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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sturzdecke bis stürzen (Bd. 20, Sp. 694 bis 697)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sturzdecke, f., einfache, nur aus balkenbelag hergestellte decke eines raumes, s. Lueger 3, 229. —
 
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sturzdeckel, m., aufgestülpter deckel: darüber stürtzet man einen breiten deckel ... (ein) kolben wird dermaszen mit dem breyten sturtzdeckel zusammen gefüget, das eyner den anderen satt und stät halten musz Sebiz feldbau (1579) 404. —
 
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sturzdrohend, adj., mit seinem falle, einsturz drohend:

sturzdrohend schwebt die grausenvolle last
stets übern häuptern uns
S. G. Bürde Miltons verl. parad. (1793) 1, 64;

und stets an eines abgrunds jähem rande
sturzdrohend, schwindelnd risz er mich dahin
Schiller 12, 273 G.;

schleuderten sonder rast nach dem thurm, der noch aus dem vorgrund
ragte, verderben, er neigte das haupt sturzdrohend zur seite
Pyrker Tunisias 10.


 
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stürze, f. , postverbale von stürzen, ebenso wie 1sturz II und III (sp. 685ff.). in verschiedenen bedeutungen herrscht das fem. ausschlieszlich oder überwiegend:
1) deckel, s. sp. 686.
2) umgepflügter acker, erde, s. sp. 690.
3) trichter, guszvorrichtung, s. sp. 685.
4) karren, s. sp. 685.
5) ort, wo erz und abraum ausgeschüttet werden, s. sp. 685.
neben dem masc. ist stürze auszerdem bezeugt für:
6) kopfbedeckung, s. sp. 687.
7) ganz vereinzelt wie sturz I A, in der bedeutung 'epilepsie', s. sp. 680.
 
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stürzebecher, stürzbecher, stürzenbecher, m. , nd. wort, 1) becher mit einer stürze, d. i. deckel, s. sp. 686, seit dem 17. jh. schriftl. bezeugt, s. Schiller-Lübben 6, 272; stürzebecher Stieler 74; Beil technol. wb. 1, 588; auch aus 2 entnommen, s. Richey id. Hamburg. 373: zweimal jährlich wurde ihnen der 'Hippokrates' gereicht, und zwar in groszen, silbernen 'schauern' oder 'stürzebechern' K. Braun Wisbyfahrt 26. 2) 'säufer', der becher den hals hinunterstürzt (stürzen I A 4 b), mit dem imper. des vb. gebildet, anders Andresen deutsche volksetym. 227, am ältesten, seit dem 14. jh., bezeugt in dem familiennamen, besonders dem des seeräubers, mnd. Stortebeker, nnd. Störtebeker, s. Schiller-Lübben 4, 416; (man singt ein lied) wie man den stürzebecher singet Opel-Cohn dreiszigj. krieg 11; anzuzeigen, dasz er ein guter stürzbecher zu seiner zeit würd werden G. Regis Rabelais 1, 29; darumb sagt der stirzenbecher: ich hab ein gueten freindt, der liegt undten im keller, er hat ein helzens rekhl ahn und haist der muscateller Abr. a s. Clara pred. 150 Bertsche. sonst in lexikographischer tradition: stürzebecher potator qui pocula plena evacuare potest Stieler (1691) 174; becherstürtzer, stürtzebecher, gläserstürtzer Kramer 2 (1702) 1029b; paszsäufer, stürtzenbecher Apinus gloss. nov. (1728) 396; mundartlich für die Pfalz bezeugt, s. v. Klein prov.-wb. 2, 179. im nd. heute, vielleicht übertragen, 'stürmischer, ungeberdiger mensch', s. Richey id. Hamburg. 374; Mensing schlesw.-holst. wb. 4, 870; C. Walther in mitth. d. ver. f. hamburg. gesch. 1, 90. 3) im md., wohl aus 1 übertragen, in der bedeutung 'kleiner, dicker mensch', s. Hertel Thür. 240; Kleemann nordthür. 22; Hentrich Eichsfeld 7.

[Bd. 20, Sp. 695]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stürzeboller, m., purzelbaum (wie sturzbaum), s. Schrader dtsch.-frz. wb. 2, 1335; einen stürzeboller machen bankerott machen Kinderling reinigkeit 429.
 
