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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stutenfrau bis stutenherde (Bd. 20, Sp. 730 bis 731)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stutenfrau, f.: und richtig erzählte die stutenfrau, die lebendige zeitung des deiches, am andern morgen Gorch Fock seefahrt ist not (1914) 83. —
 
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stutenrute, f., rhombische fensterscheibe, auch das zweite glied hat nd. form, s. DWB raute rhombus (teil 8, 319): stutenruten heiszen bei uns die weckenförmige fensterscheiben, oder rhombi vitrei, die man vormals in den fenstern gemachet Richey id. Hamburg. 300; auch Schütze holstein. 4, 220. —
 
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stutenweck, m., ein mittelfeines gebäck, s. Kretschmer wortgeographie

[Bd. 20, Sp. 731]


156: und ir sult wissen, dat ein stutewegk wigt 4 loit min dan vier middel semelger, dat is umb der korsten wille Kölner zunfturk. 2, 34 Loesch.
 
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stutenwoche, f., angenehme zeit, besonders 'flitterwochen' und 'die erste schulwoche, in der die kinder noch geschont werden', s. Richey id. Hamburg. 299; Schütze holstein. 4, 220; Flemes Kalenberg 367: so hebben se (die eheleute) wol in der stutenweke und in dem flittermante schön wyth broth, överst balde herna kümpt tho en angsthungers not Nic. Gryse leienbibel (1604) 1, q 3a; da aber die zeit (die flitterwoche, die stuten- oder sämmelwoche, die bräzelwoche) füruber was, da sprach man mir söllzam zue, allso dasz ich nit fiel lust mer in die schuel hett E. C. Reichard Matthäus u. Veit Conrad Schwarz (1786) 101; hüt sünd nu noch din stutenwochen, morgen geiht t mit din inspringelgeld los, denn wardst du irst äwern disch leggt, un denn bearbeiten wi di mit de lexikons von achter Fr. Reuter 6, 77 Seelmann.
 
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stuten, vb., undeutlich, vielleicht 'pferde beschlagen': dominica post Martini den smedeknechten 4 gr. daz ze pferde stueten (1379) codex diplomat. Lusat. sup. 3, 55; er sol ime lihen sin zeltende pfert: verderbet er es, er sol sin ane dienst, untz ein anderes wurt gestutet und untz er wider ze sattel wurt gezogen weisth. 4, 105.
 
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stuten- in compos. von stute equa, s. auch stut-.
 
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stutenamt, n., amt in der gestütsverwaltung: und bin euer lieben sehr obligiret das sie sich die mühe getahn, mein stuttenamt mit zu registriren Friedrich Wilhelm i. br. an Leop. v. Anhalt 479 Krauske; auch in der alten form stut 'gestüt' (sp. 727): Friedrich ii., der ihn von kronprinzlicher zeit her kannte, in der er ihm das vom könig Friedrich Wilhelm i. ihm angewiesene stutamt in Trakehnen sorgfältig verwaltete, hielt viel auf ihn J. G. Schifferer mein leben (1821) 142.
 
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stutenfohlen, n., weibliches fohlen, auch stutenfüllen, stutfohlen, stutfüllen, von stute 'weibliches pferd' (doch s. u.): stutfüllen Unger-Khull steir. 587a; nd. stütfohlen; stutenfüllen Ludwig teutsch-engl. lex. (1716) 1917; ist es männlichen geschlechts, heiszt man es ein hengstfohlen, ist es aber weiblichen geschlechts, so wird es ein stutenfohlen genennt haushaltlex. (1749) 1, 502; dasz sie die stuttenfüllen, wenn sie zahlreich gewurten sind, sondern K. G. Anton gesch. d. deutschen landwirtsch. (1799) 1, 191; ein stutenfüllen ist ein junges weibliches pferd Fr. L. Jahn 1, 114 Euler; hengstfohlen werden meist etwas länger getragen als stutfohlen v. Schwerz prakt. ackerbau 643; seine höchst wohlgeborenste gnaden haben dem gestern im höchstadeligen marstalle geborenen lichtbraunen stutfüllen den namen Lise in gnaden beizulegen geruhet Joh. Gottw. Müller Siegfr. v. Lindenberg 341 Pröhle. dagegen vielleicht 'noch im gestüt (stut, sp. 727) gehaltenes fohlen': 36 stutkobiln, item 37 pflugpfert, item 19 wagnpfert, item 28 stutvolen, item 29 volen von 1 und von 2 jaren gr. ämterbuch des deutschen ordens 258 Ziesemer; 12 studvolen, item 71 pflugpferde, 17 sœgvolen, 12 volen von der stud, die ins dritte jar geen kobelvolen, item 5 volen von der cleynen stud, item 13 volen in das ander jar hengstvolen von der grossen stud ebda 245. —
 
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stutengestalt, f., gestalt einer stute: das hin- und herjagen Lokis in stutengestalt Laistner nebelsagen 289; in der letzten ausgabe Virgils ... wird ebenfals die stutengestalt wenigstens der Podarge bewiesen J. H. Voss krit. blätter (1828) 1, 145. —
 
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stutenhaus, n., gestütsgebäude: wann dann der könig widerumb zu seinem geld kommen wolte, dasz er in erkauffung der stutten und hengsten auszgeben, köndt er die beste pferdt so in angestellten stuttenheusern erzogen würden, seinen kürissern, so ubel beritten, geben U. Budrym kriegsregiment (1594) 138; die wisen in Erlach, darin diser zeit das stuetenhausz steet, und die 3 mansmodt rockhenackher einand helfen mehn qu. v. 1599 in mitth. des ver. f. gesch. in Hohenzollern 16, 62. —
 
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stutenherde, f.: im 18. jahrhundert wurde aber von Friedrich Wilhelm i. das hauptgestüt ... gegründet, welches ... durch hinzufügung ... benachbarter vorwerke,

[Bd. 20, Sp. 732]


welche alle ihre stutenherden erhielten, ... vergröszert wurde v. Schwerz prakt. ackerbau 685; s. auch v. Alten hdb. f. heer u. flotte 1, 96.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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