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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
störigkeit bis störl (Bd. 19, Sp. 419 bis 420)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) störigkeit, f.
1) in dem sinn von störig 1: unmildigkeit, störigkeit, crudelita, discortesia Hulsius (1618) 268a.
2) in dem sinne von störig 2: storichheit, disturbium Diefenbach gloss. 187c (15. jahrh.).
 
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störingswurz, f., die pflanze 'imperatoria ostruthium': störingswurtz, meum (griech. μῆον) Diefenbach gloss. 360b; als färbemittel und besonders als arznei geschätzt: daher etwa störing von der bedeutung wie oben störger 'quacksalber', wozu oben meisterwurz (th. 6 sp. 1983) zu vgl. (dazu meister 'der arzt, feldscher', sp. 1954 unter 3, c).
 
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störisch, adj., entsprechend störig 1 (doch noch mehr im tadelnden sinn): deren probst dazumal Otto von Suntheim, ein sehr kriegischer und stöhrischer mann gewesen Wolfg. Hartmann Augspurg. chron. (1595) 121.
 
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storkel, m., wie unten torkel und wohl unter dem einflusz von oben stolpern, verb. (sp. 219), s. auch das folgende.
 
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storkeln, verb., straucheln, stolpern (Woeste 256b); storggeln, stolpern Frommann zeitschr. 3, 341; vgl. Schmeller2 2, 782; der trunken starckelt auf den füszen, ebrius titubat pedibus (quelle ebenda). substant.: dasz er (der abt von st. Urban) von dem sturchlen des pfärds einen bosen fall und schaden gelitten (j. 1513) quelle bei Schmeller2 2, 781. — gewisz unter dem einflusz von (oben) storch, bayr. storkeln, störkeln (starkln) mit langen beinen einher schreiten Schmeller2 2, 782; und so vermischt mit dem vorigen: da storckelt ihr weit vom ziel Guarinonius grewel der verwüstung 203; vgl.: dasz sie ... auf offner gassen und plätzen blitz blatz voll herumb störcklen und ihre vollerey meniglichen unverschambter weisz sehen lassen Albertinus Gusman 475.
 
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störkochen, n., das kochen des störfisches in salzpökel Krünitz 174, 536.
 
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störkopf, m., (von einer person) in dem sinne von oben störer (vgl. DWB kopf th. 5 sp. 1766f. unter A, 5):

dagegen werden sehr belacht
die störköpf und gentzlich veracht
Ad. Rhote der eheleute lustgarten C 8a,

oder eher zu unten storrkopf?
 
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störkrabbe, f., eine krabbenart Krünitz 174, 551.
 
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storksen, verb., (steifbeinig) gehen Müller - Fraureuth 2, 569b (Leipz. auch in der spielform stulksen ebenda). verstärkung von storgen (storchen) verb.: frih storksten mer los ebenda; vgl.: en ganzen tag im acker rumsturksen. — subst.: mir waren de beene wie verklammt von den rumstorksen ebenda.
 
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störl, m.
1) geräth zum stören (vgl. oben störeisen, störhaken, unten störstange).
a) fischer- und schifferstange sturle, storle contus Diefenbach gloss. 148b (nov. gloss. 23); ein störlen ebenda; auch in der zusammensetzung fischerstorl B. Trochus (1517); bildlich: ir müsset zuvor vorm hamen und garn trüben und mit des gesetzes störle die sünde regen und aufwecken Mathesius hist. Christi 2, 81a.
b) als lichtstörrel haken zum reinigen der öllampen Hertel thür. sprachsch. 237.
c) als butterstörl (th. 2 sp. 586) Amaranthes 277; buttersterl Krünitz 7, 441.
2) (von einer person) lichtstörrel, der wärter der öffentlichen laternen Hertel a. a. o. (vgl. dazu 1, b).

[Bd. 19, Sp. 420]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) störl, m., 'der kleine stör' (acipenser ruthenus), sonst sterlet (und verstümmelt daraus? doch s. unten störlein) Brehm 8, 427 Pechuel - Lösche; und so bei Höfer als reines deminut. das störl, stürl, wozu stierl Abrah. a S. Clara Judas 2, 525 (vgl. Schmeller2 2, 780).

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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