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sturmposaune bis sturmreich (Bd. 20, Sp. 663 bis 664)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sturmposaune, f., bildlich, vom sturmlärm: zu den schauerlichen klängen der wildwasserorgeln und sturmposaunen J. Jegerlehner in dtsch. rundsch. april 1912, s. 4; der hochwald hatte sich aus einer Äolsharfe in eine sturmposaune verwandelt Fr. Lienhard Wasgaufahrten 44;

sturmposaune her vor ihm (Zebaoth)
bläst
Arent-Conradi-Henckell mod. dichtercharaktere (1885) anh. 4;

verallgemeinert:

brüllt es selbst mit sturmposaunen
daher, so wär es doch zu tragen noch
O. Ludwig ges. schr. 3, 209;

anders, posaune des aufruhrs:

du spottest über die freiheitsphrasen
und hast die sturmposaune geblasen?
W. Jordan schaum (1846) 9.


 
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sturmprediger, m.: (wo er 1848) auf allen volksversammlungen der umgegend als ein rechter sturmprediger sich hervorthat W. H. Riehl gesch. u. nov. (1923) 4, 99. —
 
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sturmprophet, m., prophet d. revolution; componiert:

es gellt im sturmprophetenton
wie richterwort wie satter hohn
E. Fuchs aus d. klassenkampf (1893) 68.


 
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sturmprügel, m., dasselbe wie sturmkolben (s. d.): ein brügel 2 oder 3 finger dick und 1 elle lang, haben vorn am ende ein löchlein oder knöpflein, wird in einem mit feuerwerk gefüllten schlauch gesteckt, darauf mit hanf umwunden, werden bey dem knöpflein angezündet und auf das geworfen, was man verbrennen oder beschädigen will Fronsperger von feuerwerk (1564) 9a; sturmbrügel mit schlegen, dann wo die angehen, schlagen sie durch einen geharnischten mann ders., kriegsbuch 1, 104b; vilerlei andere (instrumente) zu anfallung derselbigen (städte) ... catapultae, banckpfeil und sturmbrigel Machiavelli kriegskunst (1623) 379. —
 
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sturmpumpe, f.; besonders stark saugfähige pumpe, früher auf kriegsschiffen gebräuchlich; auch kettenpumpe genannt s. Bobrik naut. wb. (1850) 676. —
 
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sturmrad, n.: die sturmräder der zeit rollen schnell W. Klee dombau zu Köln (1849) vorwort.
 
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sturmrasse, f.: wer hat das wunder gewirkt, dasz diese wüste sturmrasse die friedensschalmei bläst? E. v. Handel-Mazzetti Stephana Schwertner in dtsch. rundsch. 151, s. 185. —
 
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sturmrecht, adj., dass. wie sturmreif, sturmbar: als nun die stat sturmbrecht geschoszen Wilwolt v. Schaumburg 36 lit. ver.; wart die stat sturmbrecht geschoszen ebda 103. —
 
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sturmrede, f.: der herzenstürmende eindruck dieser herzentquollenen sturmrede zeigte sich auf allen gesichtern B. Weber Tirol u. d. reformation 200.
 
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sturmregen, m., heftiger, stürmischer regen; seit dem 15. jh. belegt: sturmreyn nimbus, procella (1420) bei Diefenbach n. gl. 264a; 304a; vorhof sick en storm baven der stad mit eme groten unsprekeliken stormeregen (15. jh.) Schiller-Lübben 4, 415; als aber etliche auszländische völcker von mitternacht gleich als ein groszer sturmregen in diese mittagsländer hineinfielen P. Uffenbach atlas minor (1609) 88; der winter umgab alle ländlichen wohnungen mit unerfreulichem sturmregen

[Bd. 20, Sp. 664]


und frühzeitigen finsternissen Göthe 24, 312 W.; als die dicken tropfen des nächtlichen sturmregens auf unsere häupter fielen F. M. Klinger werke 8, 85; wir hatten sturmregen oder regenstürme aus osten I. v. Düringsfeld aus Dalmatien (1857) 3, 43; heut ist nur 11° R + und scheuszlicher sturmregen gewesen J. Burckhardt briefe an einen architekten (1880) 131.
 
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sturmreich, adj., auch sturmesreich: die sturmreiche küste des meeres Herder 13, 305 S.; späte frühlinge sind heisz und sturmreich wie sommer H. Federer berge u. menschen (1911) 14; (Saturn) der wind- und sturmreiche L. Eichrodt lyr. kehraus (1869) 2, 6; uneigentlich:

verstummt, bestaubt liegt meine leyer schon
seit vielen schweren sturmesreichen tagen
J. E. v. Grotthusz am strome d. zeit (1885) 59.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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