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sturzel, m. , truncus, auch stürzel, ferner in ähnlichen bedeutungen storzel, störzel (teil 10, 3, 445) und sterzel. zur wurzel *stt 'steifes, starres, trockenes', zu der auch sterz 'schwanz', sterzen 'emporragen; aufwärtsrichten', und 2sturz truncus (sp. 690) gehören, vgl. H. Schröder in idg. forsch. 18, 519; Walde-Pokorny 2, 630; in der bedeutung 'truncus' entsprechen norw. stert, start, engl. start, mhd. sterz, bair. starz. seit dem 14. jh. bezeugt (s. u. 3), heute besonders in md. mundarten, s. Bernd Posen 301; Hertel Thür. 240; Jecht Mansfeld. 109; Sartorius Würzburg 119; Follmann lothr. 511; Martin-Lienhart 2, 616; Müller-Fraureuth obersächs. 2, 586; Wenisch nordwestböhm. 2, 89.
1) unteres ende, rest von pflanzen, 'strunk, stiel': krautstengel, sturtzel caulis Junius (1567) 128b;

in alles volck da kam ein graus,
den salvenstock den grub man aus,
eine kröte lag unter der salven wurtzel,
die hat vergifft des krautes sturtzel Frankfurter liederb. 350 Bergmann;

ich glaub, er hab heilsame wurtzel
mit samt dem kraut, stengel und sturtzel
dem weyb gehalten für die nasen
H. Sachs 14, 256 K.-G.;

also ist ... die meynung entstanden, ob würde der mittlere sturtzel unter den rebenzaseln vom teufel stets abgebissen, auf dasz der mensch der wurtzel grosze kraft nicht theilhaftig werden könne J. G. Schmidt rockenphil. (1706) 2, 11. unteres oder restliches ende der getreidehalme: stoppel, stumpel und sturzel stipula Stieler (1691) 2225; sie ... traten die stürtzel oder stoppeln mit den füszen in den erdboden hinein G. Opitz merkwürd. nachr. (1748) 1, 147; so soll man das geringste getride nicht weit davon in feine runde schober setzen, und dasselbe wohl aufeinander, dasz die ähren hinein, die stürtzel heraus kommen, einlegen schles. wirtschaftsbuch (1712) 160; (weizen) wird von der hitze, die den sturtzeln schädlich ist, bleich Zincke ök. lex. (1744) 3178. 'baumstumpf':

also bistu minne zart,
ein boum uz nutzes wurzeln
gewachsen ab den sturzeln minneburg in mhd. wb. 2, 2, 646;

so besonders in jüngerer zeit:

sie (die mistel) kann im boden nicht gleich andern pflanzen wurzeln,
nur nahrung saugen aus baumästen oder sturzeln
Rückert ges. poet. w. 8, 432;

(die weide) zerrissen in drei stücke,
die trotz der trennenden lücke
doch fuszen auf einem sturzel
und saugen mit gleicher wurzel
E. Ortlepp lieder eines polit. tagwächters 155;

aus diesem ... durcheinander von ... sturzeln und schlamme ... wieder herauszukommen Brehm thierleben 6, 490; bildlich: ach, die ganze sumpfige gegenwart voll sturzeln und egeln hatt er mit einem fusze seitwärts weggestoszen Jean Paul 15-18, 109 Hempel; 'wertloser stumpf':

doch neulich, als ich nach ihm (dem röschen) sah,
stand nur ein trockner sturzel da,
und nicht einmal ein keim zur frucht
F. Rochlitz für ruhige stunden 1, 151;

ob er da nicht recht thöricht handeln würde, wenn er einen alten dürren stürtzel ergreifen und ihnen damit zu leibe gehen wolte J. Chr. Edelmann bereitete schläge (1738) 12.
2) 'stumpf' in weiteren anwendungsgebieten: da wurde ihm die andere hand durch den hencker auch abgehauen, und der sturzel in eine aufgeschnittene henne gesteckt Ettner unwürd. doctor (1697) 949; ehe er davon bliebe, ehe lieffe er auf den sturtzeln fort, wenn er keine beine hätte Chr. Weise erznarren 219 ndr.; ein kind, an dessen linker seite man nur den stürzel von dem oberarm sahe Alemannia 18, 42; wenn diese schaufeln ungleich, ausgefressen

