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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sturmriegel bis sturmsage (Bd. 20, Sp. 664 bis 665)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sturmriegel, m., ein mit nägeln bewehrter balken, der vom wall, burgberg etc. herab den feinden entgegengerollt ward, s. Müller-Mothes 893a. anders, wie riegel 5 (teil 8, sp. 924), wohl flurname: als er von seinem vater haus und hof übernahm ..., da stand über dem sturmriegel und in der hochleuthe noch ein groszer wald Rosegger II 10, 364. —
 
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sturmriese, m., mythologisch: dies wird für die auffassung Fasolts wichtig, der ein sturmriese war und hier gleich Wuotan im wilden heer aufzieht J. Grimm mythol.4 2, 787; das ende ist, dasz der winterliche sturmriese den sommerlichen gewalten erliegt Laistner nebelsagen (1879) 287; die nordische dichtung kennt einen sturmriesen Kári E. Mogk germ. religionsgesch. (31927) 32. —
 
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sturmring, m., ein verteidigungsmittel: 'ein höltzern reif, 2 spannen im diameter, der stock wird in einen schmalen sack gesteckt, den man voll feuerwerkzeug füllt, mit schlägen innen, aussen mit alten seilen umwunden und in pech und anders getunckt' L. Fronsperger von geschütz u. feuerwerk (1564) 8b; folget nuhn, wie man ... sturmringe, sturmkrüge, klebfeure ... zurichten solle W. Dilich kriegsbuch (1607) 80. —
 
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sturmrollbrücke, f., dasselbe wie sturmbrücke, s. Hoyer-Kreuter technol. wb. 1, 749. —
 
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sturmrolle, f., österr.: mannschaftsstammrolle, grundliste, s. v. Alten handb. 4, 478. —
 
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sturmrosz, n. mythologisch: der kriegswagen des donnergottes, von sturmrossen gezogen W. Alexis ruhe i. d. erste bürgerpfl. (1852) 4, 48; Sleipnir ist als altes sturmrosz deutlich charakterisiert durch seine schnelligkeit im wettlauf mit Hrungnis pferd Gullfari Helm altgerm. religionsgesch. (1913) 1, 212; Swadilfari, das sturmrosz, braust an! Dinklage gischt (1929) 30; anders, vom sturmwind selbst:

mit ihr entflöh ich
auf sturmesrossen hin durch alle räume
F. v. Kurowski-Eichen untergang d. letzten Odinskirche (1825) 58;

wenn der stromschusz jach hereinbraust
und das sturmrosz schnaubt im zorne
W. Strachwitz ged. (1850) 8.


 
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sturmruf.m., sturmgeschrei; alarmruf: grauenvoll tönte der überfallenen schrei in den sturmruf Scheffel ges. werke 2, 37;

und noch hört er aus todsgefahr
den sturmruf zu sich hallen
H. Lersch ged. v. kriege 69;

der nachhall jenes sturmrufs und notschreis, der Deutschlands kräftige jugend zum freiheitskampfe rief Daniel Elster irrfahrten 1, 103; verallgemeinert, 'stürmischer ruf':

[Bd. 20, Sp. 665]


der sturmruf nach dem dichter v. Schack ges. w. 8, 469. —
 
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sturmrüstung, f., gesamtheit der sturmgeräte; nur in älterer sprache: für Mentz hat der keiser einen groszen ernst gebracht, dieselbige stadt zu eröbern, und allerlei sturmrüstung dafür gebracht Cyr. Spangenberg mansfeld. chron. (1572) 134a; deszhalb die drei könig ... die mauren auff einer seiten durch die sturmrüstung erwegten, umbfelleten, z boden stiessen und öffneten C. Wurstisen Pauli Aemilii histor. (1572) 1, 401; das ortt, an welchem die sturmrüstung stundt Xylander Polybius (1574) 39; bildlich: aber doch mit waserlei sturmrüstung sie (die christen) immer zuschüttert werden, so schwimmen sie entweder aus dem wüthenden meer der anfechtung heraus oder bleiben sunst in ihrer ordnung steiff stehen J. Calvin institutio christianae religionis (1572) 374.
 
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sturmsache, f., im plural, alles was zu einem kriegerischen ansturm gegen eine befestigung gehört, s. Jacobsson 7, 493a. —
 
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sturmsack, m., 'säcke von zwillich oder leder ... sie werden mit eisernen scharff geladenen kegeln versetzet, mit einem brande versehen und in pech getaucht. können mit gutem vortheil unter die stürmenden geworffen werden' Fäsch kriegslex. 243a; folget nuhn, wie man rageten, schläge, feuerkugeln, sturmsäcke, kolben und pfeile ... zurichten solle W. Dilich kriegsbuch (1607) 80. —
 
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sturmsage, f.: umwandlung einer sonnen- in eine sturm- und wolkensage Laistner nebelsagen (1879) 115. —

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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