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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stürmig bis sturmkappe (Bd. 20, Sp. 649 bis 653)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stürmig, adj. , neben stürmisch, heute veraltet.
1) kriegerisch; 'dem sturm dienend':

daz er wolde sturmic werc
stiftin wider Kungisberc
Nic. v. Jeroschin 11783;

meist im sinne von 'angriffs-, sturmtüchtig': impetuose stürmig (15. jh.) Diefenbach 289a;

sind sie gewaffnet gleich, so will ich dennoch gehn,
gewaffnet nu mit zorn und stürmig an sie lauffen
Opitz opera, geistl. u. welt. ged. 1, 231;

auch der stürmige Ares legt
nieder den scharfen spitzigen spiesz
Herder 22, 159 S.

bildlich: wenn der teuffel ... auff unser hertz stürmig keme zugerennet, so musz er doch mit schauder abgleiten oder gar umbwerffen V. Herberger traurbinden (1611) 1, 45.
2) elementarisch, wind, wetter, wasser u. s. w.: wan die gedult ein so starker segel ist, das in falsche bose und sturmige winde nicht zureizzen mugen Joh. v. Neumarkt Hieronymus 44 Benedict; der (wind) hat so hart und plotz stürmig gewehet, dasz er hat viel heuser, beum und kirchturmspitzen eingerissen S. Hüttel chron. d. stadt Trautenau 68;

es war schon um die zeit, wenn kalt und stürmig wettert
der strenge Boreas
Neumark fortgepfl. musik.-poet. lustw. (1657) 2, 240;

die stürmgen winde haben sich gelegt
Herder 11, 300 S.;

der wagte sich hin zu im in daz trüb stürmig wasser Seuse dtsche schr. 81 Bihlmeyer;

mein schiff zu retten auf stürmiger see
Herder 25, 474 S.;

allein desz harten und stürmigen wetters halben konte er daselbst nicht anlegen M. Krämer leben u. tapffere

[Bd. 20, Sp. 650]


thaten (1681) 30; faule und stürmige jahrszeiten Herder 14, 557 S.; am fusz der säule des himmels, des stürmigen Ätna Heinse sämtl. w. 4, 387 Sch.; mit sinnlicher übertragung: nach seinem tode wart ... auf dem kirchhove ein so sturmiger grausamer don Joh. v. Neumarkt Hieronymus 196 Benedict;

bis ihm des athems stürmge züge stocken
Rückert werke 2, 299.


3) die letzten belege deuten schon den weg zu abstracter anwendung an, die stark entfaltet ist und in den modernen mundarten zu ganz speciellen bedeutungen führt, vgl. stormig vehemens (15. jh.) Diefenbach 608c; insolens ebda 301b: er was von dem himelschen vater in eime lieplîchen umbevange mit stürmiger kraft unwizzende in einem ûfkapfenden geiste meister Eckhart bei Pfeiffer mystiker 2, 50; das ir rede nicht störrisch oder stürmig ... sey Mathesius Sarepta (1571) 132b;

Christus de heylandt, vnsze here,
hefft lange geslapen up dussem mere:
nu ys he wedder op gewaket,
vnsze stormige herte still gemaket
B. Waldis verlor. sohn 10 ndr.;

sie ward von wilden leidenschaften der menschen, die in verbindung mit andern noch stürmiger wurden, oft gestört Herder 14, 247 S.; von den menschen unmittelbar: Esau facit timentes, ungeduldige, sturmige geyste Luther 9, 397 W.; Cornelius nennet disz volck frantzösisch und einer sturmigen art Seb. Franck chron. Germ. (1538) 206a; dis gebot gielt den stürmigen und schelligen köpffen Mathesius Syrach (1586) 70b; ein fürnemer herr ... suchet und hub unfrieden an gegen männiglich, war sturmig, ungeberdig Kirchhof wendunmuth 2, 353 lit. ver.; dieser bösewicht und störer der gemeinen ruhe ... machte den hertzog, welcher vorhin schon würmig, aufs neue stürmig E. Francisci schau- u. ehrenplatz (1684) 24; ihr werdet alsdenn erfahren, was dieser liquor vor trefliche krafft habe, und wie so gar wenig euer, sonst stürmiger mann, rumoren werde v. Hohberg georgica curiosa aucta (1715) 3, 80a.
4) ganz speciell, cimbrisch und tirolisch: sturnig störrisch; dumm, aberwitzig; betäubt, schwindelig Schöpf 726; storneg benebelt Schmeller cimbr. 176; vgl. hiezu: sehen sie mit den augen sturmig und grasz die leuth an, ... ist ein zeichen der taubsucht Paracelsus chir. (1618) 12 Huser; vielleicht auch 'störrische, bösartige schlange': der moltwurm oder sturrnig schlang (1475) bei Fischer schwäb. 5, 1935.
 
