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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sturmperiode bis sturmposaune (Bd. 20, Sp. 662 bis 663)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sturmperiode, f.: solche stürme sollen dann meist 3 oder 7 tage dauern ... beim herannahen solcher sturmperioden, die man an vorzeichen zu erkennen weisz Ritter erdkunde 12, 447. vom menschlichen leben: in der that meine ich, meine sturmperiode ... abgeschlossen zu haben L. Richter jugenderinn. (1892) 196. s.sturm- und drangperiode, sp. 585. —
 
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sturmpetition, f., in der revolution von 1848 aufgekommenes schlagwort: am 15. mai zogen mitglieder der akademischen legion und der nationalgarde mit einer 'sturmpetition' in die hofburg R. Hamerling 13, 99; dr. Schütte hatte aber bei dieser gelegenheit auch zum erstenmal das wort 'sturmpetition' unter die menge geworfen und damit eine vielfach zündende wirkung geübt F. Nissel leben (1894) 86; als sie (die bauern) mit der 'sturmpetition' vor ihre herren traten, hatten sich dieselben ... bereits nach hülfe umgesehen W. H. Riehl naturgesch. d. volkes 2, 86; graf von Arnim-Boytzenburg stürzte ganz erschrocken beim könige herein und kündigte ihm eine sturmpetition des volkes an Varnhagen v. Ense tagebücher 4, 345. —
 
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sturmpfahl, m. 1) vor brustwehren und wällen eingerammte palisade mit zugespitztem ende, als abwehr gegen anstürmende, s. Fäsch kriegslex.: die dicke der sturmpfäle ist im diametro drei oder vier daumen A. Freitag architectura militans (1631) 65; ein starckes werck, mit doppelten pallisaden und sturmpfälen versehen v. Chemnitz schwed. krieg (1653) 2, 344; es ist aber dieser vortrefflich und ansehnliche vestungsbau ... in solchen stand gerathen, dasz die contrescarpes verfallen, die sturmpfähle verfaulet franz. Simplicissimus (1683) 1, 299; wie denn auch diese hauptwälle mit schantzkörben und sturmpfählen wohl versehen waren G. Thebesius liegnitzische jahrb. (1733) 1, 15a; alle palisaden und sturmpfähle an der äuszersten abdachung des hauptwalles ... sind von kleinem nutzen Scharnhorst briefe 1, 109; bildlich: der ich noch niemals meinen gedichten einen metrischen brückenkopf vorgeschoben und sie mit den wolfsgruben der kurven, den sturmpfählen der langen sylben bespickt hatte Gaudy sämtl. w. 20, 114. 2) eine art handgranate, bei sturmangriffen verwendet Staub-Tobler 9, 267: sturmpfähl, sturmkränz und fewrkugeln (1662) anz. f. schweiz. altertumsk. (1913) 238. —
 
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sturmpfeife, f.:

schallt trommeten, gellt sturmpfeifen!
Baggesen poet. w. 5, 72.


 
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sturmpfeil, m., brandpfeil, feuerpfeil, s. Fäsch kriegslex. (1735) 243a. —
 
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sturmpflock, m., pflock zur befestigung des zeltes bei sturm: bei den winterstürmen ... schützen oft sturmpflöcke ... das zelt kaum vor dem aufgelüftetwerden Ratzel völkerkunde 3, 362. —

[Bd. 20, Sp. 663]


sturmpforte, f. seemännisch, 'luken, welche vor die kajütfenster geschoben werden, damit die letzteren nicht von der see eingeschlagen werden' Bobrik naut. wb. 676. —
 
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sturmphiole, f., andere bezeichnung für sturmhafen, -topf, s. Fäsch kriegslex. (1735) 243a. —
 
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sturmpike, f.: einer von des oberschultzen diener, der eine sturmpicke in der hand hatte franz. Simplicissimus (1684) 2, 262. —
 
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sturmplatz, m., verteidigungsplatz beim sturm: und machte zuweilen desz nachts einen blinden lärmen, um dadurch zu prüffen, ob sie auch laut seiner gegebner ordre ihren angewisnen sturmplatz, der gebühr nach, besetzten franz. Simplicissimus (1683) 2, 445. —
 
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sturmpoesie, f.: wenn sie einen seesturm erlebt haben, dann verzichte ich darauf, sie für sturmpoesie zu begeistern F. Kürnberger d. Amerikamüde 182. —
 
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sturmposaune, f., bildlich, vom sturmlärm: zu den schauerlichen klängen der wildwasserorgeln und sturmposaunen J. Jegerlehner in dtsch. rundsch. april 1912, s. 4; der hochwald hatte sich aus einer Äolsharfe in eine sturmposaune verwandelt Fr. Lienhard Wasgaufahrten 44;

sturmposaune her vor ihm (Zebaoth)
bläst
Arent-Conradi-Henckell mod. dichtercharaktere (1885) anh. 4;

verallgemeinert:

brüllt es selbst mit sturmposaunen
daher, so wär es doch zu tragen noch
O. Ludwig ges. schr. 3, 209;

anders, posaune des aufruhrs:

du spottest über die freiheitsphrasen
und hast die sturmposaune geblasen?
W. Jordan schaum (1846) 9.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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