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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sturzfels bis sturzhaken (Bd. 20, Sp. 719 bis 720)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sturzfels, m., jäh abfallender fels: so liegt viel daran, dasz der ehemann als ein verständiger schiffmann zwischen denen schroffechten sturtzfelsen ... sein haus- und lebensschifflein also ... wisse zu regieren v. Hohberg georg. cur. (1682) 1, 94; so ist doch die lezte herberg, so sich an dieser strasze befindet, eben so gefährlich, als die halsbrecherische stürzfelsen des andern weges

[Bd. 20, Sp. 720]


H. Lindenborn Diogenes (1742) 2, 771; mitten im rauhen gebirg glänzt der anmuthige scheinknabe, von sturzfelsen umgeben Göthe 24, 355 W.; nicht weit von dem felsenthor abwärts fanden wir in höchst romantischer einweihung zwischen diesen sturzfelsen und von jungen buchen und tannen umschattet eine kapelle A. Ruge aus früherer zeit (1862) 2, 135.
 
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sturzflug, m., das fallenlassen der flugmaschine in eine geringere höhe, unter abstellung des motors: denn kaum hatte ich einmal einen (feindlichen flieger) einigermaszen, sofort wurde ich von zwei bis drei anderen gleichzeitig angegriffen, so dasz ich durch einen kühnen sturzflug ausweichen muszte Immelmann meine kampfflüge (1916) 79; vier minuten später stand meine maschine aus zweitausend meter höhe im sturzflug kommend wohlbehalten auf dem platz G. Plüschow flieger v. Tsingtau (1916) 67.
 
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sturzflut, f., auch stürzflut, heftig heranbrechende flut, wie stürzen II B 4 a:

und hat es (das meer) sie (die schiffe) gefaszt, dann hält es sie den schlägen
der stürzflut und dem zorn des tropensturms entgegen
Freiligrath ges. dicht. (1870) 1, 103;

wie tropfen blutes, roth vom fackelschein,
rann ihrer thränen wilde stürzfluth nieder —
heisz, gusz auf gusz! ebda 5, 28;

der weisz es, wie den menschen, wann des miszgeschicks
sturzfluth hereinbricht, alles furcht zu wecken liebt
Droysen Äschylus 250;

stürmen die feindlichen massen gleich einer ununterbrochenen sturzflut auf unsere ... stellungen Hindenburg a. m. leben (1920) 138.
 
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sturzfrei, adj., ohne gefahr zu stürzen: bey dem (könige) man in keiner sache sicher, in keinem stande sturzfrey sey W. Fr. Meyern Dya Na Sore (1787) 4, 190;

so wie durch wallende gräser ein reh auf geschaukelten hügeln
sturzfrei läuft
Baggesen poet. w. (1836) 2, 353.


 
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sturzfuhre, f., wagenladung, z. b. von kohlen, die nicht in säcken verpackt ist, sondern umgestürzt (stürzen I A 4 a) und dann zum verkauf gemessen wird, s. Schrader d.-frz. wb. 2, 1336. —
 
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sturzfurche, f., furche des ersten pflügens, zu stürzen I A 3 d: man solle vor der erndte einen solchen verqueckten acker umstürzen, und denselben in den sturzfurchen liegen lassen Ehrhart pflanzenhist. (1753) 7, 275; die erste furche nennt man die stürzfurche oder brachfurche, die bekanntlich schon vor winter gegeben wird J. N. v. Schwerz prakt. Ackerbau 132. —
 
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sturzgerüst, n., gerüst, brücke, von wo aus güter, z. b. erde, in wagen oder gefäsze geschüttet (stürzen I A 4 a) werden, s. Hoyer-Kreuter techn. wb. 1, 750. —
 
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stürzgrube, f., in die man hineinstürzen kann: wie viel gröszerer strafen sein dann die päbste würdig, welche täglich so viel tausend glaubige auf die stürtzgruben der abgötterei ... verleiten neu-entlarftes Rom (1672) 335.
 
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sturzgut, n., meist stürzgüter, pl., waren, die ohne weitere verpackung im schiffsraum ausgeschüttet (stürzen I A 4 a) sind, z. b. getreide und kohlen, s. Schirmer kaufm.-spr. 186: unter den fahrzeugen ... sind ... die ... strusen zu merken, welche ... stürzguth ... geladen allg. dtsche bibl. 11, 71. —
 
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stürzhaftig, adj., jähe abfallend: ein jäh stürtzhaftig orth Hulsius (1618) 2, 306b.
 
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sturzhaken, m., älter auch sturzhacke, f., bergmännisch ein haken an einer kette, mit dem am ausgang des förderschachtes der behälter erfaszt und umgestürzt (stürzen I A 4 a) wird, s. Hulsius-Ravellus (1616) 315b; bergm. wb. (1778) 542: sturtzhaack harpago Frischlin (1586) 145b; das auszgezogen gefäsz ... kehret der häuwer mit einer sturtzhacken umb, dieselbige hengt an einer ketten abher Ph. Bech Agricolas bergwerckb. 127; im modernen bergbau technisch verändert, s. Veith 483.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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