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sturmschwung bis sturmsignal (Bd. 20, Sp. 667 bis 668)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sturmschwung, m.:

beim dunkel
gings im sturmschwung über thal und hügel
v. Schack ges. w. 9, 88.


 
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sturmsee, f., stürmische see:

besser ist es, nie gelebt
als in sturmsehn stets geschwebt
K. Stieler geharnschte Venus 30 ndr.


 
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sturmseele, f., stürmische seele: die welt war dieser gotteskraft so ungewohnt, dasz sie mit ingrimm die verzückten beter, diese sturmseelen der maszlosesten gottesliebe, verfolgte B. Weber Tirol u. d. reformation 65.
 
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sturmsegel, n., lexikalisch seit dem 18. jh. belegt, s. Eggers (1757) 2, 1058. 1) kleineres derbes segel, das an stelle eines gröszeren bei sturm gesetzt wird; indesz überfiel mich bereits am 24. juni ein so harter sturm, dasz ich nur vor einem kleinen sturmsegel unterm winde liegen konnte Nettelbeck lebensbeschreibung 1, 225; vom bugspriet flatterte ein weiszes sturmsegel auf H. Smidt mitt. a. d. tgb. e. nord. seemanns (1830) 176; vor sturmsegeln lagen wir in der nordsee und warteten auf besseres wetter Hanssen seemannsleben (1912) 144. 2) bei vollschiffen ganz geringe besegelung: die fregatte lag mit wenigen sturmsegeln bei österr. fregatte Novara (1861) 1, 171; am vormittage des sechsten lagen wir noch unter sturmsegeln Gildemeister rund Kap Horn (1901) 118. 3) jedes dicht gereffte segel: ein eingerefftes sturmsegel Kries tagebuch (1825) 360; dieselbe flotte ... kreuzte vor dicht gerefften sturmsegeln im angesicht des Texels H. Smidt Ruiter (1848) 4, 158. 4) auf binnenkähnen das dritte, kleinste, sprieksegel, das dem winde weniger fläche bietet und für die strecke von Magdeburg bis Hamburg als talwärtssegel dient Kluge seemannsspr. 769. —
 
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sturmsegler, m., mehrere arten von sturmvögeln: thalassidroma leucorrhoa Brehm tierleben 6, 194 P.-L.; tringa lobata Nemnich wb. d. naturg. 583. —
 
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sturmseil, n., besonders festes seil: wie vor diesen und in nothfallen aus weiberhaaren schiff- und sturmsaile verfertiget worden, solches ist bei dem Coeli lib. 18. cap. 12. zu ersehen Marperger haar- u. federhandel (1717) 210. —

[Bd. 20, Sp. 668]


sturmseite, f., die dem sturmwind zugekehrte seite: hinter jedem hinterhalt ... wachsen die sandhügel auf der ruheseite an, indesz die sturmseite sie umherwirbelt Ritter erdkunde 1, 1019; man ... gebe ... dem walde gleich bei seiner ersten anlage ... einen gürtel von lärchen- oder laubholzbäumen auf der sturmseite Zschokke ausgew. schr. 12, 26; graues moos haben sie (die bäume) angesetzt an der sturmseite, und ihre zweige sind zerzaust A. F. Krause das stille leuchten (1910) 101; bildlich: leute, die das leben immer nur von der sturmseite kennen, ... müssen immer mit vorurteilen gegen gewisse menschen befangen sein L. Kompert sämtl. w. 1, 67. —
 
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sturmsense, f., ein verteidigungsmittel, und zwar eine sense, die nicht unter einem winkel, sondern senkrecht an einer langen stange befestigt ist, s. Fäsch kriegslex. (1735) 243a; Eggers 2, 1058. —
 
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sturmsetzer, m., wohl 'eigentlicher angriffssoldat': der keiserischen ist in solcher schlacht nur 700 blieben, sturmsetzer kaum 400 H. Braun decas (1617) 248. —
 
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sturmsichel, f., dasselbe wie sturmsense: falx muralis Schottel teutsche haubtspr. (1663) 457. —
 
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sturmsicher, adj., vor dem sturmwind gesichert; von einer örtlichkeit: von groszer bedeutung ist ... die anlegung einer genügenden anzahl von sturmsicheren fischerhäfen A. Schwappach forstpolitik (1894) 363; von einem schiff: sturmsicherer segler von neun knoten in der stunde C. Müller altgerm. meeresherrschaft (1914) 250. —
 
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sturmsignal, n. 1) zeichen zum sturmangriff: sie sollten mit aller furie auf ihn einstürzen, sobald Bernhards trompeter das sturmsignal blasen würden H. Laube ges. schr. 15, 319; Peter Fiebig ... pfiff die sturmsignale und verrieth ... unverkennbare lust, darein zu hauen Holtei erz. schr. 21, 117. 2) nautisch, signal, das kommenden sturm anzeigt: die mit funktelegraphenapparaten ausgerüsteten schiffe werden ersucht, die sturmwarnungen den übrigen schiffen durch sturmsignale bekannt zu geben leuchtfeuerverz. Ostsee anh. 7. dazu sturmsignalmast ebda; -station Kühl-Vahlen seglers vademecum (1906) anh. 146.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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