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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stützbalken bis stützblättchen (Bd. 20, Sp. 741 bis 742)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stützbalken, m., träger, meist im gebäude, von 1stützen, vb.: stützbalck, stützholtz, stützpfost Kramer 2 (1702) 1032a; die schaukel besteht aus einem strick, der an zwei stützbalken des hauses befestigt wird K. Bücher arbeit u. rhythmus4 (1909) 327; da zeigte es sich, dasz auch die leitern zerstört und die stützbalken derselben zerhackt waren Rosegger schr. II 1, 235; so ein stützbalken war der gedanke an meine heimreise — wie der fort war, wars auch aus M. Hartmann ges. w. (1874) 4, 397; thron und altar ... muszten dem staat die stützbalken halten W. Schäfer dreizehn bücher d. deutschen seele (1925) 457.
 
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stützband, n., kurzes schiefstehendes holz, das eine säule und dergleichen mit einem daraufruhenden balken verbindet, s. Lueger lex. der ges. techn. 1, 693; Helfft wb. d. landbaukunst 359: trag- oder stützbänder Zincke allg. öcon. lex. (1744) 209; wenn aber ein boden soll auf den balcken geleget werden, der eine grosze last ... tragen soll, ... so müssen schon doppelte träger übergeleget ... werden, und weil man auf diesem boden die höltzer zum einhängen, nemlich die stützbänder ... und spannriegel ... nicht gerne leiden möchte L. Chr. Sturm vollst. anweis. (1718) 48.
 
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stutzbart, m., kurz geschnittener schnurrbart, von 3stutzen beschneiden: ein stutzbart barba rotunda nomencl. lat.-germ. (1634) 194; meist modisch: als vor einigen jahren in Teutschland unter denen officirern auch einigen hohen generalspersonen die schwartzen stutzbärte aufkamen, da wolte hernach jederman einen solchen eisenfresserbart haben J. Marperger haar- u. federhandel (1727) 130;

ein mann wie sie, mein herr, der so viel klugheit hegt,
und mitten im gesicht den schönsten stutzbart trägt samml. v. schausp. (Wien 1764-69) 5, 28;

mein schatz musz sein wie die andern:
braun und ein stutzbart auf ungrischen schnitt
und ein fröhliches herze zum wandern
Eichendorff s. w. 2, 433 Kosch-Sauer;

da ich nur ... bei mir nichts als meinen stutz- und schnurrbart von militärischem an mir hatte L. E. Grimm erinnerungen a. m. leben 303; jene elegante welt der duftenden haarlocken, der modischen stutzbärte und manschetten Mommsen röm. gesch.4 3, 164;

vier monarchen sieht man hier majestätisch ausgeputzet,
deren grauer knäbelbart und gespaltner stutzbart stutzet
L. A. V. Gottschedinn lockenraub (1744) 19;

wegen des modischen bereiches auch auf stutzer bezogen: stutzbart barba da bravazzo Kramer 2 (1702) 1031c; selten auch 'nach oben gebürsteter, gedrehter schnurrbart': stutzbart barba erecta Stieler stammb. 768; stutzbart whisters turned up Ludwig teutsch-engl. 1918. als parsprototo 'wer einen stutzbart trägt': der türkische kaiser Selimus liesz sich den bart abschneiden, weil seinen vater die räte daran umbgezogen, er vergasz jedoch sich die nase abschneiden zu lassen und wurde nun daran umbgeführt, wie andern stutzbarten auch geschicht Lehman floril. polit. (1662) 2, 790; wir wollen ihr (der regentin) mehr sicherheit verschaffen, als ihre stutzbärte (wachsoldaten)

[Bd. 20, Sp. 742]


Göthe I 8, 203 W.vereinzelt stutzenbart, wohl in anlehnung an stutzen 'stumpf, stummel' (sp. 755):

stutzenbart. ...
und was würdig hat umwallt
deine weisen lippen,
dient dem haus- und ehehalt
leichter vogelsippen
G. Keller ges. w. 10 (1897) 124.


 
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stutzbärtchen, n.: kleine zierliche stutzbärtchen, galante fräcke und hohe krawatten neben deutschen röcken und ellenbreiten hemdkragen Hauff s. w. 2, 43; das kleine schwarze stutzbärtchen auf der oberlippe E. Th. A. Hoffmann 14, 156 Grisebach; dann seifte er ihn (den hasen) in vollem laufe ein und rasierte ihm auch in vollem laufe ein stutzbärtchen und dabei schnitt er ihn nicht kinder- u. hausm. (1812 ff.) 2, 198. —
 
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stutzbärtig, adj.: statliche manschaft, viele heldenmessige personen, muhtige, stutzbärtige, saur- und scharfsichtige soldaten J. G. Schottelius horrendum bellum gramm. (1673) 51. —
 
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stutzbärtlein, n.: wollet jhr den wälschen unbeständigen narren nach ... eure bärt ... ziehen und zerren lassen? jetzt wie ein zirckelbärtel, jetzt ... ein drillbärtel, ein schmutzbärtel, ein stutzbärtel, ein trutzbärtel Moscherosch gesichte 2 (1650) 76; er aber machte ausz meinem haar, darausz er ein löcklein geschnitten, ein artiges stutzbärtlein französ. Simplic. (1683) 2, 383; man sihet noch allerhand lächerliche bärtl, als schnautzbärtl, trutzbärtl, stutzbärtl J. V. Neiner tändlmarckt (1734) 130.
 
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stützbaum, m., der zum stützen dient, s. auch DWB stotzbaum: man soll aber weder sie noch den zaun zu hart an die stützbäume im lebendigen hage setzen Sebiz feldbau (1579) 167; als baumaterial: dazwischen liegen auch pfeiler, welche schadhaft geworden waren und deshalb hölzernen stützbäumen haben platz machen müssen Immermann 3, 193 Hempel.
 
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stutzbecher, m., niedriger becher, zu stutzen, m., s. u. 2stütze: die orangen ... so saftreich, ... dasz eine einzige orange einen ganzen stutzbecher mit saft füllte Ritter erdkunde 4, 1056. —
 
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stutzbeutler, m., choeropus castanotis, ein beuteltier, zu 3stutzen beschneiden: am meisten fiel dem naturforscher der mangel des schwanzes auf, und deshalb gab er ihm den artnamen ecaudatus. später nach Europa gekommene stutzbeutler besaszen aber sämtlich schwänze Brehm tierl. 3, 687 P.-L.
 
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stützblatt, n., blatt aus dessen winkel ein ast oder blütenstiel entsprungen ist, von stützen, s. Bischoff wb. d. beschr. bot. 84. —
 
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stützblättchen, n.: wenn man den begriff eines deckblatts, bractea, nicht gar zu genau nimmt, so bedarf es für jene schmalen deckblättchen, die an den einzelnen blüthenstielchen eines gemeinschaftlichen blüthenstiels sitzen, keines besondern ausdrucks, um die bracteola ... zu bezeichnen, sonst würden wir stützblättchen dafür in vorschlag bringen Röhling Deutschlands flora (1823) 1, 87. —

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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