[Bd. 20, Sp. 696]


und stumpf sind, mehr sturtzeln als ganzen zähnen gleich sehen allgem. haush.-lex. (1749) 3, 794; denn wenn die hare verrissen werden, so giebets gröszer schmertzen und stechen solche sturtzeln sehrer, thun auch den augen viel mehr schadens als wenn sie lang sein Bartisch augendienst (1583) 197; wehrte er sich mit dem degen in der faust, bis selbter mitten entzwey sprang; wormit er aber nicht lebendig in der Römer hände käme, schnitt er ihm mit dem übrigen stürtzel die gurgel ab Lohenstein Arminius 1 (1689) 811b.
3) 'stummel; stehengebliebenes ende; auswuchs, knorpel': es soll auch keiner seinem nachbahren zu dorf oder veld über die gesetzte stein und markung überzäunen noch viel weniger die sturzel oder den boden des zauns wie man es nennet seinem nachbahren zu entwenden (1712) Wintterlin württ. ländl. rechtsqu. 1, 89; sich, und schaw nu an, ... wie die sturtzeln von den rutten in den striemen und wunden sich eingefressen Butschky trostbächlein (1626) 193; stürzel, schenkel, knoten 'die beym abschneiden des knotholzes zurückgebliebenen enden' Nemnich wb. d. naturg. 583; besonders im weinberg die vorjährigen enden der reben', s. Weber ök. lex. (1829) 587:

du snit abe sine (des weins) sturziln
und pflanztis sine wurziln;
des hat er lusticliche
irvullit daz ertriche
Nic. v. Jeroschin 310 Strehlke;

das weich räbschosz so alle jar härfür schüszt, item räbblatt oder kabiszstürtzel Frisius (1556) 245a; stirzel an trauben, stirtzlen oder stengel gewinnen Maaler (1561) 389b; in mancherlei anwendungen: es hat aber solchs nüszlein allerley ungleiche und rauhe stürtzel, fast wie schupen W. Spangenberg anmüt. weiszheit lustgarten (1621) 616; s. Jakobs knie hatten stürtzel vornen von vil beten Keisersberg brösamlin (1517) 1, 30b; die sturzeln um diesen kopf zeigen sich in der scheide der laus durch verschiedene reihen kleiner häkgen, die sich in die haut einklammern J. Fr. Titius bedrachtung ü. d. natur (1783) 2, 95.
4) 'stütze, stützgestell', wahrscheinlich der bedeutung 'truncus, pfahl' direkt entsprechend, s. auch 2sturz 4: 'untersatz zum klöppelsack' Müller-Fraureuth obersächs. 2, 586; an der käsepresse: stürzel 'bei der alten einfachen hölzernen hebelpresse unter den unterstützungspunkt des hebelbalkens und auf den laddeckel gestellter holzstab' Martiny wb. d. milchwirtschaft (1907) 124; am spinnrad: (die mägde) holten einige stürzel (gestelle, auf die der rocken gesteckt wurde) aus der kammer A. Langer der prozeszgeist (1911) 111;

weil wir dann nun seind bey dem grab,
so mustu gar balt steigen nab
und rausz reichen, was drinnen ist, ...
dann der stein ist erhaben schon,
und ein stürtzel darunter thon,
das du gar wol kanst kriegen nein
Ayrer dramen 2357 Keller.


5) 'vogelschwanz', wohl aus sonst gebräuchlichem sterz, sterzel (s. d.), etwa unter anlehnung an die bedeutung 'ende' von stürzel: der kropf und der stürtzel oder burtzel eines vogels le gavion et le crouppion d'un oiseau Duez nomencl. 29; s. auch Götze frühnhd. 212.
 
