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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sturmsichel bis sturmsprung (Bd. 20, Sp. 668 bis 669)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sturmsichel, f., dasselbe wie sturmsense: falx muralis Schottel teutsche haubtspr. (1663) 457. —
 
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sturmsicher, adj., vor dem sturmwind gesichert; von einer örtlichkeit: von groszer bedeutung ist ... die anlegung einer genügenden anzahl von sturmsicheren fischerhäfen A. Schwappach forstpolitik (1894) 363; von einem schiff: sturmsicherer segler von neun knoten in der stunde C. Müller altgerm. meeresherrschaft (1914) 250. —
 
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sturmsignal, n. 1) zeichen zum sturmangriff: sie sollten mit aller furie auf ihn einstürzen, sobald Bernhards trompeter das sturmsignal blasen würden H. Laube ges. schr. 15, 319; Peter Fiebig ... pfiff die sturmsignale und verrieth ... unverkennbare lust, darein zu hauen Holtei erz. schr. 21, 117. 2) nautisch, signal, das kommenden sturm anzeigt: die mit funktelegraphenapparaten ausgerüsteten schiffe werden ersucht, die sturmwarnungen den übrigen schiffen durch sturmsignale bekannt zu geben leuchtfeuerverz. Ostsee anh. 7. dazu sturmsignalmast ebda; -station Kühl-Vahlen seglers vademecum (1906) anh. 146.
 
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sturmsinn, m., zorniger sinn:

trumb bis geduldig lieber man,
bis sie der sturmsinn hat verlahn
W. Bütner epitome historiarum (1596) 240b;

sturmsinn, poltersinn spirito strepitoso Kramer 2 (1702) 817b. —
 
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sturmsold, m., belohnung an die truppen für einen gelungenen sturm, vornehmlich im 16. jh.: die fuszknecht wolten ein sturmsold haben (1525) Baumann quellen z. gesch. d. bauernkriegs 756; ist hochgedachte key. mt. entschlossen, hinfürter, es komme zu schulden, wann es wölle, einichen sturmsold zu geben L. Fronsperger kriegsb. (1573) 1, 19b; und da etwan ... deszwegen dem kriegsvolck der sturmsold gebüret, solte die kirchen solche gedoppelte besoldung zu entrichten schuldig sein Dreyfelder historien desz hauses Est (1580) 163b; auch im plural: söndern gemeingklich geschrien geld oder plut, fünff stürmsölde, das und kein anders und damit uszgedient H. Lutz grundige u. warhafftige bericht der geschichten und kriegshandlung (1530) c 3a; (nach der Türkenschlacht bei Wien) suochten die herren und houptlüt undankbarlich inen (den landsknechten) die sturmsöld abzebrechen und denen vom rich nur einen ze geben (um 1530) bei Staub-Tobler 7, 855; später in geschichtlichen schriften: ihr gedancke war nur, die sache leib an leib auszufechten, den sturmsold zu verdienen, ihre alten gegner ... zu bezwingen Ranke s. w. 2, 198; die fremden kriegsknechte, um den sturmsold lärmend, plünderten die häuser Zschokke ausgew. schr. 32, 415; vereinzelt auch der sold für abschlagung eines sturms: den landsknechten, welche die stadt so wacker ... vertheidigt, konnte man den sturmsold nicht zahlen, auf den sie ein ... recht besaszen Ranke 3, 148. —
 
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sturmspiesz, m., eine mit feuerkugelnzeug und schlägen gefüllte röhre, die man bei bestürmung der contrescarpe nützlich gebrauchen kann Fäsch kriegslex. (1735) 243b: allerley fewrwerck mit sturmkolben und sturmspieszen Fronsperger kriegsb. 2, H h 6a; wurfkolben und sturmspiesze H. v. Fleming vollk.

[Bd. 20, Sp. 669]


soldat 72. —
 
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sturmspitze, f., spitzige pallisade als hindernis: aber der grab ist trucken geblieben, und nur mit halben sturmpfählen und sturmspitzen besetzet französ. Simplicissimus (1683) 1, 337; wofür man die wälle rund herum verbessern, mit schweren pallisaden und sturmspitzen umsetzen ... lassen Rheinstrom (1685) 1, 740. —
 
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sturmspringbock, m., ein turngerät, s. Kregenow-Samel gerätkunde (1905) 1. —
 
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sturmspringen, subst. inf., eine turnübung, s. Meyers lex.7 11, 1076. —
 
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sturmspringgestell, n., ein turngerät, s. Kregenow-Samel gerätkunde (1902) 81. —
 
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sturmsprung, m.:

vorwärts jetzt, versuchen wir den sturmsprung
graf Pocci lustiges komödienbüchlein 5, 131.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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