entlehnt aus engl. steady 'das schiff auf kurs halten', steer steady ds., s. Murray 9, 1, 883, und volksetymologisch aufgefaszt als ein echtes stützen, da gegen das widerstand leistende ruder gestemmt, gedrückt, gestützt wird: ich wollte den kurs auf Krautsand feuerschiff nehmen und liesz etwas backbordruder geben und dann stützen qu. v. 1908 bei Kluge seemannsspr. 769; vielleicht hätte ich, wenn ich etwas früher die lage des ewers erkannt hätte, unseren dampfer etwas früher stützen

[Bd. 20, Sp. 782]


können ebda; im sinne der volksetymologischen vorstellung besonders das ruder stützen: der kommandant graf v. Monts selbst hat erklärt: nachdem er, um den gegenseglern auszuweichen, mit seinem schiffe so weit nach steuerbord ausgebogen, dasz sich das bugspriet klar vor dem heck des kauffahrteischiffes gezeigt, habe er das ruder stützen wollen nationalzeitung 1880 nr. 63 sp. 9. auch als kommando, dem engl. adv. steady entsprechend: nach ausführung der wendung 'backbord' hatte der officier zwar richtig kommandiert 'ruder stütz', d. h. die entgegengesetzte drehung 1878 nr. 583 sp. 2; es ist vielmehr, ohnerachtet er 'stutz' oder 'recht so!' kommandierte, ... das ruder dem ersten kommando gemäsz immer weiter backbord gelegt (worden) 1880 nr. 63 sp. 8.
 
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stützen s. 1stürzen.
 
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stützenbirne, f., birnensorte, besonders zum zerschneiden und dörren geeignet; obd., s. Fischer schwäb. 5, 1943; Metzger pflanzenkunde 758. auch stotzbirne, stotzenbirne, s. teil 10, 3, 585; schweiz. id. 4, 1497.
 
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stützendruck, m., druck einer last, eines bauteiles auf seiner basis, stütze: bei durchgehenden ... kragträgerbrücken wird es notwendig, die endpfeiler als ankermauerwerk auszubilden, wenn bei belastung der mittelöffnung in den endauflagern ein negativer stützendruck ... eintreten kann Lueger lex. d. ges. techn. 1, 351; diese stützendrücke mit dem zugehörigen reibungcoefficienten multiplicirt Karmarsch-Heeren3 7, 350.
 
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stutzenglas s. DWB stutzglas.
 
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stutzenierer, m. herumziehender bettelmönch, aus stationierer (teil 10, 2, 944) umgebildet, wohl nach stutzen 'eitel und müssig umhergehen' (sp. 765): es kommen auch die mentiris, die stutzenierer zum vicario, kaufen von ihm ein admisz, ein zulaszbrief, der kostet oft xl gulden. da wirt ihnen zugelaszen, dasz sie mögen im ganzen bistumb frei die bauren bescheiszen satiren u. pasqu. 3, 279 Schade.
 
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stutzenloch, n., loch in der hobelbank, in dem der bankhaken (1stutzen, m., sp. 756) sitzt, s. Karmarsch-Heeren3 1, 290; auch stützenloch, s. Prechtl techn. encykl. 7, 477.
 
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stützenlos, adj., auch stützelos, stützlos, ohne stütze, halt, schutzlos: man solle mehrere stützenlose rankenpflanzen um einen stamm pflanzen Schopenhauer 3, 261 Griseb.; stützlos als botanischer terminus, s. Illiger thier- u. pflanzenreich 334; wenn etwas in ihm reift, was er sich noch nicht ... eingesteht, würde ja sein haus ... stützenlos Auerbach schr. 8, 101; meistens übertragen (stütze B): die landtägliche regierung, stützenlos, unsicher, furchtsam, nahm ... ihr ende Zschokke ausg. schr. 1, 200: ist bei den monogamischen (völkern) die zahl der verehelichten frauen beschränkt und bleibt eine unzahl stützeloser weiber übrig Schopenhauer 5, 657 Grisebach; und sollte meine bange, geängstigte mädchenseele nun fort und fort ... hilf- und stützelos in nacht und sturm auf- und niedertaumeln? Marlitt heidepr. (1911) 36; so stand er schutz- und stützelos vor den geistgewaltigen E. G. Kolbenheyer Montsalvasch (1912) 214; den langen weg vom elternhause bis zum grabe verödet zu sehen, und ihn stützlos gehen zu müssen Fr. v. Heyden br. e. flüchtlings (1838) 2, 43;

dann weinen knaben nicht um einen scheuumschlichnen greis,
und wandern rathlos, stützlos ohn ihn auf der erde
L. Schefer ausgew. w. (1845) 1, 17.


 
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stützensattel, m., stutzensattel, sattel mit stützen (1stütze A 3 b), im 16. jh.: das maisterstuck ... nemblich ein raissigen beschlagnen sattel sampt seinem zugehörigen zeug, noch ein stutzensattel und ein fhursattel (1574) Frankfurter zunfturk. 1, 442 Schmidt; zween schwarcz beschlagene stutzensattel qu. v. 1562 bei Unger-Khull 587a; stützensattel, s. Fischer schwäb. 5, 1943. —
 
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stützenträger, m., stützender träger, architektonisch: capreoli, die streben, stützenträger Rode Vitruvius baukunst (1796) 1, 160; von personen: sondern ich will von zwölfen getragen, und von vieren beyhergehenden staffen- oder

[Bd. 20, Sp. 783]


stützenträgern begleitet sein M. Richey patriot 2 (1728) 8. —
 
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stützenwechsel, m., architektonisch, abwechslung von pfeilern und säulen in einem bauwerk, s. Mothes ill. baulex. 4, 288.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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