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stürzel, n. , selten sturzel, in den gleichen bedeutungen wie 1sturz III, weit seltener als dieses, meist deutlich als dessen demin. empfunden.
1) 'deckel': decke selbe (speisen) mit einem stürzel zu B. Hickmann wiener. bewährtes kochb. (1809) 5; nemlich man nimmt laim oder tegl, saltz, wermuthkörner oder blühe, jedes ein halb pfund, alles durcheinander vermischt, wol abgebört und stürtzel daraus gemacht, dieselben wol erhalten lassen und über die spunt stürtzen v. Hohberg georg. cur. 2, 86; das (rinnlein) mit ainem stainin stürzel bedeckt sin soll urk.-buch der st. Stuttgart (1487) 459; stürzel, sturzel, deckel Mozin-Biber 2, 375c; mundartlich im österreich., s. Castelli Österr. u. d. Enns 239; Unger-Khull 588; Jakob Wiener 188; ähnlich: stortsl, f., 'bedachung der getreidepyramide' Hentrich

[Bd. 20, Sp. 697]


Eichsfeld 82; wahrscheinlich 'feuerbedeckung', wie 1sturz III A 1: das weilunt der alt herr Johanns ... ein camin zu Seedorf im schlosz uferbauen, daran er an ain waldtstein den sturzel hat lassen zieren und die zwai wappen Zimbern und Werdenberg daran hawen zimm. chron. 3, 217 Barack.
2) kopfbedeckung, s. Birlinger schwäb.-augsburg. 415b; stortsl, f., frauenmütze Hentrich Eichsfeld 36.
3) oberschwelle der tür, mundartlich im alem., s. Seiler Basler 284; Friedli Bärndütsch 3, 609: hingegen hat kein meister für das steinversetzen (bey den thoren, kellerhälsen, ligenden bögen, thüren, fenstern, lufftlöchern und läden, auch schliessung der bögen über die stürtzel) weiteren lohn zu fordern qu. a. d. j. 1655 bei Reyscher samml. d. württ. ges. 13, 228; beid pfosten und den stürzel oder überthür qu. a. d. j. 1548 bei Fischer schwäb. 5, 1937.
4) stück stangeneisen, eisenplatte, aus dem blech hergestellt wird, s. Jacobsson 4, 348; Mothes 4, 288: stürzel oder kölbel 'geurwellete stücken eisen, welche an den geschmiedeten stangeneisen abgeschrotet worden, um solche zu richten und bleche daraus zu machen' bergmännisches wb. (1778) 541.
 
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sturzeln, vb., demin. bildung von 2stürzen, in gleicher bedeutung wie dieses; stürzeln Campe 4, 740:

glich bluete spros er (Christus) her vor
zwigende uz der wurtzeln
Jesse an allez sturtzeln Daniel 4076 Hübner;

sehet der güldenen härlein umfliegen,
in dem so kuglichten heubtlein gewurtzelt,
wie sichs einkreiselt und unter sich sturtzelt,
machet das gantze gesichte beliebet
W. Scherffer geist- u. weltl. ged. (1652) 405;

mit welcher er ungehindert mag schertzlen, stertzelen, ... fützelen, fürtzeln und bürtzeln, so oft es ihn gelust zu stützlen und zu stürtzlen Fischart Gargantua 107 ndr.
 
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sturzelwerk, n., zu sturzel 'strunk, stumpf':

ich musz mich bück- und krümmen,
der sünder sturtzelwerk, dasz stets empor wil klimmen,
aus mir gerott zu sehn
G. Wagner ter tria (1698) 215.


 
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stürzen, adj., aus einer besonderen art blech bestehend, zu 1sturz III D, vorzüglich obd., aber auch: n störten ketel 'kessel aus eisenblech' ten Doornkaat-K. 3, 330; seit dem 15. jh. bezeugt: ain stürtzene, grosse flaschen Zingerle inventare 139; solt auch ein pflaster haben in einer stürtzin oder küpferin büchsen F. Würtz wundartzney (1612) 214; item ain grosse stürzin glutpfann Überlinger inventar v. 1553 bei Mehring badenfahrt 193; weitere zeugnisse bei Fischer schwäb. 5, 1937; auch in junger sprache: einen anderen tag zeigte sie ihm das tee in einer stürzenen büchse, deren öffnungen nach mit papier verkleistert waren Pestalozzi 13, 118 Buchenau; s. K. Reiser Allgäu 2, 739.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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