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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sturmmaschine bis sturmmütze (Bd. 20, Sp. 660 bis 661)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sturmmaschine, f., jedes gröszere belagerungswerkzeug, das den sturm ermöglichen soll: als auch die sturmmaschine bereits vollendet war Rode Vitruvius (1796) 2, 302; alle diese städte wurden mit sturmmaschinen erobert K. F. Becker weltgesch. 2, 368; nur das wort des consuls, des tribunen, nicht die sturmmaschinen eines verwegenen Puniers heben die sitzung des senates auf Grabbe werke 3, 399 Blumenthal.
 
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sturmmasse, f., menge der zum sturm angesetzten truppen oder soldaten: (die waffenreigen) mögen in einer stand-, stell-, schar-, zug- und streitordnung erscheinen, von der 'lose' (oder gänzlichen einzelheit) bis zur 'drung' (oder sturmmasse) Fr. L. Jahn werke (1884) 2, 911; das entgegengesetzte verfahren nannte er unzeitiges herausfordern der feindlichen sturmmassen B. Weber charakterbilder 9; auf einer linie von etwa 40 kilometer waren die sturmmassen der gegner in bewegung Berliner lokalanzeiger (1916) 23. juli.
 
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sturmmäszig, adj., geeignet zum erstürmen:

und do die graven ungetruw
merckten, daz vestung und gebuw
zerstoszen und sturmmeszig was,
fluhens daraus
M. Beheim reimchron. 43;

und liess von erst das geschlos vast niderschiessn, das die stat davon sturmmassig würd G. Unrest chronic. Carinthiacum 725; ob jr mawren und gräben sturmmässig sein Schwarzenberg vom gebuwe (1533) 8b; wessen orts man die wälle und gemeuer sturmmässig beschiessen könne Dilich kriegsbuch (1607) 203. —
 
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sturmmeer, n., sturmbewegtes meer: er (der hafen) wäre ja nicht hafen, wenn er höhe des sturmmeers wäre Herder 5, 657 S.; da ward heilige stille im saal, wie überm galiläischen sturmmeer, als der herr den wellen gebot E. v. Handel-Mazzetti Stephana Schwertner in dtsch. rundschau 151, s. 200; bildlich: wo alle verborgne interessen zusammenströmen in ein aufbrausend sturmmeer der leidenschaften Bettine dies buch gehört dem könig (1843) 1, 244; es war das erste und einzige mal, dasz ich das mare magnum solcher vorschläge, ein sturmmeer, das zu vielem kummer führt, meinem herzen folgend beschiffen wollte A. v. Humboldt bei Max Hoffmann Aug. Böckh 419; der zeiten sturmmeer Baggesen poet. werke (1836) 2, 78. —
 
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sturmmeldung, f.: die dänischen sturmwarnungsstellen erhalten telegraphische sturmmeldungen von dem meteorologischen institut in Kopenhagen hdb. f. Skagerrak u. Kattegat 56; trotz des harten windes und der nächtlichen sturmmeldung aus Norddeich Domizlaff Dirk II in Norwegen (1930) 90. —
 
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sturmmelodie, f.:

da rauschen des Rheines wogen
die ernste sturmmelodei
M. Waldau blätter im winde (1847) 207.


 
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sturmmonat, m.; im folgenden beleg f., 'monatssold für einen sturm': so se mit den knechten gemeen hielden und den anslach im ringe untdeckeden, sloech de gemeene man den toch af, het were, dat grave Edsard em vor den anval der flecken eene stormmaent wulde tostaen Beninga chron. v. Ostfriesland (1723) 532. anders, auf seelische erregung bezogen: die sturmmonate seines herzens rückten nun auch näher Jean Paul 1, 141 Hempel.

[Bd. 20, Sp. 661]


sturmmöwe (
 
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-mewe), f., name einer mövenart: larus canus Naumann naturg. d. vögel 10, 301; larus marinus Nemnich wb. d. naturg. 583. —
 
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sturmmusik, f., das brausen und heulen des sturmwindes: der regen prasselte an deck, und auch die fallböen ergänzten die sturmmusik Domizlaff Dirk II in Norwegen (1930) 235; der orgelpunkt der donnerschläge, das akkompagnement der wüsten sturmesmusik J. Bayer lit. skizzenbuch 302. dann eine musik, die den gehörseindruck des sturmwinds wiedergibt: sturmmusik. Alcinda als altes weib in bettlerkleidung rauscht im hintergrunde ... über die bühne Raimund werke (1881) 2, 20. —
 
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sturmmut, m.: sturmmuth der matrosen W. Fr. v. Meyern hinterl. kl. schr. 1, einl. 64; auch sturmesmut:

der feldmarschall mit sturmesmuth,
der stund ihr an der seiten (17. jh.)
Blümml 2 Leipz. liederhss. 109.


 
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sturmmütze, f., mütze, die gegen das unwetter schützt: auf Süderoog lebt der alte Paulsen, ein reicher mann, der mit keinem herzogshute seine sturmmütze vertauschen möchte D. v. Liliencron sämtl. w. 3, 28. —

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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