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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sturmnot bis sturmpfeife (Bd. 20, Sp. 661 bis 662)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sturmnot, f., auch sturmesnot:

fürwahr! wer seinen sinn recht lenckt,
und dise böse zeit bedenckt, ...
der wird die gröszte sturmesnoth
und den schiffbrüchigsauren tod
noch schier ein süses sterben nennen
Jes. Rompler v. Löwenhalt erstes gebüsch (1647) 178;

wann sie in ihrer sturmnoth wider ihren Castor und Pollux erblicken K. R. v. Greiffenberg zwölf andächtige betrachtungen (1678) 542; solches läszt sich mit einer andren sturm- und wellennoht bescheinigen, die demselben author ... begegnet ist E. Francisci lufftkreis (1680) 1183;

wellenreich, in sturmesnöthen
Schiller 11, 345 G.;

eis, nebel und sturmesnot Hanssen seemannsleben (1912) 143; bildlich:

auch ein licht, zu dem in sturmesnöthen
deutsche männer heben herz und hand!
Freiligrath ges. dichtungen (1870) 3, 78.


 
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sturmöffnung, f., wie sturmloch vereinzelt für 'bresche': sintemal dieselbe den platz nicht einmal zuvor mit einiger kugel begrüszt, viel weniger eine sturmöffnung gemacht hatten E. Francisci traursaal (1669) 2, 953; s. auch Krünitz 177, 487.
 
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sturmordnung, f., ordnung der truppen beim stürmen: uber solchen stand und anlauff des sturms, were je besser breiter dann schmaler, damit man mit breiter

[Bd. 20, Sp. 662]


sturmordnung und gewalt könte hinüberkommen D. Speckle architectura von vestungen (1589) 50a; er liesz ... zugleich die gantze armee theils in eine schlacht-, theils in eine sturmordnung stellen Ziegler asiat. Banise (1689) 356. anders, bestimmung über läuten der sturmglocke bei feuer und feindlichem angriff: nicht dest minder wurde auch die sturmordnung in der stat Halle ernewert H. Hofman baurenkrieg (1533) 292. componiert sturmordnungsbüchlein: die beschickten auch alle diejhenigen, so laut des sturmordnungsbuchlins darauf beschieden ebda.
 
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sturmpalisade, f., palisade auf wall oder schanze, zur sturmabwehr mit der spitze gegen den feind geneigt, s. Mothes ill. baulex. 4, 287. —
 
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sturmpanier, n., dasselbe wie sturmbanner und sturmfahne: z im legt man daz sturmpanier des richs und sein rennschilt städtechron. 4, 162; im 19. jh. nur noch in übertragener bedeutung und in dichterisch gehobener sprache:

vorauf zum sieg das sturmpanier uns schwinge,
des deutschen geistes heergroszmeister: Kant!
F. Dahn ged. (1908) 226;

der zukunft sturmpanier Herm. Conradi ges. w. 1, 140. —
 
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sturmpatrouille, f.: die italienischen feldwachen weichen beim vorgehen unserer sturmpatruillen fluchtartig zurück gesch. d. ehem. schützenregiments nr. 6 (1932) 288. —
 
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sturmpause, f.: das wetter schenkte uns eine sturmpause mit südlichen winden Domizlaff Dirk II in Norwegen (1930) 99. —
 
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sturmperiode, f.: solche stürme sollen dann meist 3 oder 7 tage dauern ... beim herannahen solcher sturmperioden, die man an vorzeichen zu erkennen weisz Ritter erdkunde 12, 447. vom menschlichen leben: in der that meine ich, meine sturmperiode ... abgeschlossen zu haben L. Richter jugenderinn. (1892) 196. s.sturm- und drangperiode, sp. 585. —
 
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sturmpetition, f., in der revolution von 1848 aufgekommenes schlagwort: am 15. mai zogen mitglieder der akademischen legion und der nationalgarde mit einer 'sturmpetition' in die hofburg R. Hamerling 13, 99; dr. Schütte hatte aber bei dieser gelegenheit auch zum erstenmal das wort 'sturmpetition' unter die menge geworfen und damit eine vielfach zündende wirkung geübt F. Nissel leben (1894) 86; als sie (die bauern) mit der 'sturmpetition' vor ihre herren traten, hatten sich dieselben ... bereits nach hülfe umgesehen W. H. Riehl naturgesch. d. volkes 2, 86; graf von Arnim-Boytzenburg stürzte ganz erschrocken beim könige herein und kündigte ihm eine sturmpetition des volkes an Varnhagen v. Ense tagebücher 4, 345. —
 
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sturmpfahl, m. 1) vor brustwehren und wällen eingerammte palisade mit zugespitztem ende, als abwehr gegen anstürmende, s. Fäsch kriegslex.: die dicke der sturmpfäle ist im diametro drei oder vier daumen A. Freitag architectura militans (1631) 65; ein starckes werck, mit doppelten pallisaden und sturmpfälen versehen v. Chemnitz schwed. krieg (1653) 2, 344; es ist aber dieser vortrefflich und ansehnliche vestungsbau ... in solchen stand gerathen, dasz die contrescarpes verfallen, die sturmpfähle verfaulet franz. Simplicissimus (1683) 1, 299; wie denn auch diese hauptwälle mit schantzkörben und sturmpfählen wohl versehen waren G. Thebesius liegnitzische jahrb. (1733) 1, 15a; alle palisaden und sturmpfähle an der äuszersten abdachung des hauptwalles ... sind von kleinem nutzen Scharnhorst briefe 1, 109; bildlich: der ich noch niemals meinen gedichten einen metrischen brückenkopf vorgeschoben und sie mit den wolfsgruben der kurven, den sturmpfählen der langen sylben bespickt hatte Gaudy sämtl. w. 20, 114. 2) eine art handgranate, bei sturmangriffen verwendet Staub-Tobler 9, 267: sturmpfähl, sturmkränz und fewrkugeln (1662) anz. f. schweiz. altertumsk. (1913) 238. —
 
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sturmpfeife, f.:

schallt trommeten, gellt sturmpfeifen!
Baggesen poet. w. 5, 72.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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