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sturmigel, m., verteidigungswerkzeug; runder, mit eisernen stacheln besetzter balken, den man auf die anstürmenden feinde herabfallen liesz, s. Eggers 2, 1055; Jacobsson technol. wb. 4, 347b.
 
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stürmiglich, adv. und adj., im mhd. gebildete verstärkung zu stürmig, die nach dem 16. jh. nicht mehr belegt ist. im kampf vom stürmischen anlaufen:

sie lief in under ougen sturmeglichen an Wolfdietrich 737, 1;

und kumen mit irem geschütze stormiglichen über die Sachsen Wigand Gerstenberg chron. 29 Diemar; sie drangen aber so stürmiglich hinein, dasz viel auff der seiten hinab in den graben fielen G. Forberger warhafftige beschreibungen (1570) 38; vom vogelflug: ain rapp ... flouge stürmglich mit geschutten synes gefiders ungestüm uff ainen wider (vehementi cum strepitu ac stridore) Stainhöwel Äsop 243 Ö.; uneigentlich: wölcher ist söllicher sachen oder der stürmklichen gericht so begirig, der von den worten Bernhardi nicht beweget oder auch erschrocken werd (für lat.: judicialis strepitus) Stainhöwel spiegel menschl. lebens (1479) 54b.
 
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sturminstrument, n., belagerungsgerät: grosze kugeln und allerlei sturminstrumenten E. Francisci lufftkreis (1680) 868; dieses ungeheure sturminstrument Abr. a s. Clara etwas für alle 2, 412.
 
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stürmisch, adj. , seit dem mhd. belegt (s. mhd. wb. 2, 2, 717), doch vor dem 16. jh. äuszerst karg. diese bildung

[Bd. 20, Sp. 651]


hat sich im nhd. gegenüber ähnlichen (s. stürmerisch, stürmig, stürmlich) allein durchgesetzt. entgegen sturm liegt der hauptanwendungsbereich des wortes heute im uneigentlichen (s. u. 5).
1) an den kriegerischen sturm knüpft die bedeutung in wenigen frühen belegen an: ich bin dazu geboren, das ich mit den roten und teuffeln mus kriegen und zu felde ligen, darumb meiner bücher viel stürmisch und kriegisch sind Luther 30, 2, 68 W.; selten in junger sprache: als er endlich sie (die schlacht) lieferte, überwand er seinen stürmischen gegner Mommsen röm. gesch. 2, 236. hierher auch stürmischer angriff: sie (die maurischen reiter) meinen es selten mit diesen stürmischen angriffen ernsthaft Tieck (1828) 19, 384; dasz die groszen leiber der germanischen krieger nur zum stürmischen angriff tüchtig gewesen seien Fouqué gefühle, bilder 1, 204.
2) 'aufrührerisch': so ich doch nichts denn seynem rottischem, sturmischem und schwermischem geyste widder stehe Luther 18, 68 W.; wie nun der Zwingel von Carlstadt diese grille auffgefangen, hat er zugleich auch etwas von seinem stormischen geist empfangen G. Nigrinus anticalvinismus (1595) 453; äuszerlicher in jungen belegen: Wladislaw II. war kein mann, um den stürmischen adel in zaun zu halten Ranke s. w. 2, 285.
3) 'aufbrausend, schroff, heftig, ungestüm':

da ist sie nicht ruhmorisch,
gegen kind und gsind nicht stürmisch
Nic. Schmidt zehen teufel (1557) f 1b;

