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sturmgetrieben bis sturmgewoge (Bd. 20, Sp. 641 bis 642)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sturmgetrieben, adj.:

herrn Blondel bracht ein falke, sturmgetrieben,
aus Dreux ein täflein wachs, mit blut beschrieben
F. Dahn ged. (1908) 171;

Francesca, Paolo, sich umfaszt haltend, mit den übrigen sturmgetriebnen schatten vorüberschwebend Immermann 20, 80 Boxberger.
 
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sturmgetümmel, n., vom kampf: wenn knatternde donnerschläge sich in das sturmgetümmel mischten C. Hauptmann hütten am hange (1914) 116; eher vom sturmwind her entwickelt:

(der donner) der, mörder, dich im sturmgetümmel
in Orkus wälzen soll
Schubart sämtl. ged. (1825) 3, 9;

die hoffnung führt bei sturmgetümmel
durch nacht und erdgewimmel
v. Wessenberg sämtl. dichtungen 3, 334.


 
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sturmgewalt, f., älter m., auch sturmesgewalt, 'stürmische gewalt'; militärisch: da es (das städtechen) die Frantzosen ... mit erschröcklich und mercklichen sturmsgewalt angefallen haben D. Federman Niderlands beschreibung (1580) 312;

und brachen dann mit sturmesgewalt
vor gegen das geschwader
Fouqué altsächs. bildersaal 4, 306;

ihrer unwiderstehlichen sturmgewalt (waren) die länder unterworfen worden Ritter erdk. 6, 396; elementarisch:

wie in sturmesgewalt das ägäische meer
aufthürmet die fluth, die erbrausende
Strachwitz ged. (1850) 20;

sturmgewalt und wogendrang Allmers marschenbuch 34. freierer gebrauch, meist präpositional construiert:

da bricht der zorn in wogen
herüber, reiszt das herz mit sturmgewalten
Tieck schr. 5, 158;

als sie gewahrt, dasz sie das schwert verloren,
da bricht ihr toben aus mit sturmgewalt
Gries Bojardos verl. Rol. 2, 52;

mit sturmsgewalt
schlägt mir das herz bei deinem anblick auf
Deinhardstein ges. dram. w. 5, 390.


 
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sturmgewaltig, adj.: freilich brach die jugendliche thatkraft der völker oft sturmgewaltiger hervor als heutzutage W. H. Riehl die dtsch. arbeit 65; dann kam die kohorte der mönche ... eine sturmgewaltige schar Scheffel ges. w. 1, 255;

sturmgewaltiger (dämon)!
du mich verzehrender!
daher rasest du!
Ernst Leibl zelt unterm stern (1931) 97.


 
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sturmgewaltsam, adj.:

auf dem schaumbedeckten rosse
möcht ich fliehen unaufhaltsam
über tiefe tal und berge,
freiheitlechzend, sturmgewaltsam!
K. Stauffer familienbriefe 347.


 
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sturmgewand, n., kampfgewand, rüstung; im mhd. sturmgewant, seither öfter in ritterlichem milieu:

und manchen wilden biderman
mit ihrem sturmgewand umbrachten
Morhof unterricht (1682) 349;

dann schritten sie nach entgegengesetzten richtungen das gemach starktönend auf und ab, zu prüfen, wie ihnen die neuen sturmgewande behagten Fouqué zauberring (1812) 1, 82;

die furth sollt ihr suchen hinüber an das land,
dasz wir von hinnen bringen, beides rosz und sturmgewand!
Uhland ged. (1898) 2, 301.


 
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sturmgewehr, n.:

ballisten, tellenons und sturm- und mordgewehr
bringt man auf seinen wink
v. Ayrenhoff werke 2, 9.

[Bd. 20, Sp. 642]



 
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sturmgewiegt, adj.:

es ächzen klagend sturmgewiegte föhren
Gaudy sämtl. w. 1, 181;

die blume stirbt, der felsen ragt,
auf dem sie blühte sturmgewiegt
J. Nordmann ged. (1846) 285.


 
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sturmgewirbel, n.:

fuhr mit heulendem sturmgewirbel zurück in die wolken
über der heerschaar mitte herauf
Fr. v. Sonnenberg Donatoa (1807) 2, 1, 100.


 
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sturmgewitter, n.; in der natur, im 17. und 18. jh. gebräuchlich: unangesehen bei zweihundert schiffe mit getreide im selbigen hafen von starken sturmgewitter untergangen ... seien C. M. Grotniz Tacitus (1657) 659; als hält dieser author dafür, ein solches sturmgewitter werde, samt der eingefangenen feuchten lufft, bis an die tunckle höhe der dünnen und trucknen lufftgegend geführt Er. Francisci d. eröfnete lusthaus (1676) 1105; im königreich Zenga kommt offt das sturmgewitter, so mit vielen blitzen und donnern vermenget ist Männling exoticus curiosus (1717) 284; in jüngerer sprache vornehmlich bildlich und uneigentlich:

o zaudre nicht, im nahen sturmgewitter
das falsch gelenkte steuer zu ergreifen
Göthe 10, 323 W.;

aus des basses sturmgewittern
Lenau 99 Barthel.


 
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sturmgewoge, n., oft uneigentlich: ein freundlich glück im sturmgewog der zeiten G. Keller ges. w. 9, 224; am sturmgewoge dieser brust W. Hertz ges. dicht. 207. —

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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