hette sie (die tochter) meinen stürmischen schedel nicht so wol gewust, ich weisz, sie hette ihn die stunde noch nicht für ihren gümpel angenommen Schoch studentenleben (1657) d 3b; ir gesicht und wesen ist sauer, unfreundlich, stürmisch Dapper Africa (1671) 463b; ein weib solle nicht rauh und stürmisch, sondern freundlich und leutselig von sitten seyn v. Hohberg georg. curiosa 3, 79b; da ist der unerzogene, stürmische mann gleich davon gelaufen Gottsched dtsche schaubühne 4, 280; ein stürmischer, genialischer jüngling E. M. Arndt (1892) 1, 33; heftig, aufbrausend, stürmisch, ein zelot Ranke 37, 114; besonders oft stürmischer liebhaber: ist dieser schmeichelnde, stürmische liebhaber der kalte Tellheim? Lessing 2, 255 L.-M.; stürmischen verehrern Costenoble tagebücher 1, 8; vgl. mundartlich: stürmisch aufgeregt Martin-Lienhart 2, 614.
vereinzelt bleibt die übertragung auf ein starkes, hitziges getränk:

ein stürmisch bier, das im gehirne tobet
J. E. Schlegel (1761) 4, 131.


4) stürmisch von den bewegungen der elemente. allgemein: hierauf war es immer kälter und stürmischer geworden Göthe IV 21, 319 W.; je stürmischer um lichtmesz, je sicherer ein schön frühjahr Körte sprichwörter 151.
stürmischer wind: der nortwind ... ist der aller stürmiste wind Barth weiberspiegel (1565) 78b;

und halte (herbst) die stürmischen winde zurück
Giseke poet. werke (1767) 110.

stürmisches meer, stürmische see, wogen u. s. w.: das (meer) welches so stürmisch und von vilen schiffbrüchen übel berichtiget Butschky Pathmos (1677) 601; (völker) die blosz das stürmische meer ernährt Haller Usong (1771) 53; von dem stürmischen meer des hoflebens Gleim briefw. 1, 421 Körte; nach einer beschwerlichen fahrt bei stürmischer see Heilmann pelop. krieg (1760) 316; in einem kahn allein auf die stürmische see O. Jahn Mozart 4, 165; das land der wahrheit, umgeben von einem weiten und stürmischen oceane Kant 3, 202 akad. ausg.; die stürmische woge Fr. Schlegel (1846) 4, 125. stürmischer himmel, stürmische witterung u. s. f.:

der himmel will sich selbst bey meiner fürstin reisen
in reinster heiterkeit, nicht länger stürmisch weisen
B. Neukirch bei Hoffmannswaldau u. a. D. ged. 7, 214;

die witterung des himmels war damals ungemein kalt und stürmisch Leipz. avanturieur (1756) 2, 102; nachmittags

[Bd. 20, Sp. 652]


bin ich der frau cammerherrin bei sehr stürmischem wetter entgegen gereiset Zinzendorf tageb. in zs. f. brudergesch. 1, 140. von den zeiten:

(frühling) der immer beblühmet und grünend verbleibt,
dieweil ihn kein stürmischer winter vertreibt
Triller poet. betracht. (1750) 1, 497;

der stürmische herbst Lenz 16 Weinhold; dieser unbeständige und stürmische aprill Lohenstein Arminius 2, 1511b; an einem stürmischen herbstabend E. T. A. Hoffmann 10, 90 Gr.; besonders häufig und läufig die stürmische nacht:

schwarz und stürmisch war die nacht
Göthe 1, 181 W.;

stürmischer als eine decembernacht J. M. Miller briefw. dreier ak. freunde (1778) 1, 101; eine rauhe stürmische winternacht A. v. Droste-Hülshoff (1879) 2, 265; stürmische novembernacht W. v. Polenz Grabenhäger 1, 250. von sturmumbrausten örtlichkeiten: auf dem stürmischen hügel Göthe 37, 67 W.; der fürst der stürmischen inseln Bürger 283 B.; der mensch verwildert in wilden, stürmischen zonen Schiller 1, 166 G.
5) vornehmlich von 3 und 4 her entwickelt, tritt stürmisch seit dem 17. jh. in zunehmendem, zuletzt unbegrenztem masze als attribut neben die verschiedensten abstracta. hier nur einige beispiele:

und kehrt euch nichts an ihr geschrey,
ob es schon noch so stürmisch sey
Moscherosch gesichte (1650) 2, 789;

stürmisches geseufz Shakespeare 3, 153; stürmische und zärtliche gesänge Gleim briefw. 1, 220 Körte; stürmische angst Lessing 2, 347 L.-M.; von stürmischer freude Adelung lehrgeb. 2, 565; stürmischer jubel Ruge briefw. u. tageb. 2, 13; meiner stürmischen wünsche Heinse 4, 368 Sch.; zu dem stürmischen auftritt im park Mörike 3, 149; von einem stürmischen gefühl Caroline 2, 48 Waitz; stürmisches denken Auerbach (1892) 3, 7; stürmische entwicklung unsrer politik Bismarck ged. u. erinn. 2, 184; besonders oft von zeit und leben: möchten doch die jetzigen stürmischen zeiten durch einen baldigen frieden wieder ruhig werden Gottschedin briefe 1, 111 Runkel; in den stürmischen zeiten des 14. und 15. jahrhunderts Eichhorn dtsche staats- u. rechtsgesch. (1822) 3, 219; o des stürmischen lebens maler Müller (1811) 1, 353;

möchte dir mein leben gleichen,
das oft trüb und stürmisch ist
Becker mildh. liederb. 15.


6) zusammensetzungen. stürmischbewegt Hölderlin 1, 220 Litzmann; -grimm Ahlwardt Ossian 1, 136; -heiter Novalis 2, 95 Minor; -kalt Gottsched ged. (1828) 2, 199; -rasch J. Nordmann ged. 249; -regnerisch Göthe 35, 100 W.; -trüb Kerner lyr. ged. (1854) 15; -wogend Schiller 6, 399 G.
 
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stürmischkeit, f.; vom wetter: die auf sehr niederen mittlern luftdrucke beruhende stürmischkeit der atmosphäre Ratzel völkerkunde 2, 668; uneigentlich: die schrift war zuweilen schwierig zu lesen, sie änderte sich von der stelle agrarischen idylls bis zur unberechenbaren stürmischkeit, aber immer war sie geistvoll und schön A. Ulitz narrenkarosse (1917) 171.
 
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sturmjäger, m., mythologisch, 'dämon, der im sturme jagt': der sturmteufel und der sturmjäger ... möchten wohl ein und dasselbe wesen sein Laistner nebelsagen 178; dichterisch für den sturmwind:

o brich herein mit donnersturmgetos,
lasz deiner schwarzen rosse zügel los,
sturmjäger, auf, wir alle harren dein
Arent-Conradi-Henckell mod. dichtercharaktere (1885) 286.


 
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sturmjahr, n., bezeichnung für das jahr 1848, die sich in den 50 er jahren einbürgerte und besonders in Österreich lange hielt: seit dem wilden sturmjahr 1848 Avé-Lallemand gaunerthum (1858) 1, 115; ich fand ganz den alten menschen von 1846 wieder, den ... das politische sturmjahr gewaltsam aus seiner bahn risz Hebbel br. 7, 187 Werner; im gefolge der nach dem sturmjahre sich breitmachenden

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politischen reaction in Österreich Grillparzerjb. 4 (1893) 322; ich vermuthe, freund, dasz ihr im groszen sturmjahre ein heldenmüthiger freiheitskämpfer gewesen seid P. Rosegger I 3, 62; die bedeutung des sturmjahres 1848 für das in- und ausländische theaterleben W. Widmann theater u. revolution (1920) 10. —
 
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sturmkalt, adj.: der sturmkalte englische seemann Heine 3, 112 Elster.
 
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sturmkanne, f., verteidigungsmittel, dasselbe wie DWB sturmflasche, s. Fäsch kriegslex. (1735) 242b. —
 
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sturmkappe, f., 'sturmhaube': die mörder hatten ein sonderliches wahrzeichen auf der sturmkappe Jan Rebhu ritter Spiridon (1679) 50. 'männermütze mit einem aufgestülpten teile, der bei rauher witterung über die ohren und das genick gezogen werden kann' Staub-Tobler 3, 396: auf dem ersten und letzten (schlitten) sasz je ein fuhrknecht in der blauen jacke der postleute, die gestrickte sturmkappe über die ohren gezogen E. Zahn einsamkeit (1910) 302. —

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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